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Die Herrscherin des Königreiches Britain

Königin Josephine von Stolzenforst

Josephine von Stolzenforst wurde als einziges Kind ihrer Eltern Herzog Vincent von Stolzenforst und Sophia von Stolzenforst, geborene Sophia von Herbesthal, geboren. Sophia von Herbesthal war die Tochter von Graf Rodrigo von Herbesthal. Herbesthal ist eine kleine, unbedeutende Grafschaft im Norden Eichensteins, und wird derzeit von Sophias Bruder Armano regiert. Sophias Vater war zur Zeit der Hochzeit einflussreicher Berater zu Hofe in Eichenstein, und verstarb vor einigen Jahren im Alter von über 70 Jahren.

Nach einigen Jahren glücklicher, aber kinderloser Ehe des herzöglichen Paars war der gesamte Hof zu Stolzenforst voller Hoffnung, als Sophia in andere Umstände kam. Sophia von Stolzenforst brachte eine gesunde Tochter, Josephine, zur Welt, starb jedoch während der Geburt, allen Bemühungen hoher Priester zum Trotze, und konnte auch nicht wieder ins Leben zurück gerufen werden. Diese Katastrophe beeinflusste für viele Jahre das Leben am Hofe zu Stolzenforst.

Josephine wuchs als behütete Tochter aus bestem Hause auf, jedoch war ihre Kindheit immer vom Tode ihrer Mutter überschattet, die sie selbst nie kannte.

Sie lernte Sprachen und die Beschäftigungen der Hofdamen wie Musizieren, Malen und Nähen. Auf Bestehen ihres Vaters lernte sie auch sehr gut Lesen und Schreiben und erhielt etwas mehr an Bildung, als üblich. Auf eine Rolle als Herrscherin wurde sie jedoch nicht vorbereitet. Ihren Vater liebte Josephine sehr, fand jedoch nie zu einer Beziehung mit ihm, da er ihr gegenüber meist distanziert war. Es besteht kein Zweifel, dass Vincent von Stolzenforst seine Tochter liebte und achtete, aber er konnte sichtlich nie etwas mit ihr anfangen.

Als Aristhohn von Schwalbenhain, der Herrscher von Britain, eine Heirat Josephines mit seinem Sohn Erend erzwingen wollte, wurde Josephine in die Stadt des Mondes gesendet, zu ihrem Schutz. Um ihre Meinung wurde sie jedoch nie gefragt. Die Zeit in der Stadt des Mondes war für sie eine völlig neue und teilweise erschreckende Erfahrung, die sie aber gereift hat, und ihr obendrein die Möglichkeit gab, dem Umgang mit leichten Waffen zu erlernen.

Der unerwartete Tod ihres Vaters trifft Josephine relativ hart. Für das Regieren eines Landes ist sie eigentlich zu jung und zu unerfahren, außerdem fehlt es ihr an Ausbildung. Durch ihre Kindheit, die fast elternlos verlief, fehlt es ihr an Menschenkenntnis und der Fähigkeit zum Beziehungsaufbau, und nur ihr Eigensinn und ihre Intelligenz bewahren sie vor allzu schweren Fehlern. Ihre Beobachtungsgabe hilft ihr, Fallen zu erkennen, jedoch fehlt es ihr an Erfahrung.

Überwältigt vom Umfang der Aufgaben, von den Menschen, die sie in der Hoffnung auf Eigennutzen mit Wünschen und Vorschlägen bedrängen und vom höfischen Leben ganz allgemein zieht sie sich derzeit zurück und versucht, Berater zu finden, denen sie trauen kann, bisher jedoch ohne großen Erfolg. Dass Fürst Asthor von Felsenbach praktisch die Regentschaft an sich gezogen hat, bemerkt sie, kann jedoch wenig dagegen tun, und ist sich auch nicht sicher, ob sie dagegen auftreten sollte. Sie weiß, dass sie Fürst Asthor braucht.

Die Probleme des Landes nach dem fruchtlosen Krieg gegen Eichenstein bedrücken sie, sie hat jedoch zuwenig Erfahrung um konkrete Strategien zu entwerfen und durchzusetzen.

Um ihren Vater trauert Josephine weit mehr, als sie es sich anmerken lässt, da sie ihn immer sehr liebte, obwohl er so distanziert war. Sein Testament hat sie sorgfältig aufbewahrt, nicht nur wegen seiner rechtlichen Bedeutung, sondern auch als Erinnerung. Trotz aller Widrigkeiten ist Josephine fest entschlossen, ihre Aufgabe als Herrscherin von Stolzenforst zu erfüllen.

Dem letzten Willen ihres Hohen Vaters folgend, nachdem Josephine spätestens zu ihrem einundzwanzigsten Geburtstag vermählt sein sollte, wählte sich die junge Herzogin den Prinzen von Occlo zum Gemahl, der sich im Turnier auf der Ebene von Asusa besonders hervorgetan hatte.

Zur großen Freude des Landes schenkte die Herzogin ihrem Prinzen bereits ein Jahr nach der Hochzeit zwei Kinder - die Zwillinge Kronprinz Vincent und Prinzessin Lynette von Stolzenforst.

Nach Jahren des Zwistes zwischen den Herzogtümern und der erneuten Bedrohung durch die erstarkten Orken, wurde in einem Herzogskonvent Josephine von Stolzenforst zur Königin der vereinten Herzogtümer ernannt. Doch nicht alle teilten die damit verbundene Freude.

König Alitihad Al-Shahar

Geheimnisvoll ist er, der dunkle Prinz von Occlo. Man munkelt, dass politische Entscheidungen die Wahl der Herzogin für diesen Mann beeinflussten, doch die meisten Stolzenforster glauben an die große Liebe ihrer Herrscherin. Der meiste Argwohn, der dem neuen Protektor von Stolzenforst entgegen gebracht wird, beruht auf dessen taresischer Herkunft. Als Herrscher einer Insel, auf der Sklaverei ebenso selbstverständlich angesehen wird, wie die Vormachtstellung des Mannes gegenüber der Frau ist es für viele Stolzenforster ein wenig befremdlich einen solchen Mann an der Seite ihrer jungen Herrscherin zu wissen.

Über den Prinzen selbst ist nur wenig bekannt. Die Insel Occlo, über die er herrscht, war bis vor kurzem ein Kriegsgebiet. Das Herzogtum Eichenstein verzichtet bis zum heutigen Tage nicht auf seine Besitzansprüche auf die Insel, welche offiziell zu Taresien gehört, aber früher einmal unter eichensteiner Kolonialherrschaft stand. So kämpften die Occloer unter Führung ihres Prinzen viele Jahre lang um ihre Unabhängigkeit und gegen die Besatzer aus Eichenstein, die immer wieder versuchten, die Insel zurückzuerobern. Schlussendlich konnten die Eichensteiner von Occlo vertrieben werden...

Trotz seiner Ehe mit der Herzogin und ihren beiden gemeinsamen Kindern, hält sich Prinz Alitihad nur selten in Stolzenforst auf. Ein Umstand, der für viele Stolzenforster unverständlich ist und den Prinzen umso geheimnisvoller erscheinen lässt.

Herzog Lodrin von Giesenhorn

Lodrin wurde als einziger Sohn eines tarisischen Händlers namens Jarbanum Gerinbann und dessen Frau Kassandra Gerinbann geboren. Sein Vater Jarbanum Gerinbann war ein einflussreicher Mann aus Tarisien und besaß viele Reichtümer, die er in all seinen Reisen auf Nujel'm und in den Umlanden gehandelt hatte. Lodrins Mutter, eine edle Dame des Landes Britains, starb noch am Kindsbett bei seiner Geburt. Lodrin musste schon als Kind lernen auf eigenen Beinen zu stehen, da sein Vater viel auf Reisen gewesen ist. Eines Tages jedoch, als Lodrin alt genug war, wollte ihn sein Vater mit auf Reisen nehmen und ihn zum Händler ausbilden, auf das er in seines Vaters Fussstapfen treten sollte.
Doch Lodrin hatte schon sehr früh erkannt, dass ihm das Handelsgewerbe nicht lag und so beschloss er, gegen des Willens seines Vaters, im Alter von 16 Lenzen einen anderen Weg einzuschlagen. So verlies er sein Elternhaus in Britain, um am Hofe Britains sein Glück zu versuchen. Er bekam eine Stelle als Stalljunge und durfte den königlichen Hufschmieden hier und da zur Hand gehen, wenn diese die Rösser der edlen Ritter am Hofe mit neuen Hufeisen beschlugen.
Und so geschah es, dass der Triat Rabalin Torenstein auf den jungen Lodrin aufmerksam wurde und ihn kurzerhand zum Knappen nahm. Lodrin lernte viel von seinem Lehrmeister und zog mit ihm durch so einige Schlachten und Kämpfe. Es geschah an einem dunklen Tage zu Zeiten Lluds, als Lodrin seinen Mentor und Förderer verlor und dieser in einer gewaltigen Schlacht gegen die Übermacht des dunklen Seemeisters verstarb. Lodrin, mittlerweile zu einem stattlichen Mann herangewachsen, kämpfte tapfer bis zum bitteren Ende und wich keinen Meter von Rabalin Torensteins leblosen Körper, bis nicht der letzte Feind danieder gestreckt war.

Sein Mut blieb natürlich nicht unentdeckt, worauf ihn die Herzogin von Britain in den Stand eines Ritters erhob. Und so kämpfte Lodrin viele Schlachten für Britain und war lange Zeit Mitglied der Garde, welche den Bund der freien Lande einst besetzte.
Viele Jahre vergingen und eine junge Königin Josephine von Stolzenforst wurde auf den mittlerweile stattlichen Ritter aufmerksam. Ihr gefiel seine Art der Direktheit, da er sie an ihren Vater Vincent von Stolzenforst erinnerte. Mochte da mehr sein, als nur eine Gunst der Königin, man munkelte schon einer Liebelei, denn schon bald wurde er kurzerhand vom mittlerweile Eidesritter, zum Triaten Lodrin Gerinbann erhoben und diente seiner Königin in allen Regeln der Kriegskunst.
Wieder vergingen einige Jahre, in der die Königin mit Schrecken auf ihr geliebtes Stolzenforst blickte und erkannte, dass ihr einst eingesetzter Verweser Asthor von Felsenbach nicht das erfüllte, was er versprach. Das Volk in Stolzenforst war unzufrieden und die Ritterschaft, samt des restlichen Niederadels verließ das Land. Nur eine Hand aufrechter Edelsleute hielten dem Land Stolzenforst, nicht aber dem eingesetzten Herzog Asthor von Felsenbach, die Treue, zu Ehren ihrer Majestät Josephine von Stolzenforst.
Und so kam es, dass die Königin kurzerhand beschloß Asthor in den Ruhestand zu versetzen, um einen jungen und dynamischen Herrscher in Stolzenforst einzusetzen, der wie sie und ihr verstorbener Vater gebührend das Land Stolzenforst zu regieren vermochte. Wer kam da besser in Frage, als Triat Lodrin Gerinbaum, dachte sich die Königin. Jedoch hatte sie eine Hürde zu nehmen, Lodrin war nicht von adligem Geschlecht und konnte damit nicht als Herzog eingesetzt werden. Somit bemächtigte sich Josephine einer alten Tradition Britains, dass, wenn jemand aus keiner blaublütigen Adelsreihe entsprang, man dies durch eine Hochzeit mit einem Solchen und dem Segen der Königin umgehen konnte.
Gräfin Viktoria - Isabelle von Giesenhorn war hier die richtige Kandidatin für dieses Unterfangen. Nein, sie war keine Schönheit, eher der Durchschnitt an Anmut, aber sie erfüllte ihren Zweck, da sie aus einer alten Ahnenreihe von Grafen und Gräfinnen stammte. Zunächst war Lodrin nicht begeistert, man sagte sogar er solle sich förmlich erschrocken haben, als er Viktoria das erste Mal erblickte. Jedoch fügte er sich dem Willen ihrer Majestät und heiratete Viktoria - Isabelle von Giesenhorn, nahm ihren Titel und ihren Namen an und fortan stand der Berufung zum Herzog vom Stolzenforst nichts mehr im Wege.

Schon bald reiste Lodrin nach Stolzenforst, um sein Amt als neuer Herzog anzutreten. Viel an Hoffnung setzt die Königin in ihn, auf dass er das Volk und das Land wieder dahin geleiten möge, wie es ihr Vater einst tat und wofür dieser gestorben ist....

Herzog Vincent von Stolzenforst (verstorben)

Vincent wurde als zweiter Sohn von Bernhardt und Jolande von Stolzenforst geboren. Traditionsgemäß wurde der Erstgeborene, Emanuel, auf das Erbe derer von Stolzenforst vorbereitet, während der zwei Jahre jüngere Vincent auf den Dienst in der Garde des Lehnsherren derer von Stolzenforst, des Königs,hin erzogen wurde.

Emanuel erlernte in seiner Kindheit und Jugend die Kunst der Diplomatie und der höfischen Umgangsformen; Vincent jedoch zeigte schon bald beachtliches Talent im Umgang mit dem Schwerte, welches auch konsequent gefördert wurde.

Während Emanuel in den Ballsälen des Herzogtums eine Beschäftigung fand, sah man Vincent mehr und mehr auf Fechtböden, in den Quartieren der Wachen zu Vesper und auf Turnieren, auf denen er durch seine kompromisslose Kampfesweise auffiel.

Durch den Umgang, den er pflegte, geriet er des Öfteren mit Emanuel von Stolzenforst in Disput, da dieser ihn ob Vincents rauherer Art oftmals hänselte.

Eines Tages, auf einer Fuchsjagd der Edlen des Landes, stürzte Emanuels Pferd an einem Hindernis schwer. Herbeieilende Helfer konnten nur noch den Tod des Thronfolgers feststellen.

In den Tagen nach dem Unfall sah man Vincent nur noch besessener trainieren. Er lud regelmässig die größten Kämpfer des Landes ein und ruhte nicht eher, bis er jeden einzelnen von ihnen in der Arena geschlagen hatte. Obwohl seine Eltern verzweifelt versuchten, ihn auf die nun wichtige Aufgabe seines Erbes vorzubereiten, verschmähte Vincent das höfische Gebaren als eitel und verlogen. Auch in den folgenden Jahren änderte sich dieses nicht, obwohl Jolande von Stolzenforst Vincent selbst auf dem Sterbebett bat, im Interesse des Landes ein wenig Diplomatie walten zu lassen.

Als Bernhardt von Stolzenforst verstarb, änderte sich an seiner Haltung nichts. Stattdessen übertrug er die Verwaltung der Gemarkungen Minoc, Cove und Vesper an den dortigen Adel.

Obschon er selten in den Städten zu sehen war, war Herzog Vincent von Stolzenforst sich dennoch seiner Verantwortung bewusst. Wenn die Lage ein entschlossenes Handeln erforderte, zögerte er nicht seine Garde in die Waagschale zu werfen, um notfalls Recht und Gesetz mit der für ihn einzig ehrenvollen Weise durchzusetzen: Mit der Waffe in der Hand.

Herzog Vincent verstarb auf tragische Weise, bei dem diplomatischen Versuch einen Krieg zwischen Taresien und Eichenstein zu verhindern. In seinem Nachlass ernannte Vincent seine Tochter Josephine von Stolzenforst zu seiner Nachfolgerin.

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