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Shelestel, die Peinkönigin
SymbolGebet
Blutrote Träne, durchbrochener Kreis

"Ihre Tränen dir zum Tranke,
Ihre Schreie dir zum Preis,
Ihre Seelen dir zum Spiele,
Ihre Leiden dir zur Macht...

Herrin tausend größter Qualen,  
Nicht ruhen wird dein treuer Diener,
Bis all die Welt deinen Namen singt."

(Preisgebet an Shelestel,
in den Körper eines
verstümmelten Leichnams1) geschnitten)

Das Wesen Shelestels

Die Blutige Herrscherin oder auch Peinkönigin wird sie genannt. Shelestel, die finstere Göttin aller Qualen, die Geist und Körper erleiden können. An ihnen weidet sie sich, sie sind ihre Freude und ihre Essenz.

Es heißt, dass ein jeder Schmerzensschrei wie Musik in ihren Ohren klänge und jede Tortur ihre Macht vergrößere und ihre Lebenskraft. Seelen soll sie quälen, die ihre Dämonen mit roher Gewalt mit sich reißen, ehe sie in Yahánes Reich gelangen können, und ihre Domäne, von finsterem Nebel durchzogen, von feuchter Kühle und andernorts schwüler Hitze erfüllt, halle wider von den Schreien Gefolterter, welche sich in unerträglichen Qualen winden.

Tod bringt ihr keinen Nutzen, noch ihren Anhängern. Yahánes kalte Umarmung beendet alle Leiden. Und dies ist es, wovon sie leben.

In den Tempeln der Shelestel, welche nur an dunkelsten Orten stehen, werden Opfer zelebriert, die grausamer sind als alles andere. Grausamer, weil sie nicht den Tod zur Folge haben, sondern andauern, und andauern und nimmer enden... Von Priestern, die ihre wehrlosen gepeinigten Opfer jeden Abend mit heilenden Tränken und Verbänden versorgen... nur um am frühen Morgen erneut die Folter zu beginnen, auf dass die sterbliche Hülle etwas länger aushalte, auf dass die Qualen sich in die Länge zögen. Widersinnigste Praktiken kennen sie und die schwärzeste ist wohl die Heilkunst der Shelestiten... den Körper heilen sie, doch lindern sie nicht die Schmerzen, welche den Körper oder Geist in ihren Banden halten, sondern verstärken sie noch...

Selten kann einer, einmal in ihren Klauen, entkommen, und gelingt es ihm, so bleibt er meist ein Krüppel, sein Leben lang. Kaum ein Geist ist stark genug, die Erinnerungen zu besiegen, die sich an solch einem Orte eingeprägt haben.

Ob Geist oder Körper, mit Feuer, Gift, Stahl, Nadeln, Säuren und anderen grauenvollen Elixieren, Magie, Worten oder reiner Gewalt - die Priester der Shelestiten sind exzellente Folterknechte, und sie üben ihr Werk nicht nur mit Gewissenhaftigkeit sondern Freude und wahrer Hingabe aus. Einer Hingabe, die die bemitleidenswerten Kreaturen, die in ihre Klauen geraten, immer wieder zu spüren bekommen bis sie unter entsetzlichen Schmerzen in Yahánes Arme fliehen. In den blutüberströmten Tempeln wird geforscht, geforscht in der Kunst der Folterung, einer Kunst wie Musik oder Malerei, sagen die Geweihten Shelestels, rufe sie doch auch Wohlklänge hervor und das Blut welches durch den gezackten Opferdolch über den Boden fließt bilde Muster und Farbenpracht, welcher das Werk kaum eines Malers gleichkommen könne. Kaum, da es in diesem widerwärtigen Kult einige so jenseits aller Rettung befindliche Sterbliche gibt, dass diese es sich zur Freude gemacht haben, aus den Überresten ihre "Messen" "Kunst" zu machen. Sie malen Bilder mit Blut, fertigen Statuen aus Körperteilen und Unsagbarem mehr... Und nutzen dies erneut für den Dienst an ihrer Göttin. Welche Ehefrau würde nicht schreien, sähe sie das abgetrennte Haupt ihres Mannes mit leeren Augenhöhlen und qualverzerrtem Antlitz, ohne Haut, "verziert" mit Blut und Silber als Huldigung an die Herrin ?

In den Schweigenden Hallen, wie einer der größeren Tempel, deren Ort jedoch im Dunkeln liegt, höhnisch genannt wird, wird die Kunst der Folterung von erfahrenen Priestern weitergegeben an - zu viele - lernbegierige Schüler. Und schon bald werden auch diese ausziehen, und Opfer suchen für die Göttin...sie in ihre Tempel verschleppen und ihre Geister in die Niederhöllen schicken, ihre Körper als verwachsene, verkrüppelte Schalen zurücklassen und ihre Stimmen gebrochen von nicht enden wollenden Schreien.

Shelestel ist eine grausame, gnadenlose Göttin. Auch von ihren Anhängern verlangt sie den Dienst durch die Qual, und diese folgen ihm willig. Kein Geweihter der Peinkönigin, der sich nicht Wunden beibringt, geißelt, selbst sich Torturen unterzieht um seine Hingabe an die Herrin täglich erneut zu beweisen. Sich selbst am eigenen Schmerz erfreuend, allein oder im Bund mit anderen, ihre Schreie wie ein grausiger Lobgesang, eine schwarzes Echo des Morgenchorales der einer Ayanyeh oder Caihume zur Huldigung gesungen wird, eine Ode des Leids. Und dennoch erfreuen sie sich daran...

Streiter dienen ihr, sind doch Waffen formgewordener Schmerz, der Kampf einer von tausend Wegen, der Herrin die Treue zu beweisen und gewiss nicht der schlechteste. Grausam wie es ihre Art ist, suchen sie nicht, den Gegner zu töten, sondern ihm Wunden beizubringen, welche möglichst lange verbleiben und möglichst schmerzhaft sind. Kennen die Kunst, hunderte solcher Schnitte und Schläge anzubringen, dabei die Angriffe des anderen abzuwehren, ihn mit ein paar gutgezielten Streichen an der Flucht zu hindern und dort weiterzumachen, wo sie begonnen. Die erbarmungslosesten unter ihnen - meist so besessen der Göttin verfallen, dass nichts anderes mehr in ihrem Geiste Platz hat und sie selber unzählige Spuren zahlloser selbst beigebrachter Wunden und anderer Verletzungen tragen, ein Anblick welcher allein ausreicht, kleine Kinder schreiend zu ihren Eltern fliehen zu lassen - suchen, den besiegten Gegner aufs Möglichste zu entstellen, auf dass sein Anblick ihm und anderen jeden Tag aufs neue Schmerzen bringt, zu verstümmeln, so dass er noch leben kann, doch nicht mehr leben mag1).

Die Gefolgschaft Shelestels teilt sich in drei Strömungen: Die einen welche suchen, so viel Leid und Qual wie möglich über die Welt zu bringen, dann jene welche darin, sich selbst Schmerzen zuzufügen, ihr höchstes Ziel finden, und zuletzt solche, die beides gleichermaßen als Dienst an der Göttin ansehen. Wird die zweite Gruppe auch nur milde belächelt und selten als gefährlich - eher als dem Wahne verfallen und bemitleidenswert - angesehen, so ist doch auch diese eine Gefahr, denn die Lehren Shelestels verbreiten auch sie, und ein sich selbst verstümmelnder Shelestit, welcher fünf neue bekehrt, die ausziehen um den Chor der Opfer zu vergrößern, ist gefährlicher als nur einer allein, so dieser auch kämpfen mag. Doch zu bekehren suchen sie alle und mit widersinnigen Worten und - so heißt es - auch Tränken und Pulvern, welche die Sinne verwirren, wurde schon manch braver Vater dazu gebracht, der Göttin mit der Axt in der Hand in seinem Hause zu huldigen... ausgiebig und sehr, sehr blutig, ehe die Wachen den Unglücksseligen ergreifen und binden konnten. Und die, die dies begannen, zufrieden davongingen, im Wissen, der Peinkönigin einen Dienst erwiesen zu haben, während der aus den finsteren Träumen im Kerker wieder Erwachte sein Entsetzen und Schmerz über die von ihm vollbrachte Untat in die Welt schrie, im Angesichte der nie wieder gutzumachenden Wahrheit seines Schaffens.

Und so lange Sterbliche miteinander im Streite liegen, so lange Mordûls, Falfeehs und Zhestias Macht besteht, so lange wird Dienst an der Blutigen Herrscherin getan, ob im Wissen oder nicht....

Schreine Shelestels

Es wird nur von einem Schrein erzählt:

  • Der Schrein soll im Bund auf einer Halbinsel liegen, die von Ettins bewohnt sind. Im Süden dieser Halbinsel soll es eine Höhle geben, wo der Schrein zu finden ist...

Anmerkungen

1)Auch dies ist keinerlei Lizenz dazu, andere Charaktere gegen den Willen ihres Spielers zu verstümmeln, oder ähnliche dauerhaft beigebrachte Schäden per Emote zu verursachen, sondern eine der Atmosphäre dienende RP-Beschreibung. Vom Spielen eines solcherart übermäßig pervers veranlagten Charakters sollte grundsätzlich Abstand genommen, zumindest jedoch muss dies vorher mit den Seern abgeklärt werden, und absolut kein Charakter darf gegen den ausdrücklich erklärten Willen des Spielers des "Opfers" so etwas erleiden. Bei Zuwiderhandlung ist mit Charakterlöschung und gegebenenfalls mehr zu rechnen.
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