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Das Protektorat der britannischen Provinz

Noch immer zehrte die Verbitterung über den missglückten Plan an Aristhohns Stolz. Es musste ein Weg gefunden werden, den Stolz und das Ansehen von Britain zu stärken, eine Machtdemonstration musste vollzogen werden.

Der Bund der freien Länder war schon seit je her ein unkalkulierbares Risiko für Britain und Stolzenforst. Rebellierende Gilden, Orks, Drow und Kordal machten dieses Land für strategische Vorausplanungen regelrecht nutzlos. So befahl Aristhohn eine größere Anzahl an Truppen nach und nach in dieses Land einmarschieren zu lassen, mit dem Vorwand Stolzenforst besser unter Kontrolle zu haben. Jedoch rechnete Schwalbenhain nicht mit der Aufsässigkeit und den Widerstandswillen der im Bund der freien Länder lebenden Bevölkerung. Niemals zuvor hatte jemand die Herrschaft über dieses freie Land halten können. Selbst Darrien Kordal vermochte es nicht, jemals den ganzen Bund unter Kontrolle zu halten. Schon immer musste er aus dem dunklen von seiner Insel agieren, um seinen Einfluss und seine Macht in diesem Lande auszubreiten.

So kam es für Britain unerwartet zu Übergriffen von den im Bund Lebenden auf die stolze britannische Armee. Wieder wurde Aristhohn in seinem Stolz verletzt und befahl mit aller Macht die aufständischen Aufrührer unter Kontrolle zu bringen. Es wurden starke befestigte Lager in den freien Landen errichtet und eine Großzahl von britannischen Soldaten dort stationiert.

Die Furcht vor einem Krieg mit Britain wurde nun auch in Stolzenforst allgegenwärtig, da die Stationierung der britannischen Soldaten, als Vorbereitungen für einen Angriff auf Stolzenforst fehl gedeutet wurde. Stolzenforst wurde in Alarmbereitschaft versetzt und es wurde mit dem Bau einer riesigen Verteidigungsanlage an der Grenze begonnen, die zum Schutze gegen mögliche Angriffe Britains dienen sollten. So wurde die komplette Grenze mit bewehrten Palisadenzäunen, Türmen und einem Militärlager gesichert.

Mit einer gewissen Genugtuung betrachtete Aristhohn die Entwicklungen sowohl in den freien Landen, als auch in Stolzenforst. Die Macht der königlichen Provinz war groß genug, ein rebellisches Land und ein Herzogtum in Angst zu versetzen. Jedoch lag ein offener Angriff auf Stolzenforst fern seiner Vorstellung und er ließ Vincent von Stolzenforst eine Nachricht überbringen, in der er seine Absicht erklärte, den Bund der freien Lande, zum Wohle beider Herzogtümer, zu befrieden. Mit Erleichterung, jedoch nicht ohne Zweifel, wurde diese Nachricht entgegen genommen und es wurde befohlen, keinen Angriff auf britannische Truppen zu verüben, jedoch aber in Alarmbereitschaft zu bleiben.

In den freien Landen schlossen sich, wie kaum zuvor erlebt, einige der sonst im Streit liegenden Gruppierungen zusammen und schlugen sich auf Kordals Seite, um gemeinsam gegen den neuen Feind vorzugehen. So wurden einige britannische Lager mit vereinten Kräften dem Erdboden gleich gemacht. Ebenfalls wurde ein großes Wehrlager gebaut, welches jedoch dem Aufgebot der disziplinierten Soldaten, nach mehreren provozierten Angriffen auf Seiten der im Bund lebenden Gruppierungen, in einem Vergeltungsschlag nicht lang stand hielt. Kordal spürte wie ihm unaufhaltsam die Macht auf dem Festland aus den Händen glitt und so beschloss er sich auf seiner Insel Buccaneer’s Den zu verschanzen, um von dort aus verdeckt der Belagerung des britannischen Reiches entgegen zu wirken.

Aristhohn wusste, dass ohne einen Sieg über Kordal nichts in den freien Landen gewonnen sei und er befehligte seine Flotte, Kordals Insel anzugreifen und den Piratenkönig in seine Schranken zu weisen. Jedoch musste Schwalbenhain nach einer langwierigen und für beide Seiten verlustreichen Schlacht einsehen, dass die Insel nicht so einfach eingenommen werden konnte. Kordal verlor durch diesen Angriff den größten Teil seiner Flotte und stellte für Britain kaum mehr eine Gefahr auf dem Festland dar. Somit hatte der Herzog der königlichen Provinz Britain zumindest einen Teilsieg errungen.

Nach monatlangen Kämpfen und Aufständen musste Schwalbenhain einsehen, dass es schwieriger als geplant war, die aufrührerischen Gruppen in den freien Landen zu kontrollieren. Er beschloss, das Land sich selbst verwalten zu lassen und erklärte die freien Landen zu einem Protektorat Britanniens. Ein Dekret wurde verfasst, welches für Recht und Ordnung sorgen sollte und Britain ermöglichte die Kontrolle über das Land zu halten. So sollte ein Rat aus allen Gilden und Gruppierungen der freien Lande und einem aus Britain gestellten Magistraten gegründet werden, der die Interessen des eigenen Landes und natürlich des britannischen Reiches vertritt. Nicht lange Zeit danach ließ Schwalbenhain seine Truppen, bis auf eine kleine Garnison von 200 Soldaten, wieder nach Britain zurück beordern. Die kleine Garnison ist an der Grenze zur britannischen Provinz in einem alten Grenzturm stationiert, der lange Zeit von Trollen bewohnt wurde.

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