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Layantea
SymbolGebet
Kelch, Kröte, Heller Mond

"Fels breche auf, Wasser sprudle hervor,
beim Namen der Mutter erhöre mich hier,
Wind frische auf und entfache die Flamme,
in Layanteas Namen, so ruf ich nach dir,
Kräfte des Lebens, des Hellen Mond's Macht,
Fahrt in mich, erfüllt mich, gehorchet nun mir !"

(traditionelle Anrufung Layanteas)

Das Wesen Layanteas

Die jüngere Tochter Caihumes, Kind Murranaghs, ist von freundlicherem Gemüte als ihre dunkle Schwester Hekate. Die tragischen Ereignisse, welche deren Empfängnis vorausgegangen waren, sind ihr fremd, in Liebe empfangen, in Liebe aufgewachsen fehlte es dem Kind des Lebens an nichts und wenn auch ihr Temperament ob ihres Vaters nicht immer das ruhigste ist, so ist es doch frei von der Dunkelheit, welche Hekates Inneres birgt. Dennoch sind sich die beiden Schwestern ähnlich in Wesen und Art, und auch in ihren Gläubigen sind sie sich nahe.

Sie beide nehmen sich der Frauen an, welche einsam unter dem Licht der Sonne und des Mondes ihren Weg zu finden trachten, der Frauen, welche die Anwesenheit der Götter spüren und sie zu erreichen suchen, sei es aus Not oder aus Sehnsucht nach dem, was sie sich dort erhoffen.

Doch während Hekate vor allem solche findet, deren Herzen bereits einen Kern von Finsternis in sich tragen (oder in denen die Dunkelheit bereits gewachsen ist) - sei es ob erlittenen Unrechts oder selbst zugefügten -, sind die Anhängerinnen Layanteas meist noch von Unschuld gegenüber der Welt geprägt, und selten ging Dunkelheit der Suche nach der Göttin voraus, welche von ihren Gläubigen, wie ihre Schwester, als "Mutter" benannt wird. Und wie die Dienerinnen ihrer Schwester nennen die Layanteas sich Hexen.

Auch die Göttin des Hellen Mondes schenkt ihren "Kindern" Wissen und Macht, große zuweilen, um mit Zauber und Stärke ihren Willen zu tun, und aufgrund ihres Ursprungs sind es weniger die dunklen Wege, als die des Lebens, welche ihnen offenbart werden. Über Kräuter, zur Heilung, aber auch um Schlaf über ein Wesen zu bringen, oder anderes mehr - viele geheime Essenzen sind den Hexen bekannt -, Elixiere, das Wissen über verborgene Plätze der Macht, die Elementarkräfte der Erde und vor allem des Lebens, die Wirkung verschiedenster Pilze, selbst das Prophezeien aus dem Bild eines klaren Teiches wird ihnen nachgesagt und häufig sieht man einen Mann am späten Abend zur Hütte einer Hexe schleichen um einen Trank zu erbitten, welcher ihm helfen soll, seine Angebetete zu erringen.

Für die Töchter Layanteas ist die Göttin weise Großmutter, schützende Mutter und Schwester zugleich. Obwohl von tiefer Ehrfurcht geprägt, ist die Beziehung zwischen den Hexen und ihrer Göttin doch eine vollkommen andere als etwa zwischen der gestrengen Ayanyeh und ihren Dienern. Bitten anstelle von Befehlen, und noch viel weniger Pflicht und Herrschaft als tägliche Freude und Selbstverständlichkeit ist ein jeder ihrer Riten...hier zeigt sich wohl der Wille Murranaghs, das Grenzenlose, Wilde, welches sich nicht in starre Zeremonien pressen lässt, doch in seiner Leidenschaft und Hingabe einem jeden anderen Glauben gleichkommt, oder - wie die Hexen selber behaupten - diese bei weitem übertrifft.

Auch die Weitergabe des Wissens innerhalb der Hexen geschieht nicht in trockenen Studierstuben oder marmornen Klostersälen, sondern in den Häusern der Frauen und der freien Natur, weitergegeben von Mutter zu Tochter, oder auch in Hexenzirkeln, welche spöttische (und vor allem furchtlose) Zeitgenossen - die einen solchen meist niemals gesehen haben - laut deren Worten eher an das Treffen von Dorffrauen am Brunnen erinnern als an die Unterweisung junger Novizen in einem Scriptorium. Doch hüten selbst solche Spötter ihre Zunge, so sie eine Hexe in der Nähe zu wissen glauben. Wer weiß was geschehen mag ? Die Rache einer Frau ist furchtbar, heißt es, und viele fügen hinzu, furchtbarer sei nur die Rache einer Hexe.

Geheimnisvoll sind die Zusammenkünfte der weisen Frauen und aller Spott und Verhöhnungen (und diese sind nicht selten, vor allem die Vergeistigteren sehen zuweilen auf die Hexen herab - ehe sie sich ebenfalls um eines Liebestrankes willen heimlich zum Haus der so Verfemten bemühen) können nicht verhehlen, dass sie von den Uneingeweihten in widerwiliger Neugier aber auch Vorsicht betrachtet werden. Viele Geschichten werden über die Macht von Hexen erzählt - gleich welcher der beiden Schwestern sie folgen -, über Blitzschlag aus wolkenlosem Himmel, drei Mal drei Tage des Unglücks, selbst über Bann- und Bindezauber welche - als einige der finstersten unter den verliehenen Kräften - das Opfer wehrlos zurücklassen, der Hexe zu Willen. Doch diese Wege wird eine Tochter Layanteas kaum aus freien Stücken beschreiten, folgt sie doch der Göttin im Licht des Hellen Mondes, welches ihr auch gebietet, unnötiger Gewalt abhold zu sein. Eine weise Frau bedient sich dessen ohnehin nur als letztes Mittel, kennt sie doch viele andere Wege, einfacher an ihr Ziel zu gelangen.

Die Heilkunst der Hexen ist berühmt und trotz des Rufes, welcher vielen von ihnen anhaftet, begeben sich doch so einige zu ihnen, um Hilfe oder gar Unterweisung zu suchen. Doch lehren wird eine Tochter Layanteas nur solche, die das Zeichen der Göttin ebenfalls tragen, die von ihrer Macht berührt, ihren Ruf vernommen haben.

Und geben ihr Wissen alsdann weiter, von Mutter zu Tochter, wie es einst durch die Göttin selber geschah...

Schreine Layanteas

Es ist nur ein Schrein bekannt:

  • Layantea soll ihren Klerikern am Ritualkreis der Layantea antworten, ein genauer Ort ist nur ihren Verehrern bekannt.

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