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Das Königreich Eichenstein

StädteTrinsic, Jhelom, (Serpents Hold)
EinwohnerzahlLaut der letzten Volkszählung – Trinsic 8700, Jhelom 6100
HerrscherKönig Terac von Eichenstein

Das Königreich Eichenstein erstreckt sich in den südlicheren Regionen des Kernlandes. Das Reich gilt als eine der größten Seemächte unter den Reichen der Menschen, auch wenn die Orkeninvasion die Stellung Eichensteins stark gefährdet hat. Eichenstein steht unter der Herrschaft des ambitionierten Königs Terac von Eichenstein. Unter seiner Führung ist es das Ziel dieses Reiches die Vorherrschaft im Kernland zu erringen. Der König gilt als äußerst gläubiger Mann, der sich von Ayanyeh persönlich gesegnet und erhoben sieht und sein Reich sich somit über alle anderen erhebt. Seit jeher verfolgt Eichenstein, zum Leid der Nachbarreiche, eine aggressive Expansionspolitik. Während der Norden und das Zentrums Eichensteins dichter besiedelt ist, sind große Teile des tropischen Südens auf dem Festland wenig erschlossen.

Klima:
Es herrscht hier ein recht warmes Klima, das nur gelegentlich mildert oder abkühlt. Auf Höhe von Trinsic wandelt sich der Wald in die tropische Flora und Faune des Dschungels mit brütender Hitze...

Sprache:
Obwohl man der allgemeinen Handelssprache mächtig ist, spricht man hier einen südländischen Akzent, der je nach Region einen andere Ausprägung hat. [ooc: erinnert an Spanisch, Französisch, Italienisch].
So spricht man sich hier untereinander mit 'Señorita/Señor' an, der Adel besteht aus 'Comte/Comtesse, Chevalier, Don/Dona' usw., das Militär aus 'Capitàn, Colonello' usw...

Geschichtliche Besonderheiten:
- Eichenstein wurde von Elfen und der damals sehr jungen Rasse der Menschen gemeinsam bewohnt
- "Offenbarung des Lichts" - Schwert, Stab und Buch werden von den Göttern als heilige Relikte übergeben
- Bildung einer Vielzahl religiöser Orden des Lichts, wie der Orden des Schwert und Stabs
- Bau der Hauptstadt Trinsic und der Feste von Serpents Hold; Jeholm bereits durch Menschen und Elfen bewohnt
- Nach dem Tod des Königs Aidan Pryde wird Terac von Eichenstein, Sohn des königlichen Beraters und Grafen Ricardo von Herbesthal, vom Hochadel Eichensteins zum Herzog gekürt
- diverse umkämpfte Grenzstreitigkeiten und Annektion von Gebieten und Inseln, wie Occlo, unter der ambitionierten Führung Teracs
- geheimes Bündnis mit Taresien, Nujel'm und Britain gegen Stolzenforst - Herzog Vincent von Stolzenforst wird getötet
- Gescheiterter Versuch Teracs seinen Sohn, Prinz Ricardo von Eichenstein, mit Herzogin Josephine von Stolzenforst zu vermählen
- Orkeninvasion - Verlust von Serpents Hold an die Orken, starke Schwächung der Flotte, Trinsic konnte noch knapp gehalten werden, Auslöschung vieler Orden
- Herzogskonvent: Terac verlässt ihn wutentbrannt, da Josephine zur Königin gekrönt werden soll.
- Umstrukturierung der eichensteiner Ayanyehkirche und Krönung Teracs zum König von Eichenstein
- Besetzung der Insel Buccaners' Den durch eichensteiner Truppen

Trinsic:
Trinsic, die Hauptstadt des Königreichs Eichenstein ist eine der drei Stätte des heiligen Krieges hat viele Beinamen: die güldene Stadt, die leuchtende Stadt hellen Steins, die Stadt des Glaubens...
Sie ist eine Hochburg des Glaubens, vor allem der lichten Götter, aber auch einiger neutraler Gottheiten. Die meisten Kirchen haben hier ihre Haupttempel errichtet nebst unzähliger Orden und Klöster. Geographisch liegt sie an der Ostküste, umschlossen von der fruchtbaren grünen Au und mehreren Flüssen und Kanälen, die meerwärts fliessen.
Von weither sieht man schon den hellen Stein der "Stadt des Lichts", die über 'Rhidys, dem Stab des Geweihten Dieners' erbaut worden ist, einem heiligen Artefakt des Lichts.
Die prominentesten Gebäude und Stadtteile Trinsics sind:

Der strahlende Sonnentempel der Ayanyeh, ein architektonisches Meisterwerk der Baukunst, dass himmelwärts und mit lichtdurchlässigen, hohen Fenstern erbaut wurde. Der Tempel in Vesper ist ein kleiner Nachbau dieses Originals. Mönche und Priester in weiten Geäwndern sind hier ebenso anzutreffen, wie gerüstete Paladine der Wahrhaftigen.

Schloß Hoheneichstein, auch "güldener Palast" genannt, ist der Sitz des Könighauses Eichenstein. Einst erbaut vom berühmten Baumeister Cavalliere Véron Hernandi di Laval, während der Blütezeit des eichensteiner Reiches. Prinzessin Sara-Elodia und Kronprinz Ricardo von Eichenstein residieren hier mit ihrem Vater König Terac.
Das sogenannte "Eichenkabinett" tagt hier regelmäßig, um den König zu beraten. Es besteht aus dem Hochadel des Reiches, den hohen Vertretern des Klerus und des Militärs.

Der Tempelbezirk indem viele Klöster, Tempel und Orden niedergelassen sind, wie der "Orden vom Schwert und Stab".

Das eichensteiner Konzil zu Trinsic ist in einem vergleichweise kleinem Gebäude am Stadtrand beheimatet.

Jhelom:
Jhelom liegt in der südlichen See von Eichenstein, regiert vom Grafenhaus 'de la Castellion' und verteilt sich auf eine Haupt- und zwei Nebeninseln, Nord- und Süd-Jhelom. Als weitere Stätte des heiligen Krieges ist die dem Kampf und der Ehre gewidmet, Agharam.
Viele Kriegsschulen, Akademien und zahlreiche Tavernen reihen sich auf der Hauptinsel Haus an Haus und manch einer bezeichnet die Stadt als "große Arena", die sich voll und Ganz der Widmung des Waffengangs hingibt.
Paladine, Krieger, Söldner und anderes Waffenvolk stellt den Großteil der Stadt, die auf 'Earan, dem Schwert des Heiligen Streiters' steht.
Des Weiteren ist Jhelom auch eine Stadt des Handels und südlichster Punkt der See-Handelsroute der Westküste der Kernlande.
Besondere Orte der Stadt:
Arena: Hier werden agharamgefällige Duelle ausgetragen, aber auch Truppen- und Waffenübungen von den zahlreichen Kampfschulen Jheloms abgehalten.

Nord-Jhelom: Auf der Insel haben sich vor allem Bauern niedergelassen, die das Land für den Ackerbau und die Viehwirtschaft nutzen, um die Hauptinsel und seine Bewohner zu ernähren.

Süd-Jhelom: Namhafte Handelskontore und Handwerker führen ihre Geschäfte auf der Südinsel und betreiben den größten, südlichen Umschlagplatz von Waren im Handelshafen.

Serpents Hold:
Serpent’s Hold, über Tholinar, dem Buch der zu Schlagenden Schlachten einst errichtet, war die Feste wider den stärksten Feind und lehrte die Weisheit des Kampfes und die Zähigkeit des Geistes. Der letzte, verstorbene Graf der Schlangenfeste war Juanito Felipe de Cassadorez, der bei der Erstürmung durch die Orken sein Leben liess.
Das Selbstbewusstsein der Eichensteiner wurde durch den Verlust ihrer 'uneinnehmbaren' Festung stark angekratzt, auch wenn die Gattin des verstorbenen Grafens Mariel de Comatz de la Machal wohl mit den heiligen Reliquien nach Trinsic fliehen konnte.
König Terac von Eichenstein plant diese Schmach möglichst bald zu bereinigen und die Schlangenfeste wieder einzunehmen.

Glaube und Gesellschaft im Königreich
Die Bewohner Eichensteins sind ebenfalls im Normalfall sehr religiös und absolut konservativ. Zahlreiche Glaubensorden unterschiedlicher lichter Gottheiten lassen sich innerhalb des Landes wieder finden und stellen sogar einen Großteil der Armee. Der Adelsstand und die Priesterschaft der lichten Götter erheben sich deutlich über die mittelständischen oder bürgerlichen Bewohner des Landes. Selbst reiche Kaufleute haben in Eichenstein nicht so viele Freiheiten, wie in anderen Reichen der Menschen. Die Anhänger der dunklen Götter werden in diesen Landen gnadenlos verfolgt und es ist auch nicht ungewöhnlich, dass Eichenstein einst ganze Feldzüge startete um gegen vermeidliche Ungläubige, Ketzer oder Gotteslästerer in den Krieg zu ziehen.

Die Legende der drei Stätten des Lichten Kampfes

Lange bevor die Menschen gelernt hatten, Geschichten niederzuschreiben, sagt man, erschienen eines Tages auf der Ebene, auf der viele Jahre später die große Stadt Trinsic errichtet werden sollte, auf dem damals noch von Elfen du Menschen gemeinsam bewohnten Eiland Jhelom und auf der steinernen Insel, die, viele Sonnenläufe sollten noch vergehen, einst die gewaltige Feste Serpent’s Hold tragen würde, aus dem Nichts heraus drei Lichter. Strahlend hell waren sie, vielfarbig leuchtend und im Innersten von reinstem Weiß, klein wie eine Kinderfaust. Das Schillern der Farben war wie das Klingeln kleinster Silberglöckchen in den Ohren der Menschen und Elfen, die sich an den drei Orten um die Erscheinungen scharten in fassungslosem Staunen. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl ergriff alle Kreaturen, als sie des Lichtes gewahr wurden, kein Böses fand Platz in den Herzen an jenem Tag, und heilig war die Stunde in unserem Land. Es wuchsen die Kugeln aus Licht, flammten auf und explodierten lautlos, reines Licht ohne jede Gewalt, alle Lebewesen an einem jeden der drei Orte umschließend, einhüllend, in sich aufnehmend. Blendendes Licht umfing sie alle, alle gleich, keinen mehr als den anderen ... und im Zentrum eines jeden Lichtes war ein Schatten zu erkennen, langsam nahm er Gestalt an...

In Trinsic ein Stab

In Jhelom ein Schwert

In Serpent’s Hold ein Buch... wie noch Jahrhunderte keines geschrieben werden sollte

In goldenem Glanze schwebten sie vor den Augen der fassungslosen Betrachter, ein jedes schien Macht und Würde auszustrahlen, und mehr...atemberaubend in seiner Intensität, übermenschliche Macht, übernatürliches Licht, grenzenlose Kraft ihm innewohnend. Das Rauschen von großen Flügeln konnte man vernehmen, so doch nichts zu sehen war, nur Licht...

Eine Stimme, die wie der Klang einer weltengroßen goldenen Glocke tönte, erfüllte die milde Frühlingsluft, in die Herzen eines jeden dringend und sie berührend.

"So sehet, meine Kinder... diese heiligsten Artefakte eurer Welt und mehr, vor euren Augen...ich gebe sie euch... Zeichen meiner Liebe zu diesen Landen und ihren Kindern."

Wieder das Rauschen der Flügel, dann hebt die Stimme erneut an, laut und aufwühlend klingt sie über das Land, überall ein jedes Wesen erreichend, legt einen Bann darauf für kurze Zeit, macht es verharren und lauschen, und im Leuchten der Augen spiegelt sich ein Hauch des Lichtes, das die Stellen erfaßt.

Tholinar, Das Buch der zu Schlagenden Schlachten, Earan, das Schwert des Heiligen Streiters, Rhidys, der Stab des Geweihten Dieners...dies sei und zeichne euer Land ! Dies sei und führe Euer Leben ! So wisset, das die Götter selber diese schufen, zu lehren, zu leiten und zu schützen euren Weg. Gesegnet seid, meine Kinder...sehr diese Schätze, seht euer Land, und hütet es wohl."

Lange Zeit dauert es, bis der letzte Ton verklungen ist. Dann sinken die Artefakte aus der Mitte des Lichts hernieder zu Boden, ein kurzes, grelles Aufleuchten, wie ein gleißender Feuerstrom zieht über sie hinweg mit Fauchen, und sie sinken langsam in den Boden hinein...ins Moos in Jhelom, ins grüne Gras in Trinsic und in den harten Stein bei Serpent’s Hold. Ein letztes Licht funkelt strahlend aus dem Inneren der Erde empor, ehe sie sich über den Artefakten schließt, das Heiligste umschlingend, beschützend auf ewig. Und im selben Augenblick ergriff ein Leuchten die Gesichter dreier junger Männer, wie einer knieten sie nieder an jenen Orten, trennten sie doch Meilen voneinander, eine Hand auf die Erde gelegt, wo das Artefakt verschwunden war, das Gesicht in unirdischer Verzückung zum Himmel erhoben, und riefen aus "Weihstatt will ich dir errichten hier, oh Gewaltiger ! Dein Geschenk zu schützen, zu preisen und zu leben mein Leben in seiner Gegenwart gelobe ich jetzt und immerdar ! Mein Dienst an ihm sei mein Dienst an dir !

Deine Feinde sollen fallen von meiner Hand, deine Lehren sollen hören die anderen durch meinen Mund, deine Kraft sollen sie erfahren, nur ein Werkzeug bin ich, so bediene dich meiner, oh Allgütiger ! Dies gelobe ich bei meinem Leben, meiner Ehre und meinem Namen, ich" und hier teilen sich die Stimmen, ein jeder einen anderen Namen nennend, doch im Einklang sprechend, denn im Einklang war ihr Herz:

"Calidan !"

"Leynor !"

"Arinion !"

Mit einem Donnerschlag stürzte krachend ein Fels aus dem Nirgendwo auf jeden der drei Plätze herab und gräbt sich in den Boden, ohne die Hand des Jünglings zu verletzen, durch sie hindurch, versiegelt die Erde, und die Hand ruht auf ihm. Kühl und glatt ist die Oberfläche, so sehr, kaum scheint sie von sterblicher Hand geschaffen. Der graue, große Stein glänzt in der hellen Sonne, jubilierend gar.

Und wie einer sprechen die Drei über Land und Wasser hinweg die selben Worte im selben Augenblick. Nicht menschlich ist ihre Stimme:

"Dies sei der Stein der Treue. Der Grundstein der Wacht. Der Schutz der Heiligkeit. Das Zeichen der Erinnerung. Er wird ewig stehen... Nicht alles rettet er. Doch wacht über ihn, und er wacht über euch."

Auf diesen Steinen, so geht die Legende, wurden die drei Städte errichtet. Serpent’s Hold, über dem Buch der zu Schlagenden Schlachten, die Feste wider den stärksten Feind, lehrt die Weisheit des Kampfes und die Zähigkeit des Geistes. Schlachtenführer wie man sie selten erblickt lernten hier die Gesetze des Truppenkampfes, einzelne Krieger lernen die Schwächen des Körpers durch unbeugsamen Willen zu besiegen. Die Schule der Kriegskunst wird das Bollwerk oft geheißen, und wahr ist dies, hört man doch das Blättern von Seiten, das Kratzen der Feder auf Papier, das Geräusch von Kreide auf Schiefer ebenso oft wie das Klirren von Waffen. Ruhig ist die Stimmung in der Stadt, die Leute bewegen sich langsam, überlegt und überlegend, ein Atem der Gelehrsamkeit liegt über der Feste, trotz der waffenstarrenden Wächter, der vielen übungshallen und Tavernen, die niemals fehlen, wo Krieger zu finden sind.

Gestandene Männer lernen hier die Zeit, die zurückzuziehen die Truppen einen Sieg aus einer Niederlage macht, ebenso, wie der Jüngling, der vor Wochen erst sein Heim verließ, sein Leben dem Krieg zu widmen. Auch Weise und Gelehrte die niemals eine Waffe in der Hand gehalten, trifft man hier an, sie studieren die mannigfach vorhandenen Schriften des Krieges um ihrer selbst willen und schon mancher, der nur eine kurze Zeit sich in die Rollen und Folianten versenken wollte, hat den Rest seines Lebens hier verbracht. Kampf kennzeichnet Serpent’s Hold. Doch ebenso Wissen.

Das Buch, welches der die Erde verschließende Stein schützt, der er selber der Grundstein der Feste zu sein behauptet wird, hat keines Menschen Hand jemals berührt, keines Menschen Aug jemals seinen Inhalt erschaut, doch ist die Macht des Wissens um den Krieg selbst nirgendwo so groß, wie in jener Stadt.

Den Stein hat noch keiner gesehen, obwohl viele auf die Suche sich machten. Eine Berührung soll alles Wissen der Welt vermitteln, heißt es. Andere sagen, nur die Erkenntnis um das eigene Selbst, und wieder andere reden nunmehr von den Göttern, die gerufen werden sollen durch den Stein. Doch die Wahrheit scheint niemand zu kennen.

So sieht die stolze Hohe Feste trotzig über das Meer hinaus, den Feinden zur Warnung, den Freunden willkommene Sicht. Es führe der Geist die Hand, nicht das Schwert, ist eine Rede aller Kämpfer. Serpent’s Hold, Hort des Wissens wie der Tat, lehrt den Krieger, wie der Geist zu führen hat. Auf das die Hand das Schwert noch morgen führe, und der Feind den Morgen nicht mehr erlebt.

Jhelom, über dem Schwert des Heiligen Streiters, eine Stadt, dem Waffengang gewidmet, wie es sonst keine andere ist, kein Stück Stahl, dessen Gebrauch im Kampfe man hier nicht erlernen kann bei den größten Meistern, auch der unbewaffnete Kampf ist ihnen nicht fremd. Die gesamte Stadt eine einzige große Arena, die Freude am kriegerischen Wettstreit fast greifbar in der Luft, das Messen mit dem Gegner, der gelungene Schlag, die in letzter Sekunde abgewendete Niederlage. Das ist Jhelom, Kampf und Ehre. Agharams Stadt wird sie von so manchem ehrerbietig genannt, und in der Tat haben viele Diener Agharams ihren Weg hierher gefunden, tapferste der tapferen Männer und Frauen sich hier gemessen zu Ehren des Gottes des Krieges. Es munkeln die Leute, Agharam sei es gewesen, der einst das Schwert hierher befahl... es munkeln die Leute, er möge einst erneut sprechen, und zum Kampfe rufen...sie munkeln er zöge dann selber in den Krieg, Earan führend in der mächtigen Faust, die Feinde zerschmetternd...

Vielerlei Geschichten hört man in den zahlreichen Tavernen der Stadt, rauhbeinige Söldner erzählen sie, Söhne von Edlen, die hier die Künste des Kampfes lernen sollen, altgediente Veteranen, hoffnungsvolle Kadetten einer der vielen Schulen, weitgereiste Krieger, deren prachtvoller Anblick so manchem Bewunderung entlockt. Sie erzählen von dem Stein der Wacht, der unter der Stadt liegt...tief tief unten. Durch Gänge soll man ihn erreichen können, doch die hat noch niemand gesehen. Wer ihn findet, so geht die Kunde, und berührt, mag Großes erreichen, so sein Glaube stark, sein Wille bestimmt und die Dunkelheit besiegt ist in seinem Herzen. Ja, und in der Stunde höchster Not mag der Stein selber ausrufen zu seinen Gefährten an anderen Orten der Welt, und zusammen werden sie erneut ein Licht erschaffen, das Hilfe bringt und Trost. Doch was dieses ist, oder wann, das weiß keiner...

Trinsic, die leuchtende Stadt hellen Steines, ist wohl die prachtvollste der drei Stätten des Krieges. Denn nicht dem Kriege selber dienen die Bewohner, nein den Göttern ist ihr Leben geweiht und dem Dienst an ihnen. Kaum ein Gott, der dort nicht verehrt würde, außer denen der Dunkelheit. Gemächlich ziehen Mönche und Geweihte durch die Straßen, die Vesperglocken hört man zur Abendstunde und das Murmeln der Gebete ist das Lied Trinsics, mit den sonoren Gesängen, die Götter zu lobpreisen. Viele der überirdischen finden ihre Anhänger hier... die helle Sonne Ayanyehs wird verehrt an jedem Tag, ihre Strahlen wärmend und gütig auf die herabscheinend, die ihr Leben dem Dienst im strahlenden Licht geweiht. Sie sieht man oft in ihren hellen Gewändern durch die Straßen ziehen, den Kopf mit der Tonsur in Nachdenken gesenkt oder in preisendem Blick zum Himmel erhoben.

Stolz geht ein Krieger in schimmernder Rüstung an dir vorüber, wenn du durch die breiten hellen Straßen gehst. Den mächtigen Stier auf seinem Schild und den Ernst in seinen Augen, aber vor allem die Sicherheit, mit der seinen Weg beschreitet, die Selbstverständlichkeit mit der er sich in jede Schlacht stürzt, den Gegner mit machtvollen Schlägen herniederringend, nicht Schmerz noch Wunden fürchtend, ungeachtet der Stärke des Feindes, erkennst du als das was sie als einziges sein Können: Ein Zeichen der Berufung durch Agharam, den Herrn des Krieges – einen Paladin siehst du vor dir, und viele wirst du noch sehen. Die dunkel gerüsteten Krieger der Yahàne, den goldgepanzerten Streiter der Ayanyeh... gar viele sind es, denn dies ist auch eine Stadt für jene Männer und Frauen. Wessen Leben von den Höchsten geleitet wird, der ist hier willkommen, und ihm wird gar reiche Gabe geschenkt.

Der Paladin findet hier die Worte über das, was sein Trachten und Handeln lenkt. Der Geweihte stellt sich an diesem Ort in den Dienst seines Gottes. Man sagt, die Götter seien näher, in dieser Stadt, und fürwahr ! Selten ein Tag an dem nicht ein Gläubiger herniederfällt in Verzückung und Worte stammelt, die Gottheit gesehen zu haben, der sein Herz sich anschloß, einst...

Die Götter sind näher in dieser Stadt...

Denn ihre Anhänger sind hier, die hingebungsvollsten und tiefgläubigsten, die die Alte Welt je hervorgebracht hat, sie lehren andere, sie lehren sich selbst. Wohl ist es ein Zentrum des Lernens der heiligen Schriften und Dinge, doch auch so mancher stolze Krieger erkennt hier, das es mehr gibt als die Waffe zu führen, das selbst die besten Kenntnisse der Taktik manchmal nicht ausreichen, und das es eine Kraft gibt, die größer ist als der stärkste Arm. Geistige Erbauung findet der Suchende hier im übermaß, Lehren jeglicher Götter zuhauf. Der lichten und derer, die nicht für Licht oder Dunkel stehen. Und Gerüchte sagen, das irgendwo in einem alten, versteckten Teil der Stadt die finsteren Anhänger dunkler Götter ihre düsteren Riten abhalten und grausige Feste feiern, der Dunkelheit zu Ehren. Doch lebt keiner, der von einer solchen Entdeckung erzählen kann... so mag es nur ein Gerücht sein ...

Trinsic: Tief unter der Stadt liegt ein Stein. Tief unter dem Stein ein Stab. Ein Stab aus ungekanntem Holz, mit ungenannter Kraft. Waffe oder Zeichen, oder mehr?

Jhelom: Tief untder der Stadt liegt ein Stein. Tief unter dem Stein ein Schwert. Hell, glänzend und scharf trotz des Zahns langer Jahre, geschützt und gehärtet durch Mächte, größer als Menschenwille. Eine Waffe wider den Feind aus dem Dunkel. Wider den Dunklen Feind. Der kommen mag, einst...

Serpent's Hold: Tief unter der Stadt liegt ein Stein. Tief unter dem Stein liegt ein Buch, ein Buch, das Welten erschüttern mag mit dem, was in ihm geschrieben steht. Ist es das Lied der Glückseligkeit ? Ein Zauber ungeahnter Macht ? Oder gar das Wort, das die Götter sprachen, das die Alte Welt ins Leben rief ? Niemand weiß es, und viele haben es gesucht. Doch nicht einmal den Stein fand man bis heute...so bleibt es verborgen...irgendwo....

Jahrhunderte sind vergangen, seit das Licht aus dem Himmel kam und immer noch halten die Menschen, Elfen und anderen Völker ihren Schwur. Immer noch hüten sie Dinge, deren Ort sie nicht einmal kennen, treu Göttern und Eid.

Es heißt, das eines Tages die Artefakte erneut erscheinen, wenn eines das andere ruft mit einer Stimme aus Licht, aus dem Boden sich erhebt, die mächtigen Platten beiseiteschleudernd, als sei es Pergament, und die drei sich einen....in Macht und Herrlichkeit alles übertreffend, göttergleich...

Oder ein jedes wie durch Zaubermacht erscheint in der Hand dessen, der des Tragens würdig erscheint, der würdigste Geweihte, würdigste Scholar und würdigste Krieger, sich seiner versichernd und ihm dienend in der dunklen Zeit, die dereinst kommen mag...

Oder die Götter selber sich ihrer bedienen und sie führen, wenn den Fuß auf die fruchtbare Erde der Alten Welt erneut sie setzen...

Viel Dunkelheit zog bereits über die Welt, doch niemals war etwas geschehen. Alles nur Sagen ? Warum erschienen sie nicht beim Orkenüberfall, warum nicht, als die Trolle das Land überrannten ? Warum nicht bei Llud ?

Geheimnisse, Fragen...

Bruder Arythius, Priester der heiligen Ayanyeh zu Trinsic in der Kirche des Sonnenstrahls sagte einst: "Was wissen wir, was die Götter denken, was wissen wir, welchen Zweck die Artefakte haben – wenn für einen Menschen ein solcher Zweck überhaupt erkennbar ist....wir können nur warten, den Göttern dienen, und hoffen das die Dunkelheit nie wieder das Licht zu vertreiben sucht...

Eitel Hoffnung ist das jedoch, und so laßt uns kämpfen, ein jeder auf seine Art, doch niemals sollt ihr innehalten, bis wir alle im Lichte stehen auf immerdar !"

Und doch munkelt man...wider allen Wissens...wider alle Geschichten...dass die Dunkelheit sich eben jener Artefakte zu bemächtigen sucht, dass sie das schon lange tat.

Mancher Nacht wallen düstere Nebel um die Zinnen der Städte, kriechen vom Boden herauf, klagende und grausame Stimmen begleiten die Schleier...wie eine Warnung. Es heißt, wer die sieht, deren Stimmen dort erklingen, verliere den Verstand, so grauenvoll ist der Anblick. Jahrhunderte zuvor von der Finsternis gesandt suchten sie und tun dies noch immer.

Und wehe der Alten Welt, wenn jemals sie das finden, dem ihre Suche gilt !

All dies mag nur eine Geschichte sein...oder auch nicht... Keiner hat sie je gesehen, nicht die Jäger, nicht die Gaben... Doch immer noch wachen sie, wie einstmals sie schworen...

"Calidan !"

"Leynor !"

"Arinion !"

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