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Saergoth, der Plagenwerfer
SymbolGebet
Schattenstreif (grünschwarze Blume, deren Duft die Sinne verwirrt), zwei gebrochene horizontale Linien

"Schenke mir deinen Segen, Plagenwerfer.
 auseinander falle, was so fälschlich verbunden ist.
 Lehre meinen Geist die Künste des Wahnsinns,
 gib meinem Körper die Gabe des Siechtums,
 Trenne was ist, so wie es einst ward,
 und wie es sein wird, werden muss.
 Gieße deine Gnade aus über diese Welt."

(Anrufung zu Ehren Saergoths, der Priester wurde mit
Magie gebunden und bei lebendigem Leibe verbrannt)

Das Wesen Saergoths

Saergoth... der Name alleine genügt, um Furcht in die Herzen der Sterblichen fahren zu lassen. Bedeutet er doch Schlimmeres als den schnellen Tod. Der Herr des Wahnsinns und des Siechtums, der lachend Plagen in die Welt sendet, und den Verfall voller Freude betrachtet, hat kein großes Gefolge - so heißt es...doch die, die ihm anhängen, sind jenseits aller Hoffnung auf Rettung, ihre Geister krank, verdreht über alle Vorstellungen hinaus.

In ihrer Welt, ihrem Denken gibt es keine Gesundheit. Nur Krankheit bringt Heil, nur der Niedergang Rettung. In ihrem Geist ist die Welt bestimmt, langsam zu zerfallen, in Stücke zu brechen, verfaulend vor sich hin zu altern bis zur endgültigen Auflösung. Seit dem Anbeginn der Welten, seit Licht und Dunkel auseinderzudriften begannen in der Ewigen Dämmerung löst sie sich auf, die Welt, das was ist, so sagen sie. Und dies wird nicht beendet sein als bis alles, jede Erdscholle, jeder Wassertropfen, jedes Lebewesen, in Stücke zerfallen ist. Was der aufrechte, gesunde Mann Gesundheit nennt, ist für sie Falsch, verhaftet Sein in einer weltwidrigen Form, deren Sein den Gesetzen der Ereignisse spottet.

Nur sie kennten den Weg, nur sie seien wahrhaftig frei, wandelten den Pfad in die Erfüllung eines Schicksals, welches nur eins bedeuten kann - das Hinscheiden. Doch nicht schnell, gnadenreich, durch Klinge oder Magie, oder im Schlafe des hohen Alters, sondern Stück für Stück, immer mehr, immer stärker. So wie der Geist zerfallen soll, ist er doch wider die Natur...

Wie ein finsteres Spiegelbild Caihumes suchen sie Kranke auf. Doch nicht um Heilung zu spenden. Nein, sie reden auf den Siechen ein, erklären ihn als Gesegneten, der sich an seinem Leid erfreuen solle, die Schmerzen und Schwäche genießen. Das Gefühl, wie immer größere Teile seiner selbst sich von selbst oder durch eine von tausend Krankheiten von den anderen lösten, sich wandelten in das, was sein soll, von dem das ist. Mit dem Wahnsinnigen zusammen lachen sie über die wirren Bilder in seinem Geist, ermuntern ihn zu mehr, zu größerer Umnachtung, sich ganz ihr hinzugeben, einzutauchen in die widersinnige Welt, die trotz aller Verdrehtheit noch gesünder ist als die der Diener Saergoths, denn nicht freiwillig kam sie über den Bedauernswerten, anders als der Gläubige, welcher sich ihr entgegenwarf wie das Kind dem heimkehrenden Vater, sie mit Freude zu empfangen.

Kein Geweihter Saergoths ist gesund, sie alle sind krank und tragen ihr Siechtum als Auszeichnung, Geschenk und Segen ihres Gottes. Einen Segen, den sie nur allzugerne an andere austeilen, seien diese willig ihn zu empfangen oder nicht. Kein aufrechter Mann, und sei er noch so stark, der nicht panisch flieht, so er die meist in schwarzer Robe mit grünem Umhang herumziehenden - und nur allzuoft von den Zeichen übelster Fäule bedeckten Gestalten in seiner Nähe erblickt. Denn es ist kein gnadenreicher Stoß einer Klinge ins Herz, der ihn erwartet, sondern das langsame, qualvolle Vergehen unter Worten des Irrsinns, mit trügerisch freundlicher, von innerster Freude erfüllten Worten, ins Ohr geflüstert von einem, der tatsächlich an das glaubt, was er erzählt, und das so tief, dass der eigene Geist vor diesen Worten in den Wahnsinn fliehen muss - und damit in die geöffneten Arme des Plagenwerfers. Eine Umarmung, die Schwäche bringt, Pein, und den unheilbaren, langsamen Tod.

Streiter gibt es nicht in den Reihen Saergoths. Ein sauberer Schnitt widerspricht dem Ideal des Zerfalls, ein kurzer Tod noch viel mehr. Jede Stunde die er andauert, bringt den "Gesegneten" weiter an die Erlösung, und jene Läuterung ist es, die sie der gesamten Welt zuteil werden lassen wollen. Dafür ziehen sie über Schlachtfelder mit verfaulenden Leichen und sammeln deren Blut. Dafür bewegen sie sich voller Freude durch Dörfer in denen das Peinfieber herrscht, und verbreiten ihre Lehren, bis Schreie des Wahnsinns sich in das Klagen und Stöhnen mischen. Dafür brauen sie in ihren geheimen, versteckten Tempeln - ein jeder eine Ruine, von stinkendem Efeu überwachsen, bewohnt von Ratten und anderen Kreaturen - unbekannte Tränke, welche, so wird voller Schrecken erzählt, die Essenz grauenvollster Plagen enthielten, gebraut aus fauligem Wasser, Teilen verrottender Leichen und krankem Blut, geeint und gesegnet durch die Macht ihres Gottes, Unheil zu bringen, und die Rettung aus diesem in ihren Augen ach so falschen Leben.

Sie tauchen auf wie das menschgewordene Unglück - selten hängt ein Abkömmling einer anderen Rasse dem Plagenwerfer an - und ihre Botschaft ist immer die selbe. Doch nicht ihr Weg. Es heißt - auch wenn dies noch keiner gesehen hat - dass seit jüngeren Tagen gar manche der Siechenträger - so ihr Name unter Volk und Glaubensgefährten - sich mühen, ihre Krankheiten zu verbergen, um mehr derer zu erreichen, die geläutert werden sollten. Auch sollen sie Gesunde verschleppen, sie mit Hilfe göttlicher Macht in Saergoths Arme treiben, sie "segnen" und dann erneut freisetzen, auf dass der Sieche in seinem Entsetzen dies verdorbene Geschenk unter seinen ahnungslosen Freunden, Sipppe und Gefährten weiterreiche. Bei denen, deren Hilfsbereitschaft den Schrecken übersteigt.

Und sie werden nicht ruhen, bis dass ihr Ende gekommen ist oder das der Welt. Bis dass ihr oder deren Ende erreicht ist, unter den Augen Saergoths und so, wie es bestimmt ist.

Schreine Saergoths

Es scheint nur einen Schrein zu geben:

  • Man munkelt von einem Schrein Saergoths, der in der Wildnis des Bundes liegen soll. Genaue Angaben gibt es nicht, jedoch soll der Schrein auf einer Halbinsel liegen, die vom Festland aus nach Norden zeigt und auf der ein Gebirgsstock in die Höhe ragt. Auch eine Höhle mit riesigen Spinnen soll in der Nähe sein...

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