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Lohaire
SymbolGebet
das offene Buch, der weise Steinkauz

"Wissen schenke mir nicht, Hüter aller Weisheit,
suchen werde ich es, mehr finden auf dem Weg.
Du, der du Staub und Sterne kennst,
Vergangenes und Kommendes,
leite mich auf meinem Weg und gib mir Kraft,
mit meinem Geiste die Rätsel der Welten zu lösen,
zur Mehrung der Weisheit und dir, Herr, zu Ehren."

(verbreitetes Abendgebet der Priesterschaft)

Das Wesen Lohaires

Lohaire, einer der direkten Abkömmlinge des Lichtsohns wacht über das Wissen der Welt. Den Namen eines jeden Felsen, jeden Sandkorns, jeden Wassertropfens des Ozeans kenne er, heisst es. Er wisse Zahl und Namen der Sterne, kenne jedes Leben, welches jemals auf der Welt wandelte, und jeden Tod.
Nichts aus der Vergangenheit bleibt dem Wissenden verborgen, und auch alle Ereignisse der Welt der Sterblichen bis hin zu dem Tag an dem der Entwirker erstarkt ist, sind ihm bekannt.

Doch enthüllt er es nicht, denn allzuleicht wäre dies.
Und "geschenktes Wissen ist wertloses Wissen. Im Erringen liegt Sinn und Preis", so werden schon die Novizen Lohaires gelehrt.

Wer sich Lohaire weiht, weiht sich dieser Suche. Einer Suche, die kein Ende kennt für die Dauer menschlichen Lebens.

So ziehen sie über das Land, zahllos, voller Fragen, mit scharfem Verstand und offenem Geiste für all die Rätsel, die die Welt für sie bereit hält und viele sind es fürwahr.

Für Gläubige, aber auch die Männer und Frauen, die nur den Rat eines Gelehrten suchen, erweisen sich Lohairepriester - wer, der sein Leben Lohaire geweiht, würde freiwillig zur Waffe greifen ? Zeitverschwendung wäre dies und gottloser Frevel - als Quell des Wissens. Ihnen allen ist zudem zu eigen, dass sie selbst mit den "Gottlosen" verkehren, so diese ihr Streben teilen, und einen regen Austausch selbst mit Götter verleugnenden Magiern pflegen.
"Ein schlechter Mensch macht noch kein schlechtes Wissen" hört man in solchen Fällen häufig. Doch dumm sind sie nicht, und von aggressiven oder gar finsteren Wesen halten sie sich fern, wenn keine größere Not besteht.

Mit Abscheu betrachten sie jedoch die, die Khyrois, dem finsteren Bruder Lohaires verfallen sind. Unentschuldbarer Leichtsinn, unüberlegte Wirrköpfigkeit und absichtlicher Frevel, Wissen zur Vernichtung anderen Wissens zu verwenden (und ein jedes denkende Wesen wird als Quell dessen angesehen) stellt deren Glauben für sie dar. Was zählt schon Macht ? Wahres Wissen ist von unendlich höherem Wert.

Steht doch in den ältesten Schriften der Priesterschaft Lohaires geschrieben, dass, so einmal alles Wissen der Gegenwart zusammengetragen, Lohaire sein Buch der Äonen öffne, und seinen Dienern alles Wissen um die Zukunft zuteil werden lasse.

Die Wände der bis zum Rande voller Bücherregale stehenden Bibliotheken in der Lohaireabtei zu Yew reichten so hoch, dass man die Decken nicht mehr erkennen könne, und schon so mancher Novize sei von einem herunterstürzenden Folianten erschlagen worden, spotten die, denen die Suche nach Weisheit abhold ist und freveln den Gott damit. Doch selten trifft Lohaires Zorn einen solchen Spötter, Gott und Priester stehen über diesem Frevel und höchstens hitzköpfige Novizen mögen zu mehr als ein paar beiläufigen Worten greifen.

Vom gemeinen Volke wird Lohaire - all seinen Lehren und Weisungen zum Trotze - immer wieder um Hilfe angerufen, wenn es um die Lösung von Rätseln, das Aufdecken von Geheimnissen, ... oder auch nur den passenden Gedanken in einer schwierigen Situation geht. Der Glaube daran, dass der Herr aller Weisheit diese freigebig über die Bittsteller ausgießt, scheint unerschütterlich, wodurch wohl auch die Gewohnheit beiträgt, Geistesblitze jeglicher Art schnell Lohaires Gnade zuzuschreiben, wie es die Unwissenden tun.

Gewaltig sind die Mengen an Worten und Artefakten welche in den Klostern zusammengetragen wurden, und unzählige noch ungelöste Rätsel warten in dunklen Kellern und verstaubten Regalen auf ihre Entdeckung, durch mächtigste Zauber vor allen, die nicht dazu ermächtigt sind, geschützt. In der Priesterschaft sind alle Arten Gelehrter zu finden - bodenständige, deren Interesse der Tier- und Pflanzenwelt gilt, jene, die Sprachen anderer Völker erkunden (und nicht selten Opfer ihrer Wissbegierde wurden), und weltfremde Sterndeuter ebenso wie Heilkundige auf der Suche nach den tieferen Geheimnissen ihrer Kunst und alle Arten anderer Weiser. Selbst solche, die aus dem Flug der Vögel, dem Rauschen der Flüsse oder anderen Zeichen die Zukunft zu prophezeien suchen, weihen ihr Leben Lohaire und tun wohl dabei.

Der Herr allen Wissens geizt mit seinem Eigentum. Doch von Zeit zu Zeit, ohne dass selbst der weiseste Priester den genauen Grund dafür nennen könnte, wird einem seiner Diener die Gabe der Prophezeiung zuteil und die Vision die sein Herr ihm sendet, ist immer wahr, wenn auch verborgen, verschlüsselt und selten selbst auf den dritten Blick leicht zu deuten.

Doch für einen wahren Geweihten ist dies nur ein weiterer Ansporn, sich seinem Gott würdig zu erweisen.
Jedes Rätsel eine Prüfung. Jede Lösung ein Stein im unendlichen Mosaik.

Und jedes Gelingen ein weiterer Schritt zur Enthüllung aller Geheimnisse dieser Welt.

Schreine Lohaires

Es ist nur ein Schrein bekannt:

  • Lohaires Schrein liegt in der Bibliothek zu Vesper.

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