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<title>Kriegertagebuch von Gijs Thijs</title>
<description>Wie ich hier her kam

Geboren wurde ich als Gijs Thijs an einem Tag des Donners Anfang des ersten Monats. Es war ein sehr kalter Tag. Mein Vater Thijs Gijs und meine Mutter Thijkle Gijsma waren besorgt, denn sie hatten wenig zum feuern und ich fror schrecklich. Aber ich schaffte es. Nach mir kamen noch drei Schwestern. Und bei der letzten Geburt ist Mutter zu den Göttern gegangen. Danach war es schwer für meine Geschwister und mich, denn mein Vater und meine Mutter haben sich wirklich geliebt. Er ist Schmied. Kein ausgezeichneter, aber er weiß bei den meisten Dingen genau was er tut. Die Schmiede, wir Kinder...ohne meine Mutter konnte er es nicht aushalten. Er verfiel dem Suff und so mancher Hure. Mit 12 Jahren habe ich mich dann vom Hof gemacht. Hier blieb mir nichts mehr. Doch meine Schwestern habe ich nur ungern zurückgelassen. Mögen die Götter ihnen gutmütig gegenüber sein.
Also musste ich mir einen Beruf suchen und einen Meister. Mutter hatte immer gehofft, dass mit meinem Körper auch meine Fähigkeit zu denken wachsen würde. Dem war nicht so. Und so hat es gedauert bis ich einen Meister fand. In unserer Familie sind alle stets entweder Fischer, Segelmacher oder Schmiede geworden. Wasser steht mir allerdings nicht so gut, als das ich es oft hätte um mich haben wollen und so wurde ich wie mein Vater Schmied.
Ich lernte langsam und schlecht, aber hatte ich was verstanden, habe ich es nie mehr vergessen. Und da ich Vater oft helfen musste, konnte ich auch schon ein bisschen. Aber es machte mir keine Freude und so wurde ich kein guter Schmied. Viel lieber habe ich mit den fertigen Waffen gekämpft oder besser gesagt gespielt. Hat mich der Meister erwischt, gab&amp;#039;s Dresche. Zu den Kunden meines Meisters gehörte auch die Garde des ansässigen Patriziers. Ihr Hauptmann kam oft zu uns um meinem Meister zu erzählen, ob die Waffen gut gehen. Eines Tages hat er mich unbemerkt beobachtet und wie es scheint, habe ich ihm Grund gegeben mit meinem Meister über mich zu sprechen. Es schien ihm nicht zu passen was gesprochen wurde, denn es gab Dresche für drei. Aber eine Woche später kann der Hauptmann wieder und nahm mich mit. Ab jetzt sollte ich Teil der Garde werden. Er lehrte mich wie ich mich bewegen muss, hat aber nicht damit gerechnet, dass ich nicht der hellste bin. Ob er seine Entscheidung bereute, weiß ich bis heute nicht. Ich weiß ja nicht einmal, ob ich bereue was dann geschah.
Eines Tages sollte ich einem Diener helfen schwere Möbel von einem Gemach in ein anderes zu tragen. Er war sehr nett und sagte mir immer tolle Sachen. Die Plackerei dauerte bis in die Nacht. Als wir endlich zur Ruhe kamen, gab er mir Wein zu trinken, den er sich heimlich abzweigte. Und der Wein berauschte mich sehr, war es doch das erste mal, dass ich Wein trank. Das bemerkte auch der Diener und kam mir nahe. Er berührte mich und wir rieben uns an einander. Ob es verboten war oder nicht interessierte mich bis dahin nicht. Für den Moment war es gut. Aber nicht am nächsten Morgen. Jemand hatte uns gesehen und verraten. Der Schlag des Hauptmanns brach mir die Nase. Merkwürdiger Weise sah sie danach besser aus als vorher. Mit diesem Abschiedsgeschenk wurde ich ohne weitere Umschweife, aber auch ohne weitere Schläge, vom Hof gejagt.
Wo ich hin sollte wusste ich nicht. Wo ich hinwollte genau so wenig. Also striff ich von Dorf zu Dorf auf der Suche nach Arbeit um nicht zu verhungern. Ich sah schreckliche Dinge, denn auch wenn ich grob erscheinen mag, so bin ich gerechter und gutmütiger Mann. Arme wurden von weniger Armen bestohlen und übers Ohr gehauen. So geht es immer weiter, bis man ganz oben ankommt. Zu Menschen die arme Menschen nicht mal mehr als Menschen verstehen. Dabei gibt es doch so viele schreckliche und abscheuliche Kreaturen in dieser Welt. Trolle, Oger, Harpyen...alle samt sind sie die wahre Gefahr. Anstatt das Menschen sich wegen Gold und Ruhm und falschem Ansehen bekämpfen, sollten wir diese Welt von diesen Kreaturen befreien. Als ich eines Tages, vollkommen entkräftet kurz vor Cove war stolperte ich schmerzhaft. Doch bevor ich begriff, fasste mich eine Hand am Arm und zog mich wieder auf die Füße. Ich war vollkommen verdutzt, denn ich habe niemanden gesehen. Neben mir stand ein Pferd...und was für eins! Und darauf saß ein echter Ritter!!! Wie oft Aurelia Salomin gefragt hat, ob ich in Ordnung sei, weiß ich nicht, denn ich war völlig erstarrt. Aber irgendwann löste ich mich und konnte ihr antworten. Sie sagte ich sähe elend aus und das sie mich nicht allein weiter laufen lassen würde. So nahm mich Aurelia mit in ihr heim, wo ich bis zum heutigen Tage wohnen darf. Als ich mich erholt hatte, hatte ich genug Zeit zum nachdenken gehabt. Die Ereigenisse meines Lebens, die Ungerechtigkeit die mir sooft begegnete - ab jetzt wollte ich tun was nötig war um Ritter zu werden. Ich möchte die Schwachen und Armen schützen und Gerechtigkeit zurück bringen.</description><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80272#msg-80272</link><lastBuildDate>Wed, 17 Jun 2026 03:01:53 +0200</lastBuildDate>
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<title>Eine Frage der Ehre</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,81080#msg-81080</link><description><![CDATA[<span style="color:#006600">Es war nun schon einige Zeit her, dass Argon Morigoh und Zywarius uns Filirin Asoma vor den Toren Coves aushändigten. Der arme war gepeinigt und geschunden worden und bot keinen erbaulichen Anblick. Miranda kümmert sich dann auch sogleich um ihn und versorgte ihm Körper und Seele. Darauf ließen es die beiden Anhänger des Mordul es aber nicht beruhen und provozierten die Anwesenden. Besonders auf mich hagelten Schmähungen und Beleidigungen ein. Ich entschied mich damals nicht darauf einzugehen, da mir der Schutz der Gruppe wichtiger erschien. Aber war es das was mich dazu bewog oder war es angst?<br />Darüber konnte ich in den anschließenden Tagen nachdenken, und wie. Eine allgemeine Unzufriedenheit ergriff mich. Dazu gesellten sich noch Unruhe und Appetitlosigkeit. So schlief ich schlecht, aß wenig und war verhalten mürrisch. Ich musste an meinen Vater denken. Wie lange habe ich schon nicht mehr an ihn gedacht? Dies zu beantworten bot eine willkommene Ablenkung, wenn auch nur kurz. Meine Stimmung hellte dies jedoch auch nicht auf. Hätte mein Vater sich das bieten lassen? Die Antwort ergab sich schnell und glasklar: Nein. Er wäre auf den Rüpel mit dem unflätigen Wortschatz losgegangen und hätte ihm dabei geholfen eine Menge davon zu vergessen. „So ist er!“, dachte ich mit etwas Wehmut. Ob er noch lebt oder sich schon unter Tisch und Erde gesoffen hatte? Eins war klar, ich bin nicht mein Vater und ich habe viele Dinge gelernt die mir ein anderes Verständnis von Situationen ermöglichen. Doch letztlich gab es für meine Frage, ob ich Angst hatte oder taktisch vorging nur eine Antwort. Ich hatte auch Angst und ich musste mich ihr stellen. Das böse in Person von Argon Morigoh hatte zu viel Macht über mich.<br />So fasste ich den Beschluss, dass ich mich ihm im Duell stellen würde. Soll er Gift benutzen, sich mit ominösen Tränken besaufen oder sonst eine Teufelei ausdenken, aber bevor ich meine Prüfung zum Ritter antreten würde, musste ich diese Angst überwinden und mir allein dadurch meine Ehre wieder zurückerobern. Und wenn es mein Leben kostet, so würde ich mit Ehre im Herzen sterben. Ein Leben ohne Ehre, lässt sich für mich nur im Schatten und mit gebeugter Haltung führen. Ich werde ein Ritter sein und meine Ehre wird mir halt geben und Ratgeber sein. So schrieb ich einen Brief und forderte Argon zum Duell. Ich für meinen Teil beabsichtigte weder Trank noch Begleitung mitzunehmen. Und so schrieb ich dies in einigen knappen Zeilen nieder. Während ich schrieb wurde es mir nochmals klar, dass es mir kaum um einen Sieg ging, sondern nur den Makel der Angst von meiner Ehre zu entfernen.<br />Nachdem ich den Brief zu Ende geschrieben und zur Poststelle gebracht habe, bekam ich unerwartet schnell eine Antwort. Nun waren Tag und Zeit bekannt. Am Tag des Mondes in der letzten Woche des vierten Monats würden wir uns duellieren. Die Zeit bis dahin verbrachte ich damit meine Kampffertigkeiten weiter zu trainieren. Stunde um Stunde säuberte ich Friedhöfe oder dezimierte die Trolle. Schließlich war der Tag gekommen.<br /><br />Ich erwartete keinen Austausch von Freundlichkeiten. Doch zu meinem Erstaunen war es auch kein weiteres Beispiel schlechter Kinderstube. Die Atmosphäre war kühl, aber von dem Respekt gekürt, den zwei Krieger sich entgegenbringen können, auch wenn sie sich in fast allem unterscheiden. Aber waren wir so verschieden? Trinken und essen musste auch er. Und naja, auch er musste wohl mal Austreten. Doch mein Erstaunen wurde zu einer freudigen Überraschung, als er anfing mit mir den Rahmen für unser Duell zu besprechen. Auf Gift würde er verzichten, auf den Gebrauch von Tränken und bemerkte sogar noch, dass er Fähigkeiten erlangt hatte, die nur ein Paladin einsetzen konnte und dass es wohl eine deutliche Verzerrung des Kampfes wäre, wenn er sie gegen mich einsetzen würde. Kurz fehlten mir die Worte und ich dachte mir, dass er vielleicht doch nicht ganz und gar verdorben sei. Als ich ihn herausforderte wusste ich, dass er stärker ist als ich und das es gewaltigen Glücks bedurfte zu gewinnen. Und so wiegelte ich ab, als er darauf anspielte diese Fähigkeiten nicht einzusetzen. Er hatte sie sich wie auch immer verdient und es kam für mich nicht in Frage. Aber was war das für ein Mann der vor mir stand? War er vollends verdorben oder gab es doch noch etwas Lichtes in ihm? Oder war das nur eine Finte um meinen Kampfgeist zu besänftigen? Ich beschloss, mich auf mich zu konzentrieren, auf meine Anliegen. Und dort fand ich sie wieder, die Angst die leise ihre Melodie trällerte und versuchte mich einzulullen. Doch zu spät! Hier war ich und mein Entschluss stand fest, wie der Weltenbaum. Nichts hätte mich davon abbringen können. Es war geklärt was zu klären war und so brachten wir uns mit verbalem Geplänkel noch etwas in Stimmung.<br />Der Kampf verlief dann relativ unspektakulär und wurde tatsächlich fair geführt. Argon Morigoh war stärker als ich vermutet hatte. Obwohl ich defensiv gekämpft habe, hat er mir gleich zu Beginn zwei empfindliche Treffer mitgegeben. So setzte ich alles auf eine Karte und änderte meine Strategie. Auch wenn es nicht primär wichtig war, ob ich gewänne, so würde ich mein Bestes geben und es ihm nicht leicht machen. Mit etwas weniger Vorsicht gelangen mir auch einige Treffer die ihm klar machten, dass hier ein künftiger Ritter kämpft. Doch mein Strategiewechsel kam zu spät und ich konnte seine mir zugefügten Treffer eingangs nicht mehr aufholen. Zusehens verließen mich nach und nach meine Kräfte und ich spürte wie ich langsam und ungenau wurde. Da hörte ich sie wieder trällern, die Angst. War mein Entschluss richtig? Mit einem wuchtigen Hieb beantwortete ich diese Frage. Ich stellte mir meine Angst vor, sah Argon wie er bereits siegessicher grinste unter seiner hässlichen Maske. Der Hieb traf nicht nur Argon – das Grinsen verschwand augenblicklich, sondern zerschmetterte auch noch die wenige Angst die mir noch innewohnte. Befreit und mit Freude im Gesicht, trat ich nun meinem Gegner gegenüber. Es stellte sich heraus, dass die Momente in denen ich so kämpfen konnte für dieses Mal schnell vorbei sein sollten. Zwei wütende Attacken später umwitterte mich ein Grau, dass zügig zu Dunkelheit wurde. Noch während ich zu Boden fiel hörte ein triumphierendes Lachen, bevor sich auch meine Ohren der Ohnmacht beugten.<br />Agharam meinte es gut mit mir, denn ich erwachte. Nicht ohne Schmerzen die mich nochmals kurz in einen Totalausfall brachten, aber schließlich erwachte ich endgültig. Als ich Orientierung fand, blutigen Schleim zur Seite ausspuckte und mir die Augen von blutiger Kruste gereinigt hatte, suchte ich die Umgebung ab. Ich wähnte mich kurz allein, doch unweit von mir stand er…Morigoh. Außer Stande zu kämpfen suchte ich instinktiv nach meinem Schwert. Ein abfälliges Lachen erschütterte mich. „Versuch es gar nicht erst Junge! Der Kampf ist vorbei, du hast verloren. Ich bin nicht geblieben um weiterzukämpfen, sondern weil du eine Botschaft überbringen wirst!“ Ich ließ meinen Kopf wieder zu Boden sinken. Seine Worte dröhnten in meinem Kopf, sowieso alles dröhnte! Und was war da an meinem Kopf? Etwas zerrte an meiner Kettenhaube. Ich tastete danach und fühlte eine Katze??? Der Schreck gab mir einen Ruck und ich setzte mich unter Schmerzen auf. Was ich sah war keine Katze, sondern ein ausgewachsener schwarzer Panther!!! Wieder schnappte er nach meiner Kettenhaube und zerrte daran. Auch Argon war das Tier aufgefallen, er wäre blind gewesen, wenn nicht. Ich vertrieb den Panther und versuchte auf die Beine zu kommen, bevor er es wieder versuchen würde. Auf gestützt auf meine Knie spuckte ich erneut einen Klumpen Blutschleim aus. Meine Rippen schmerzten, ich würde einige Tage brauchen um wieder zu gesunden. Dem Panther war es nun nicht mehr geheuer und er suchte das Weite. Ich schaute ihm nach, da brach Morigoh die kurze Stille. „Bevor ich dir meine Botschaft mit auf den Weg gebe, beantworte mir eine andere Frage. Was hat es mit diesen Ratten auf sich, die die Menschen krankmachen? Bedenke, es geht hier nicht um meinen Vorteil. Denke an die unschuldigen Menschen in der Rast!“ Pah, dachte ich mir. Unschuldig? Warum bleiben sie dann vor Ort und unterstützen so indirekt die Kultisten? Und warum kümmert es ihn überhaupt? Warum die Sorge? Verlust von Menschenopfern? Die Frage erstaunte mich und wieder drängte sich der Gedanke auf, dass er vielleicht doch nicht bis ins Mark verdorben sein könnte. Ich empfahl ihm Rat bei Hochwürden Eichwald zu suchen. Den Menschen in der Rast würde sie helfen, da war ich mir sicher. Und vermutlich würde sie auch besser als ich zum damaligen Zeitpunkt einschätzen können, ob er was im Schilde führt. Plötzlich hörte ich ein Rauschen, als wenn Blätter im Wind tanzen…doch es blieb kein Rauschen, denn nach und nach formten sich Worte daraus, die ich nicht verstand, denn sie wurden in einer fremden Sprache gesprochen. Ich sah Morigoh an. Hatte er diese Worte gesprochen? „Wie bitte? Was habt ihr gesagt?“ Er sah mich an, als ob mich der Wahnsinn gepackt hat und lachte. „Ich habe nichts gesagt.“ Was war das, wer hat gesprochen und was wurde gesprochen?<br />Bevor ich weiter darüber nachdenken konnte, sah ich eine Person aus der Ferne auf uns zu kommen. Sie näherte sich langsam aber steten Schrittes. Auch Argon bemerkte sie und lächelte. „Ah…gut, gut. Es wird Zeit für die Botschaft!“ Wieder suchte ich den Griff meines Schwertes und wieder wurde mir versichert, dass der Kampf für heute vorbei sei. Die Person die nun bei uns angekommen war, war kein anderer als Zywarius. Sie blickten sich kurz an und grinsten so finster, dass mir kalt ums Herz wurde. Und das nicht zu unrecht wie sich sodann zeigen würde.<br />Argon Morigoh begann: „Die Botschaft die du überbringen wirst, gilt eurem gebrochenen &quot;Paladin&quot; Filirin Asoma.“, sagte er fies grinsend. „Was ist mit ihm?“, fragte ich kühl. „Falls ihr den Dämon noch nicht entdeckt haben solltet, selbst wenn ihr ihn gebannt habt, er hat die Seele eures teuren Paladins berührt. Es war nämlich ein besonderer Dämon. Sollte Filirin Asoma einen Diener Mordul’s töten, so wird seine Seele gemeinsam mit der des getöteten ins Chaos gestürzt.“ Ich sah ihn fassungslos an, nicht in der Lage Worte zu finden die diese Abartigkeit beschreiben konnten. Meine Fassungslosigkeit belustigte ihn dermaßen, dass er höhnisch lachte. „Mordulbrut!“, schrie ich jetzt entsetzt. Sogleich funkelten seine Augen rot auf und er griff nach seinem Schwert. Mir war es vollkommen egal, ob ich sterben würde oder nicht, denn ich war blind vor Wut. Dieser Halunke kannte keine Grenzen. Ich war nach wie vor entsetzt und würde es auch noch lange bleiben.<br />Sein Gemüt beruhigte sich schnell wieder und wir kämpften an diesem Abend kein weiteres Mal, wussten aber beide, dass es nicht das letzte Mal gewesen sein würde.<br /><br />Auch wenn mir dieses Duell sehr wichtig war und ich mich so von einigem freimachen konnte, so lastete nun etwas Anderes, etwas das noch schwerer war auf mir. Die Botschaft die ich gezwungener Weise bekam und überbringen sollte, war so abgrundtief boshaft, dass ich es kaum ertrug! Bei Agharam was sollte ich jetzt bloß tun?<br />Während ich auf dem Weg zurück nach Cove war, kam mir der Gedanke, dass Hochwürden Xaeron sicher Rat wüsste. Und auf meinem Weg nach Cove musste ich eh am Haus des Ordens des Agharam vorbei. Leider war Hochwürden nicht anwesend. Es war keiner anwesend! Ich ging in die kleine Kapelle und dankte Agharam dafür, dass ich nun wenigstens wieder reiner Ehre war und bat um Führung im Falle der Botschaft.<br />Doch der Schock saß. Ich musste immer wieder an Filirin denken, wie er zuerst gefoltert und heimgesucht wurde. Und gerade wieder auf dem Damm, sollte er nun den nächsten Schlag versetzt bekommen. Und als wenn das alles noch nicht reichen würde, traf ich ihn als ich gerade durch das Stadttor geritten bin. Er grüßte freundlich und ich, ich hatte augenblicklich einen so großen Kloß im Hals, dass ich hätte brechen können. Seinem Blick hielt ich nicht lange stand und auch er merkte bald das etwas nicht stimmt. Leider wusste auch er nicht, wo Hochwürden Xaeron gerade steckte. Doch bevor er weiter fragen konnte, ging wieder das Stadttor auf und Elisabeth, Keath und Hrotgar traten hindurch. Ich war noch nie so glücklich Keath zu sehen, dachte ich im Stillen und dankte dem Himmel. Ich grüßte knapp und stahl mich davon. Daheim wusch ich mich erstmal und kehrte dann bei Ulfan ein. Zwei Flaschen Schnaps müssten reichen dachte ich mir um die Last für ein paar Stunden zu lindern, aber ich kam mir einfach nur einsam, verlassen und traurig vor. „Wie mein Vater!“, dachte ich und erschrak bei dem Gedanken. Sofort schob ich die Flasche weg. Doch ich hatte schon mächtig einen sitzen. Ich stand auf, schwankte, fand aber genug stand um den ersten Schritt zu tun. Die andere Flasche Schnaps nahm ich dennoch mit, bezahlt ist schließlich bezahlt.<br /></span>]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sat, 08 May 2021 19:48:41 +0200</pubDate></item>
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<title>Ein Tag wie ein Freund</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,81075#msg-81075</link><description><![CDATA[<span style="color:#006600">Tag des Mondes, in der zweiten Woche des vierten Mondes: Wenn es so richtig üble Tage gibt, dann gibt es auch das genaue Gegenteil davon. Meist merkt man es schon, sobald der Brägen sich anschmeißt und anfängt für den Rest des Tages Gedanken zu produzieren. Und heute war so ein Tag, den möchte man sich als Freund behalten.<br />Es ging mit dem Erwachen los, nix zwickte oder zwackte und ich hatte großartig geschlafen. Den Traum den ich zuletzt hatte, nun der war so großartig wie mein…meine Freude als ich das Fenster öffnete. Der Winter war vorüber und das Leben erwachte an den Bäumen, Sträuchern und Gräsern. Im Wechsel von Regen und Sonne gedieh alles und nahm einen Glanz an, der allen Farben zu mehr Sattheit verhalf. Und da dieser Tag ganz besonders toll werden würde, schien, wie sollte es anders sein, heute die Sonne.<br />Ich zog mir etwas an, um die immer noch großartige Blöße zu bedecken und ging in den Garten um mich zu Recken und zu Strecken. Am Stück Wiese vor dem Haus fehlten irgendwie ein paar Blumen. Ich beschloss mich nach dem Frühstück darum zu kümmern und bei Mathea’s Blumenhaus einzukaufen. Zum Frühstück fand ich Allerlei vor. War die Speisekammer in der Zeit die ich nin hier wohnte, je so gut gefüllt gewesen? Ich aß zuerst reichlich Lagerobst, widmete mich dann dem Schinken mit gutem Brot und beschloss das Frühstück mit einem großen Stück Goldenem Vesperer Käse.<br />Gesagt getan, besuchte ich danach Mathea in ihrem Geschäft. Ihre Auswahl war etwas dürftig, aber es war auch gerade erst Frühling geworden. Ich fand dennoch ein paar hübsche Pflanzen und brachte sie sogleich zu Aurelia’s Haus, um dort sehr schnell festzustellen, dass das Stück Wiese kleiner war als ich meinte. So verteilte ich die Blumen so gut es ging und bis auf eine, die ich in Lady Aurelia’s Schlafzimmer gestellt habe, fand ich für alle einen Platz.<br /><br />Und wer Geld ausgiebt, muss sich irgendwann auch darum kümmern, dass Neues hereinkommt. Der Friedhof nahe Cove, erschien mir dafür genau richtig. Es muss lange keiner mehr zum Aufräumen dort gewesen sein. Es wimmelte vor Untoten, aber auch Geistern. Es waren Kreaturen dort, die ich vorher noch nicht dort gesehen habe. Aber sie ließen sich töten und ich vergaß meine Aufregung darüber schnell. Schlag um Schlag sozusagen. Ich musste allerdings Miranda im Auge behalten. Ich traf sie, als ich am Kloster vorbei zum Kontor ritt um noch einen Beutel zu holen. Sie wollte mich unbedingt begleiten, um am lebenden Objekt Heilen üben zu können. Naja, ich mag Miranda. Sie ist nett und sieht auch ganz gut aus. Und als sie mich mit ihren zarten Händen wieder flickte, war mir schon ab und an so, als ob ich in sie hineinfallen würde. Ich bin nicht gut in sowas und habe daher entschieden noch etwas abzuwarten und nicht in sie hineinzufallen. Zumindest wusste ich jetzt, dass sie echt gut riecht. Und mein Geldbeutel war auch wieder gut gefüllt, denn der Friedhof war aufgeräumt. Mein Schwert putzte ich nur kurz bevor ich es wegsteckte und ich begleitete Miranda zurück zum Kloster. Sie erzählte von den Begebenheiten die sie mit den Menschen hier erlebte und ich lauschte aufmerksam. Sie war schon süß! Wenn sie anfing etwas Witziges zu erzählen, bis sie sich immer kurz auf die Lippe, als ob sie sich nix anmerken lassen wollte.<br /><br />Zurück am Haus holte ich die Waffenpflege nach. Viel gab es jedoch nicht pflegen, es war ja auch nur der Friedhof. Mein Brägen legte eine Mittagspause ein und es wurde still im Kopp, sodass ich einschlief. Ich erwachte mit einem kleinen Schreck, denn am Abend wollte ich die Mondschänke der Mondschwestern besuchen. Die Schwesternschaft des Mondes war für mich immer noch geheimnisumwittert. Ja, ich habe ihre Mitglieder vereinzelt mal gesehen, aber eher selten mit ihnen geredet. Und viele von ihnen zusammen zu sehen, die Chance wollte ich nutzen. Chanany war die einzige, mit der ich schon etwas öfter Kontakt hatte. Naja und auch wenn der Tag heute so schön war bisher, die Situation in Cove und Umland ist derzeit nicht die einfachste. Darüber konnte ja vielleicht auch geredet werden.<br /><br />Es kam alles ganz anders… Ich wurde sehr freundlich von Kylia empfangen. Chanany und eine andere Frau waren auch schon da. Das Eis war schnell gebrochen und ich berichtete Chanany über den Angriff der Drachen auf die Rast. Nach und nach kamen immer mehr Menschen dazu. Bald waren Anat, Yrtha, Tharbor, Miranda und Mortisha versammelt. Wir speisten und tranken köstlich. Kylia ließ nix anbrennen uns nach Strich und Faden zu beköstigen. Und dann, für einen Moment Schweigen. Keath kam der Schänke näher und noch bevor ich entscheiden konnte ob ich gleich aufstehen sollte, saß er bereits am Nachbartisch. Da staunte ich nicht schlecht. Auch ihm brachte Kylia die Karte und behandelte ihn nicht minder freundlich als jeden der Anwesenden. Eigentlich ist er ja ganz nett, dachte ich mir während ich beobachtete wie er mit Kylia sprach. Aber warum diese Sperenzchen zwischen durch? War nett sein nicht gut genug für ihn? Dann kam auch noch Walther dazu, der Keath dann an unseren Tisch einlud, aber es sollte mir recht sein, denn ob Freund oder Feind, beides lässt sich aus der Nähe besser im Auge behalten. Und siehe da, keine Sperenzchen, sondern ein ganz normales Gespräch. Kylia und er schienen sich sehr gut zu verstehen, zumindest sprachen sie sehr angeregt miteinander. Die Stimmung war ausgelassen und alles was trüb, grau und bitter war, wich einer sanften und cremigen Süße. Es war schön, mit so vielen Menschen zusammen zu sein und zu lachen. Auch mit Keath.<br /><br />Aber dann wieder ein Schreckmoment. Hartho Olidano taucht auf. Zuerst habe ich ihn gar nicht bemerkt, doch als die Gespräche um mich verstummten und die Blicke auf einer Stelle zu kleben schienen, fand ich schnell den Grund dafür. Er zeigte wenig Geduld zu warten bis er mit dem Pöbeln anfing. Doch schnell zeigte sich, dass er die Rechnung ohne die Schwesternschaft des Mondes gemacht hatte. Wusste er nicht, mit wem er zu tun hatte oder hatte er noch weniger Nadeln an der Tanne als eh schon? Als er uns als Abschaum bezeichnete stand Yrtha ganz schnell auf. Auch Kylia machte sich bereit aufzustehen und das dann fast zeitgleich mit mir. Musste es nun zu dieser Störung kommen? Es war so ein toller Abend bisher und auch wenn nur über Hörensagen, so wusste ich doch das Hartho ein ziemlicher Brocken ist. Doch Yrtha war wie ein Fels und er das zu Gischt zerstäubende Meer. Und wie bei den Kultisten üblich, nutzte er unsere Geduld um seine kruden Aussagen<br />kundzutun. Da trat Yrtha plötzlich vollständig gerüstet vor ihn und forderte ihn auf zu gehen oder sie würde ihn vertreiben. Nicht eine Mine verzog sie, wohin gegen Hartho schon etwas nervös schien. Es kam zum Kampf. Und kaum begonnen fing Kylia an zu pfeifen. Ich kannte die Melodie nicht und fand es irritierend. Waren das geheime Anweisungen, eine Art Geheimsprache oder was hatte es damit auf sich? Der Kampf war äußerst spannend und es stand lange gleich zwischen den beiden. Da wurde Yrtha am Bein getroffen. Ich erschrak und auch die anderen Zuschauer. Lediglich Kylia pfiff leise ihre Melodie weiter. Doch auch Hartho hatte schon gut eingesteckt. Die beiden standen sich keuchend gegenüber, einander fokussierend und abwartend wer eine Gelegenheit böte, zu zu schlagen. Hartho verließ die Geduld und er suchte Yrtha mit einem Treffer seiner Hellebarde zu erledigen. Doch die parierte so hart, dass er seine Waffe bald fallen lassen musste. Sie wich dann auf seine rechte Seite und während Hartho seine Hellebarde nachgriff, lag die rechte Seite seines Rückens offen. Und so nahm sie ihre Kriegsforke und stach zu. Vorbei…Blut und Schleim quollen aus Hartho‘s Mund. Er röchelte noch etwas und fiel dann mit dem Gesicht in den Staub. Der Tyrann war tot, was für ein Kampf. Yrtha humpelte und wurde gleich von Kylia und Anat verarztet. Keath indes, war aufgestanden, hatte sich gerüstet und war zu Hartho geeilt. Er prüfte ob er noch lebte und ein kleines Lächeln umspielte seinen Mund als er einen Puls fand. Hartho schien noch zu leben, gut oder schlecht, wer weiß das schon. Doch wir feierten dennoch Yrtha’s Sieg, hatten wir doch nun wieder Frieden an diesem Ort der Zusammenkunft. Schon kam Marcella mit einem Kleid an um es Hartho überzuziehen. Sie hatte eine ganze Zeit gesucht und schien enttäuscht das der Kampf schon vorbei war. Es war wohl Tradition besiegten Großmäulern ein Kleid überzuziehen. Ich fand das alles sehr witzig, auch weil sie sich so freute. Leider regte sich Hartho just als sie anfing in umzuziehen. Fluchend und Gift und Galle spuckend versuchte er aufzustehen, was ihm dann auch bald gelang. Da kann er noch nicht stehen, aber alles was aus seinem Munde kommt, hätte ich auf jeden Fall keine kleinen Kinder hören lassen. Keath half ihm noch auf und kümmerte sich um ihn, aber auch ihn vergrätzte Hartho schnell. Und so verließ er den Vorplatz der Mondschänke und bleibt hoffentlich für lange Zeit fern. Keath hingegen blieb.<br /><br />Der Kampf war jetzt auf jedenfall das Gesprächsthema, zumal es während des Kampfes noch Neuankömmlinge hergezogen hat. Auch Hochwürden Xaeron war gekommen und Tharbor und Miranda waren auch wieder zurück von den Pferden. Der Stimmung tat das alles keinen Abbruch und so saß man noch lang beisammen und genoss die Ausgelassenheit. Ich verabschiedete mich dann als einer der ersten, ging nach Hause und schlief selig ein.<br /></span>]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Thu, 06 May 2021 19:18:39 +0200</pubDate></item>
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<title>Ritter sein mag mit Kraft und dem Schwert beginnen, aber es wird in Geist und Herzen vollendet</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80912#msg-80912</link><description><![CDATA[<span style="color:#006600">Nun, Zeit ist ein wundersames…sie vergeht rasend, wenn sie bleiben soll und bleibt, wenn sie vergehen soll. In meinem Fall verging sie einfach nur und da ich meistens gut beschäftigt war, hatte ich eh nur sehr wenig Zeit mir darüber Gedanken zu machen. Spezialfähigkeiten hatte ich nun alle erlernt und meine Fähigkeiten waren schon sehr vorangeschritten. Was ich allerdings nach wie vor lernen musste, waren eher Dinge der Gesellschaft. Anreden hochgestellter Personen, verhalten in Gruppen und Vokabular für eine gewählte Ausdrucksweise. Je mehr ich den Menschen hier bekannt wurde, desto mehr erfuhr ich auch über Zwistigkeiten. Mehr als Zwist sind allerdings nach wie vor die Angelegenheiten mit den Kultisten. Ihre Anbetung der Finsternis und ihr Selbstverständnis sind für mich nicht zu begreifen. Wissen sie denn nicht, dass jede Existenz endet, wenn die Finsternis siegt, auch die ihre? Wie sehr muss man sich selbst hassen, um andere so sehr zu hassen, dass man alles und jeden mit in den Strudel des Verderbens und Todes ziehen möchte? Damit das Muttern hier wen nicht oft genug aufm Arm gehalten hat oder genug gefüttert hat als Kind kann ich mir das einfach nicht erklären.<br />Trost und Frieden spendet mir in der Hinsicht nur, dass es wohl so sein muss. Denn nichts kann existieren ohne das die Götter es gewähren lassen. Und wenn sie keinen Krieg gegeneinander führen, warum sollen wir Menschen es tun? Sollen diese Menschen anbeten wen sie wollen…<br />Aber was mich wütend macht, ist, wenn sie so tun als wenn sie nicht schlimm wären oder so tun als wären alle jene, die ans lichte Pantheon glauben, die verdorbenen. Was geht in deren Köpfen denn bitte verquer? Menschen entführen und Foltern, Menschen töten oder opfern…das soll alles nicht schlimm sein? Und diese ständigen Anfeindungen – leben und leben lassen, ist mir ein gutes Credo geworden. Mit diesen Menschen ganz schwer aufrecht zu erhalten.<br />Und klar ist es nicht leicht, den Göttern nachzueifern. Da darf man auch schon mal im eigenen Verhalten danebenliegen. Wir kommen nicht perfekt zur Welt, aber vielleicht verlassen wir sie als bessere Menschen oder sogar perfekt? Naja, ich fange lieber mal mit besser an. Und solange ich nach einem Fehltritt noch lebe, kann‘s nicht so schlimm gewesen sein, sonst hätten mich die Götter von erden getilgt.<br />Und dann sind da ja noch die Anhänger des Paktes. Anfangs war ich überrascht ob ihrer Umgänglichkeit und habe durchaus schöne Momente mit ihnen erleben können. Doch mehr und mehr stellt sich bei mir die Vermutung ein, dass sie ihre Seite gewählt haben, aber sich noch zieren es preiszugeben. Ich dachte stets, dass sie an das glauben, was am meisten Geld bringt. Besonders einem unter ihnen, den ich irgendwie mochte, kann ich das nicht mehr glauben…<br /><br />Eine Begebenheit aus jüngster Zeit hat mich darin sehr bestärkt. Es war am Freijastag in der letzten Woche des dritten Monats, da brachten uns Argon und Zywarius (den Namen erfuhr ich erst später) den geschundenen Körper Filirin’s zurück. Sie hatten ihn entführt und offenbar schrecklich gefoltert. Anat, Miranda, eine geweihte Agharam’s, Tijrik und Chanany waren mit mir kurz vor den Toren Coves, als sie anstolziert kamen. Grinsend blickte mir Argon ins Gesicht und ich wusste, er würde sticheln und provozieren wo er nur konnte. Mir war meine Rolle klar, ich würde Cove und seine Einwohner, Anat und die anderen so gut es geht beschützen. Nach einem kurzen verbalen Geplänkel bat ich die beiden so höflich wie möglich zu gehen.<br />Natürlich ließ sich Argon das nicht bieten und nutze dies aus um mich persönlich zu reizen. Während mir dieser Knochenkopp respektlose und unfreundliche Spitzfindigkeiten entgegenwarf, versuchte ich ganz ruhig zu bleiben. Ich beobachtete aus den Augenwinkeln Anat, Tijrik und die anderen genau – ich wollte sie, komme was wolle, beschützen, durfte aber auch Argon nicht aus den Augen lassen. Meine Anspannung wuchs, auch wenn bisher noch keine Waffen gezogen waren, so konnte es jeden Augenblick geschehen. Und es geschah, er zog sein Schwert und forderte mich zu einem Duell. Ich war vollkommen perplex…ein Duell jetzt? Ich willigte nicht ein. Ich war als Verteidiger meines Heims und meiner Mitmenschen hier, nicht um meine Person unter Beweis zu stellen oder mein Ego aufzupolieren. Natürlich habe ich zugesehen auch mein Schwert in die Hand zu bekommen, Einwilligung oder nicht, Kultisten messe ich nicht genug Ehre bei um sich daran zu halten.<br />Argon redete sich in Rage und seine Beleidigungen wurde immer persönlicher, nicht nur gegen mich, sondern auch gegen Anat und die Anderen. Dieser Mann kannte wirklich kein Benimm. Meine Kiefer schmerzten denn auch bald. Nur die Götter wissen, wo ich der Situation die Gelassenheit hernahm um ruhig zu bleiben. Er wollte mich dazu bewegen, Anat zu bewegen sich nicht in ein Duell einzumischen, wenn wir uns duellierten. Er hatte also noch nicht begriffen, dass ich mich heute nicht duellieren würde, sondern nur verteidigen. Und das Hochwürden Eichwald sich nicht sagen lassen würde, was sie zu tun und zu lassen hat, überstieg seinen Horizont wohl auch.<br />Ich suchte in meinen Augenwinkeln nach Miranda und Filirin. Sie hatte sich seiner sofort angenommen, aber nun sah ich beide nicht mehr. Also waren sie hoffentlich in Sicherheit. Ich freute mich still, da geschah es. Nachdem Argon einen ganzen Schwall Beleidigungen ausgesprochen hatte, platzte ihm der Kragen und er Griff mich an. Die Situation war unübersichtlich und ich konnte es mir nicht erlauben den Blick von meinem Gegner zu nehmen. Er war stark. Einer Attacke konnte ich nicht ausweichen. Ich spürte sofort wie kälte sich aus der Wunde auf den Weg durch meinen Körper machte. Gift…natürlich. Doch mir blieb nichts Andres übrig als weiter zu kämpfen. Das Gift schwächte mich und ich hatte Mühe meine Attacken durchzubringen, da spürte ich, wie sich eine wohlige Aura um mich legte, die Kälte meinen Körper verließ und ich wieder Herr meines Körpers wurde. Ab da ging es richtig zur Sache, aber ging es auch noch um die Sache?<br /><br />Jetzt kämpften auch Anat, Zywarius und Chanany. Lediglich die Agharamitin blickte der Szenerie zu. Argon verlor an Boden und als ihn auch noch ein Pfeil Chanany’s traf begann er zu rasen. In seinem ungezügelten Hass griff er nun Chanany an. Chanany versuchte Deckung zu suchen, doch er folgte ihr. Also folgte auch ich ihm, denn er sollte keinem meiner Mitstreiter um Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit ein Leid antun. Ich schlug auf ihn ein und hoffte er würde so von ihr ablassen, doch sein blinder Hass ließ ihn nicht erkennen, dass ich Treffer um Treffer landete. Schon bald schwanden seine Kräfte und so ergriff er die Flucht. Ich folgte ihm, denn ich hoffte ihn zu verjagen. Trank um Trank schüttete er in sich hinein, floh wieder ein Stück und besoff sich weiter an dem was im Finsteren zusammengebraut wurde. Wir waren schon ein gutes Stück vom Tor Cove’s entfernt, da ging er, wieder erstarkt, erneut auf mich los. Und wieder brachte ich ihm Treffer um Treffer bei. Erst als seine vergiftete Klinge mich wieder traf, wurde es wieder ausgeglichener. Doch ich bewahrte Ruhe und Konzentration und schwächte ihn erneut so sehr, dass er floh. Ich besann mich auf meinen Auftrag und rannte zurück zu den Anderen. Meine Gedanken rasten und ich hoffte inbrünstig, dass es nicht zu spät war.<br />Als ich das Tor von Cove erreichte, staunte ich nicht schlecht. Was wollte Keath hier? Und wer war dieses krumme Alte? Sie war auch eine von ihnen, dass erkannte ich schnell. Aber Keath…nun lichtete sich mir der Schleier. Hatte er also seine Seite gewählt? Anat und Zywarius lagen beide bewusstlos am Boden, Tijrik und Chanany hielten Keath und diese Alte zurück. Ich versuchte mit Keath zu sprechen, warum er hier sei, ob er nun mein Feind sei. Seine Antworten waren, für seine Verhältnisse, ziemlich klar und mit letztem Bedauern darüber warnte ich ihn, dass der Weg zurück sehr steinig werden würde. Aber es war ihm egal. Er hatte seine Wahl getroffen. Wirklich? Und während wir versuchten friedlich zu bleiben, kam Argon erneut um sich einzumischen. Außer sich vor Zorn und Hass ging er auf mich los und wartete mit noch mehr Beleidigungen auf. Es ist mir nach wie vor ein Rätsel, wie ich sie mit stoischer Gelassenheit ertragen konnte. Was mich ab jetzt umtrieb war, dass ich es jetzt mit Keath und Argon zu tun hatte.<br />Mein Fokus wechselte im Bruchteil von Sekunden zwischen beiden hin und her, und meine Muskeln waren zu zerreißen gespannt. Argon wetterte, ja zeterte bald schon und ich musste mir mehr als einmal seinen Geifer aus dem Gesicht wischen. Die Szenerie wurde immer abstruser als Zywarius ihm mehr als einmal sagte, dass sie nun endlich verschwinden würden. Doch er beleidigte und zeterte weiter, angegriffen hat er mich jedoch nicht mehr. Auch die anderen keiften sich an. Als es den meinen zu Bunt wurde und die ersten begannen zu gehen, wunderte ich mich nicht schlecht. Sollte ich nun hier allein die Stellung halten? Ich schlug Argon vor auf seinen Priesterfreund zu hören und zu gehen. Für heute war es genug. Doch immer noch geblendet von seinem Hass konnte er nicht aufhören zu wettern und zu zetern. So ging ich zurück in die Stadt, denn auch mir wurde es jetzt zu bunt. Kämpfen konnte ich nur noch auf verlorenem Posten und es in dem Wissen zu tun, erschien mir nicht klug. Auch wenn ich es dem Knochenkopp eines Tages noch zeigen würde, heute war der Tag jedoch nicht. Meine Zähne haben jetzt, vor lauter Knirschen, wohl auch noch ihr letztes Profil verloren.<br /><br />Als ich am Abend noch weiter über diese Begegnung nachdachte, musste ich oft schmunzeln. Vor nicht allzu langer Zeit, wäre ich auf die Provokationen eingegangen und wäre selber ganz rasend geworden. Doch besonders in den letzten Wochen, in denen ich weniger trainiert habe als vielmehr zu lesen, habe ich einiges weises scheinbar verinnerlicht. Als Ritter kämpfst du zuerst für die Schwachen und die Unbewaffneten, die Gerechtigkeit…erst dann kämpfst du für dich. Deine Ehre verteidige im gerechten Kampf, im Duell. Aber zuerst geht es immer um das Größere, um die Interessen der Vielen. Ich war stolz auf mich. Und wieder erklungen Aurelia’s Worte in meinen Ohren: „Ritter sein mag mit Kraft und dem Schwert beginnen, aber es wird in Geist und Herzen vollendet.“ Ich war dem Rittersein schon sehr nahe, das spürte ich nun deutlich.<br /><br />Doch die Kränkungen Argon’s würde er büßen müssen. Und vielleicht ließe sich bei der Gelegenheit auch gleich sein Wortschatz zurechtstutzen.<br /><br />Eine Frage blieb jedoch offen: Was war mit Keath? Hat er seine Wahl wirklich getroffen?<br /></span>]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sat, 10 Apr 2021 15:48:58 +0200</pubDate></item>
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<title>Magie ist stärker als manch ein Schwert</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80777#msg-80777</link><description><![CDATA[<span style="color:#006600">Gegen Gegner mit Schwert, Keulen oder schierer Kraft konnte ich nun schon ganz gut kämpfen. Doch was war mit Gegnern die Magier wirken konnten? Bisher habe ich hier nur sehr begrenzte Erfahrungen gemacht. Verderbte Bäume – Baumunholde – waren bis jetzt die einzigen denen ich begegnet bin. Als Lady Aurelia und ich eines morgens beim Frühstück saßen, fragte ich nach ihren Erfahrungen in dieser Angelegenheit. Sie erzählte mir so mach eine Geschichte dazu und ich staunte nicht schlecht. Hier war sie mir noch Meilen im Voraus. Sie erzählte von Lich’s, Skelettmagiern, verderbten Dryaden, Fluchfeen und dunklen Seelen. Mir schauderte es, aber ich war auch neugierig. Sie riet mir es mal im Fluchwald zu probieren. „Aber sei vorsichtig! Gehe mit bedacht und nicht zu ungestüm hinein…schon manch einer hat den Weg hinaus nicht lebendig antreten können!“ Mir wuchs ein Kloß im Hals. „Fühlst du dich unwohl, suche einen sicheren Ort und prüfe ob du vergiftet wurdest und wenn nicht, warte ab bis du dich besser fühlst. Ein Fluch hält nicht ewig, kann aber dafür sorgen, dass du sehr lange nicht im Begriff deiner Kräfte bist.“ Wollte ich wirklich diese Erfahrungen machen? Sie kannte mich nun schon und wusste, dass ich Bammel hatte. Sie munterte mich auf und schließlich hat sie auch mal klein angefangen. „Vielleicht hat Priesterin Eichwald Zeit und Lust dich zu begleiten?“, sagte sie am Ende des Frühstücks und zwinkerte mir zu ehe sie aufbrach. Ich dachte noch etwas über ihre Warnungen nach, aber konnte meine Neugier aber nicht zurückhalten. Ich legte meine Rüstung an, bewaffnete mich und zog los. Auf dem Weg nach Vesper sah ich im Wald auf dem Weg vor mir eine Frau. Ich hatte instinktiv das Gefühl sie zu kennen und schmunzelte. Und ob nun Zufall oder nicht, als ich auf gleicher Höhe mit ihr war erkannte ich Anat. Ich lachte laut auf und sie, sie starrte mich erst verdutzt an, aber lächelte dann. „Was lachst du denn so frech?“, kicherte sie und stemmte die Hände in die Hüfte. Ich grinste breit. „Bin auf dem Weg neue gefährliche Erfahrungen zu machen. Ich will in den Fluchwald.“<br />„Und jetzt fragst du mich gleich ob ich mitkomme oder was?“ Dabei stupste sie ihr Kinn keck in meine Richtung. Anat war gut drauf heute.<br />„Naja…“, sagte ich. „Eigentlich wollte ich ja allein gehen, aber wenn du unbedingt willst, kannst du gern mitkommen.“ Natürlich wollte ich das sie mitkam, Aurelia’s Warnungen hatte ich noch gut in Erinnerung.<br />Anat lachte laut auf. „So, so…wenn ich unbedingt will. Und was ist, wenn ich nicht will?“<br />Mir verging das Grinsen. „Jetzt mal ganz ernst…ich war noch nie dort und Lady Aurelia hat mir allerlei Warnungen mit auf den Weg gegeben…willst du mich begleiten?“ Die letzten Worte sprach ich schon sehr kleinlaut.<br />Ihr Gesicht nahm ein mildes Lächeln an. „Du grüner Recke…ich kann dich doch nicht verrecken lassen! Ich begleite dich. Aber wir schnuppern nur mal hinein, denn ich habe eigentlich noch andere Angelegenheiten zu klären!“<br />Ich war erleichtert. Bei all dem Gerede von Flüchen konnte göttlicher Beistand bestimmt nicht schaden.<br />Beim Fluchwald angekommen, spürte ich denn auch gleich die Präsenz des Finsteren. Ein muffiger und abgestandener Geruch entstieg dem Gehölz, gewürzt mit einer Prise Wahnsinn. Langsam und mit einer gehörigen Portion Respekt stieg ich in den Wald ein. Das einzige das sich jetzt angenehm anfühlte war Anat’s Anwesenheit in meinem Rücken. Meine Sinne waren zum Zerreißen gespannt. Und ich musste nicht lange warten, da kam mir auch schon das erste verfluchte Wesen entgegengerannt. Es kreischte und viel sofort ohne zu zögern über mich her. Ich war überrascht, denn es war deutlich als weibliches Wesen zu erkennen, doch das tat ihrer Kampfeslust keinen Abbruch. Sie kreischte und zischelte mit mal etwas vor sich hin und schwang ihre Klauen gegen mich. Ich habe es nicht gleich bemerkt, aber nach einigen Augenblicken merkte ich wie meinen Schlägen Kraft abhandengekommen war und meine Füße schienen schwerfällig wie nach einem Gewaltmarsch. Ich kämpfte weiter und sie erlag schließlich einem glücklichen Treffer der ihren Brustkorb durchstach. Doch sie war nicht alleine gekommen und ich wurde von einem Feuerball getroffen. Ein schwarzes, fliegendes Etwas hatte ihn auf mich gefeuert. Ein wahnsinniges Lachen drang in meine Ohren, gefolgt von einem weiteren Feuerball. Ich rannte auf es zu und drosch auf es ein – so gut ich in diesem Zustand konnte. Es flog immer ein Stück davon und lockte mich so in die Nähe eines Baumunholdes. Mir wurde kalt und ich fühlte mich immer schwächer, da umhüllte mich ein wärmender Schein. Dunkle Fetzen zerstoben weg von meinem Körper in alle Richtungen und meine Bewegungen wurden wieder geschmeidig und waren wieder erfüllt von Kraft und Sicherheit. Das fliegende Schmetterlingsartige war sobald erlegt und auch der Baumunhold war bald nicht mehr. Vorerst waren keine weiteren Kreaturen darauf bedacht mich zu töten und ich nutzte die Gelegenheit mich zu Anat umzudrehen.<br />„Was hast du gemacht? War ich verflucht? Was waren das für Viecher?“<br />„Das waren eine verderbte Dryade, eine Fluchfee und ein Baumunhold. Und ja, du warst verflucht. Und vergiften. Und ich habe dich davon befreit.“ Sie lächelte, hatte aber bemerkt das ich noch ganz eingenommen war von dieser Erfahrung und zeigte Mitgefühl.<br />„Scheiß Gefühl!“, fluchte ich und schüttelte mich wie ein nasser Hund.<br />Ihr glockenhelles Kichern erfüllte diesen Ort für einen Moment mit Sonne und zauberte mir wenn auch nur kurz ein Lächeln ins Gesicht.<br />Ich brachte an diesem Vormittag noch einige dieser finsteren Kreaturen zur Strecke und wurde von Anat auch noch einige Male Entflucht. Zu Letzt hatte ich mich auch schon ein wenig an den Zustand verflucht zu sein gewöhnt, aber ich war jeder Art von Fluch restlos ausgeliefert.<br />Als wir den Wald kurz nach Mittag wieder verließen und uns in der Sonne ausruhten, erklärte mir Anat, dass auch ich nach und nach lernen könnte, Flüchen zu widerstehen. Und wenn ich Ritter würde, könnte ich sogar Vergiftungen unterdrücken.<br />„Wer hat die armen Geschöpfe den eigentlich verderbt? Es waren doch einst magische Geschöpfe, gute Geister der Natur?“<br />„Ja…“, Anat’s Blick wurde traurig und ernst. „Einst muss es so gewesen sein, aber das ist lange her und so weiß auch keiner mehr so recht wer ihnen das angetan hat.“<br />„Ich wünsche mir, dass eines Tages jemand kommt und sie davon befreit!“<br />„Ach Gijs, du bist ein Guter! Bleib dir stets treu!“<br /></span>]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sun, 14 Mar 2021 22:31:25 +0100</pubDate></item>
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<title>Es gibt Spezialitäten zu lernen</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80678#msg-80678</link><description><![CDATA[<span style="color:#006600">In den kommenden Wochen sind Lady Aurelia und ich häufig auf der Jagd gewesen und haben Trolle, Oger, Harpyen und Echsenmenschen erlöst. Ein weiterer guter Nebeneffekt war nicht nur, dass sich meine Kampfkenntnisse verbessert haben, sondern auch dass sich mein Geldbeutel gefüllt hat. So konnte ich Aurelia und Mariusz endlich mit barer Münze zahlen, was sie mir an Vertrauen ausgelegt haben. Und wenn wir nicht auf der Jagd waren, haben wir trainiert. Aurelia fand, dass es an der Zeit war mir besondere Attacken beizubringen. Als erstes zeigte sie mir den wuchtigen Hieb, da es mir an Kraft nicht fehlte. Stellte ich es richtig an, konnte ich den Gegner mit einer solchen Wucht treffen, dass er für einen Moment benommen war und weder richtig Ausweichen oder Parieren konnte. Allerdings war auch ich in der Zeit davor leicht angreifbar, sodass ich genau abwägen musste. Die nächste Fähigkeit war eine zur Verteidigung, nämlich der Schildschlag. Ich hab mir den Schild schon oft versehentlich selbst gegen Stirn und Nase geschlagen und habe oft überlegt, wie ich es dem Gegner entgegen schlagen könnte,um mir eine kleine Verschnaufpause zu verschaffen. Aurelia zeigte mir wie ich es, je nach Art des Schildes, am besten anstellte. Auch lernte ich einem Gegner Furcht einzuflößen, damit ich falls nötig fliehen konnte oder für den Fall das es zu viele gleichzeitig waren, ich mich auf einen konzentrieren konnte. Lady Aurelia war eine ruhige und gewissenhafte Lehrerin und so lernte ich schnell, was sie mir beibrachte. Bei unseren folgenden Begegnungen mit unlichten Kreaturen wendete ich diese Fähigkeiten auch gleich an. Und was soll ich sagen, es klappte sehr gut. Allerdings musste ich mir genau überlegen, wann ich welche Technik anwenden wollte. Der wuchtige Hieb barg immer das Risiko, dass ich meinen Gegner verfehlen konnte und dann ein leichtes Ziel war, zumidest wenn er Aufmerksam war. Dies war bei vielen Kreaturen zum Glück nicht der Fall.<br /><br />Als ich diese Fähigkeiten im Schlaf beherrschte, kamen die nächsten drei: Die doppelte Attacke, wie ich Kräfte sammeln konnte und wie ich Kameraden Mut zusprechen konnte.Besonders die doppelte Attacke machte mir viel Freude, verhalf sie mir doch dazu schneller mit Gegener fertig zu werden. Als ich eines Tages mit Lady Aurelia in den Echsensümpfen zu Gange war, konnte ich das erste Mal den Schlachtenmut anwenden. Wir waren beide mit Gegnern zugedeckt und kämpften wie Löwen. Ich war schon erschöpft und auch Aurelia schien Schwierigkeiten zu haben ihre Attacken durchzubringen, da erinnerte ich mich an ihre Worte: „Ein rechtes Wort zur rechten Zeit Gijs, kann wahre Wunder wirken!“ Und sie rief ich ihr zu, dass sie durchhalten möge und das wir es bald geschafft hätten. Aus dem Augenwinkel sah ich wie sich ihre Mine aufhellte und ihr kurz darauf immer öfter ein kleiner Erfolgsschrei entglitt. Doch hat es nicht gereicht um zu Siegen, denn es waren einfach zu viele Gegner, aber unser Rückzug war gesichert.</span>]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sat, 27 Feb 2021 16:36:59 +0100</pubDate></item>
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<title>Das Turnier</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80652#msg-80652</link><description><![CDATA[<span style="color:#006600">Tag der Sonne in der Vierten des Elften:<br />Ich habe unruhig geschlafen und erwachte mit einem klaren Gedanken im Kopf: Heute kämpfe ich auf meinem ersten Turnier! Das es noch den ganzen Tag dauern würde bis ich endlich wissen würde, wie es ausgeht raubte mir die Lust am Tag. Meine Gedanken lagen nur auf dem Abend. Mein Fokus...dieses Wort habe ich aus einem Buch gelernt, dass Aurelia mir gegeben hat. Es heißt „Die Kunst des Kampfes“ und ist von einem Mann der „Tsu Sun“ heißt. Ein seltsamer Name. Aurelia sagte mir, dass er in einem fernen Land gelebt hat und schon lange nicht mehr ist. Es ist schwierig zu lesen – für mich, aber ich verstehe jetzt mehr und mehr der Dinge die Aurelia mir schon beigebracht hat. Ich habe versucht zu lesen, aber mein Fokus ist zu stark auf das Turnier gerichtet. So beschloss ich spazieren zu gehen. Als ich an einer Lichtung im Wald angekommen bin, machte ich heimlich doch noch einige Übungen. Ich setzte Schritte und stellte mir alle möglichen Weisen vor, wie mein Gegner reagieren könnte und dann überlegte ich mir genau wie ich reagieren würde. Ich machte auch noch leichte Körperübungen und ehe ich mich versah, stand die Sonne auch schon überm Mittag. Wieder zu Hause angelangt aß ich ordentlich, denn ich hatte das Gefühl, dass ich später nicht mehr essen sollte. Doch die Übungen die ich noch heimlich gemacht habe und das Essen haben meinen Kopf von überflüssigen Gedanken befreit und ich konnte mich nach dem Mittag noch entspannt zur Ruhe legen. Als ich erwachte war die Abenddämmerung herein gebrochen. Und zack, waren die Gedanken wieder da. Ich wollte mich nicht darüber grämen – auch eine Weisheit aus dem Buch. Entweder ich würde im Kampf im Augenblick sein und meine Sinne hätten die Schärfe und Schnelle oder eben nicht. Mich nun zusätzlich mit wirren Gedankenspielen zu belasten fand ich doof. Aurelia saß vorm Haus und putzte und ordnete ihr Rüstzeug. „Los Gijs, du auch! Wir wollen gut aussehen!“ Und so nahm ich meines zur Hand und begann. Die Zeit verging wie im Flug, sodass wir sie auch danach gleich schon anlegten. Bevor wir aufbrachen, gab mir Aurelia noch einen Korb mit allerlei Fläschchen in allen möglichen Farben. „Was ist das?“, fragte ich. „Du kannst es nachher brauchen, Gijs. Es sind Elixiere für gute Sicht, Kraft, Geschick und Ausdauer. Auch was für deinen Kopf ist dabei.“ Die nächste Frage hätte ich mir besser überlegen sollen, aber ich fragte einfach drauf los. „Für meinen Kopf? Du meinst zum Schutz?“ Aurelia schlug sich die Hand vor die Stirn. „Nein Gijs...damit du schlauer wirst!!!“ Ihr Lachen muss ganz Cove gehört haben, aber da ich begriff wie witzig die Situation war, hatte ich keine Mühe mit zu lachen. Kurz bevor wir los ritten, gab mir Aurelia noch ein paar Sandalen. Dieses Mal biss ich mir auf die Zunge und wartete geduldig ab, was sie mir dazu zu sagen hatte. Ihre Erklärung war einfach, weniger Gewicht am Fuß, mehr Gewandheit.<br />So nahmen wir unsere Pferde und ritten los. Je näher wir kamen, desto aufgeregter war ich. Aber in der Kampfschule angekommen, war meine Nervosität wie weggeblasen. Eine Menge Personen tummelten sich hier schon. Menschen, aber auch eine grässlich verunstaltete Kreatur. Wir grüßten, wer uns begegnete und suchten uns Plätze am Rand der Arena. „Was war das für ein Wesen?“, flüsterte ich zu Aurelia. „Ein Dunkelelf Gijs. Ich hoffe nicht, dass du gegen ihn Kämpfen musst! Sie sind sehr schnell und listig.“ Auch andere Zuschauer wunderten sich über seine Anwesenheit. Es kamen immer noch Kämpfer und Zuschauer. Auch finster dreinblickende. An den Dunkelelf reichten sie jedoch nicht heran. So etwas habe ich höchstens bei den Wagenrennen in meiner Heimat erlebt, auch wenn ich nie zusehen durfte. Schließlich trat ein Mann in die Mitte des Rings und alle verstummten. Er begrüßte uns feierlich und erklärte einige Regeln und das Prozedere. Keine Magie und so und keine echten Waffen, er wollte keine Toten hier. Die Gegner wurden gelost, wobei dies nur für die Nahkämpfer galt. Die Fernkämpfer schossen auf eine Zielscheibe. Ich war beeindruckt und habe daher beschlossen eines Tages auch Bogenschießen zu trainieren, bedeutet mein Name doch „Pfeil“. Als bei den Fernkämpfern die Entscheidung gefallen war, waren wir Nahkämpfer an der Reihe. Das Los entschied und er erste Kampf war sehr ausgeglichen war und recht lange dauerte. Das nächste Los fiel auf mich und eine Kämpferin die Ardarie hieß. Aurelia sagte noch zu mir, dass es jetzt an der Zeit war auf die Tränke zurück zu greifen. Ich ging in die Arena und machte mich bereit. Der Kampf begann und zu meiner Erleichterung schien meine Gegnerin nicht viel stärker als ich. So beschloss ich erst mal aggressiv zu kämpfen. Aber die Entscheidung war nicht gut, denn sie nutzte meine wuchtigen und daher langsameren Angriffe aus. Auch wenn der ein oder andere Schlag traf, traf sie öfter. So entschied ich etwas mehr Köpfchen einzusetzen und siehe da, jetzt war das Geschehen wesentlich ausgeglichener. Ich kam ins Tänzeln und sie schien mit zu tanzen. Der Kampf dauerte lange und letztlich entschied, wer die größere Ausdauer haben würde. Meine aggressive Herangehensweise hat mich viel davon gekostet und nun fehlte sie mir. Ich spürte wie meine Arme schwer wurden. Nachdem sie mir eine Schlagfolge entgegen schmetterte, von der ich nur einen Schlag ordentlich parieren konnte, war es dann soweit. Meine Knie wurden weich und brach keuchend zusammen. Der Kampf war vorbei. Ich spuckte den Geschmack von Blut aus, aber es dauerte ein wenig, denn mit jedem hastigen ausatmen um erneut einzuatmen, kam neues Blut dazu. Als mein Atme sich zu beruhigen begann und ich wieder den Raum hatte, betrachtete ich meine Gegnerin. Auch sie war sichtlich mitgenommen und es hätte nicht viel gefehlt. Doch entschieden war entschieden. Mich auf meine Knie aufstützend stand ich auf und bedankte mich für den tollen Kampf. Taumelnd verließ ich die Arena und wurde sogleich von Medizinkundigen umsorgt. Aurelia schien zufrieden, denn sie nickte mir stolz zu. Doch viel Zeit hatten wir nicht um über meinen Kampf zu sprechen, denn das nächste Los entschied sie. Ihr Gegner war der Dunkelelf! Und so überzeugt ich von meiner Lehrmeisterin auch war, der Dunkelelf nahm sie auseinander. Nie hätte ich das für möglich gehalten, doch es geschah vor meinen Augen! Sie wehrte sich und der Abstand zwischen beiden verringerte sich, doch auch hier waren die anfänglichen Verluste zu hoch gewesen. Als Aurelia zu mir auf die Tribüne kam schwiegen wir lange. Doch sie nahm es sportlich und richtete ihren Blick auf die Erfahrungen die sie im Kampf sammeln konnte. Und schließlich habe ich meine Sache gut gemacht und so konnten wir versöhnt mit dem Ausgang des Turniers sein. Die weiteren Kämpfe waren spannend und packend. Zwei sehr erfahrene Recken kämpften zäh und sehr lang gegeneinander. Der Ausgang war lange Zeit vollkommen ungewiss. Ein großartiger Kampf und ein großartiger Tag für mich. Ich habe soviel Erfahrung sammeln können und spürte, dass mich dieses Turnier ein weites Stück nach vorn gebracht hatte.</span>]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Mon, 22 Feb 2021 22:07:49 +0100</pubDate></item>
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<title>Ich in einem Turnier?</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80626#msg-80626</link><description><![CDATA[<span style="color:#006600">Mitte der vierten Woche des Elften:<br />Aurelia kam heute zu mir und hat mir eine dicke Überraschung aufgetischt. Es findet bald ein Turnier statt und sie hat mich angemeldet. Da war ich erst mal baff! Erst werde ich in einen Kriegerorden aufgenommen und dann darf ich auch bald schon an einem Turnier teilnehmen. Meine Bedenken ob meiner Unerfahrenheit wischte sie mit einem Streich davon. Wir werden üben, mein lieber Gijs. Und so begannen wir. Was soll ich sagen...kurz: Ich hatte keine Chance. Egal wie ich Angriff Aurelia wusste genau wie sich meine Attacke parieren oder mich auskontern konnte. Sie hätte sogar nebenbei Essen können! Doch sobald sie merkte wie meine Motivation sank, gab&#039;s einen drauf. Aber ich sollte nicht nur sie attackieren, sondern auch mal nur parieren. Und selbst in der Defensive gelang es ihr stets durchzudringen. Wie gut das wir nicht mit echten Waffen gekämpft haben. Blaue Flecke sind mir dennoch gewiss. Nach vier Stunden stoppten wir. Sie gab mir eine Menge Aufgaben mit auf den Weg, wobei die meisten damit zu tun hatten, dass ich mein eigenes Verhalten nochmals betrachten sollte und überlegen sollte wie ich anders handeln könnte.<br /><br />Am nächsten Tag kam sie erneut auf mich zu. Mir tat alles weh und ich hätte mich am liebsten versteckt. Aber sie wollte nur sehen, ob ich auch wirklich nachgedacht habe. Wir gingen einige Situationen vom Tag gestern durch. Sie stellte Fragen, was ich anders tun könnte und ich antwortete so gut es ging. Freute ich mich eine für die Situation angemessenere Attacke oder Parade zu finden, zeigte sie mir sofort wie sich das im nächsten Schritt zu einem Nachteil verwandeln könnte. „Kampftaktik Gijs! Du musst wissen wo du hin willst!“ Aber sie zeigte mir auch, was ich besser machen konnte. Ich hoffe ich kann eines Tages so gut kämpfen wie sie! Ich schlief tief und träumte von Schrittfolgen und Kampftaktik.<br /><br />An Freijastag kämpften wir dann erneut gegeneinander. Auch wenn sie nach wie vor alle meine Attacken mühelos auskontern konnte, so hatte ich den Eindruck, dass sie nicht mehr ohne weiteres hätte essen können. Aber für ein tiefsinniges Gespräch hätte es dennoch gereicht...<br />Aber als sie die Übungseinheit beendet hatte, sagte sie: „Gut Gijs! Du lernst wirklich schnell! Morgen ruhst du dich aus und machst nur kleine und ruhige Taktikübungen. Sonntag will ich dich ausgeruht und klar haben. Verstanden?“ Ich nickte, aß und ging ins Bett.<br /><br />Am nächsten morgen erwacht machte ich mich sogleich ans Werk. Nach dem Frühstück natürlich. Machte ich einen Schritt, versuchte ich mir gleich vorzustellen, wie mein Gegner reagieren könnte. Es fiel mir anfangs noch schwer, aber mit der Zeit verstand ich. Aktion und Reaktion. Ich verstand mehr und mehr. „Na du Tänzer! Das sieht ja gar nicht mal schlecht aus! Ich wusste du kannst mehr als nur Muskeln benutzen.“ Aurelia, lugte um die Ecke und zwinkerte mir zu. „Danke Frau Salomin!“, sagte ich und kicherte. „Nachm Mittag ist aber Schluss, verstanden?“ Ich bejahte und machte bis zum Mittag weiter. Danach habe ich mein Rüstzeug inspiziert und stellte fest, dass ich dringend baden musste. Frisch und sauber habe ich den Abend verbracht und stellte fest, wie sich Nervosität breit machte. Als ich Aurelia beim Abendessen darauf ansprach sagte sie nur. „Mach dir keine Gedanken...natürlich fliegst du in der ersten Runde raus. Aber Lämmer sind zum schlachten da!“ Sie zuckte mit den Schultern und lachte beherzt. Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte, aber ihr Lachen war echt und ansteckend, und so beschloss ich mit zu lachen! Eines hatte ihre Frotzelei jedoch bestimmt für sich, die Nervosität war weg.</span>]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sat, 20 Feb 2021 18:53:36 +0100</pubDate></item>
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<title>Ein großer Tag steht bevor und die Zeit hat Flügel</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80444#msg-80444</link><description><![CDATA[Diener in der dritten Woche des Elften: Die Zeit verfliegt in den letzten Tagen wie im Flug. Ich stehe auf, wasche mich, übe fleißig und dann ist es auch schon wieder dunkel. Klar, der Winter steht denn auch dicht bevor. Aber es liegt wohl eher an den Ereignissen die bevorstehen. Zum Einen, warte ich auf meine Rüstung. Mariusz arbeitet viel an ihr. Er sagt, dass es ihm besondere Freude bereite eine Rüstung für einen &quot;Freund der Familie&quot; zu fertigen. Zum Anderen hat Aurelia mir mitgeteilt, dass ich an Frejastag dieser Woche, Toven Helm vorsprechen darf. Er ist Gründer und Meister des Kriegerordens des freien Kampfes zu Asusa. Er wird entscheiden, ob ich dem Orden beitreten darf. Das ich dem Orden beitrete ist ein weiterer Schritt auf dem Weg Ritter zu werden. Ich darf es nicht vermasseln. Und so übe ich weiter und weiter und hoffe so, eine gute Figur bei Meister Helm zu machen.<br /><br />Frejastag in der dritten Woche des Elften: Ein großartiger Tag! Heute darf ich dem Meister des Kriegerordens von Asusa, Toven Helm, vorsprechen. Hoffentlich stell ich mich nicht zu dumm an!!! Außerdem ist Aurelia auch in diesem Orden und deshalb muss er gut sein. Das ist ein wichtiger Schritt um Ritter werden zu können. Ich bin so nervös! Aurelia hat es auch bemerkt und versuchte mich zu beruhigen. Die Wartezeit in der Kampfschule verging so schnell, wie eine Schnecke rennt. Als mich Meister Helm zu sich ins Ordenshaus rief, ist mir erst mal das Herz in die Hose gerutscht. Er musterte mich eindringlich und so, dass ich es bemerken musste. Er wies auf einen Stuhl und auch wenn ich lieber gestanden hätte, wusste ich, dass ich an dieser Stelle besser nicht diskutiere. Meister Helm sprach mit ruhiger Stimme und bedachten Wörtern, jedoch nicht gestelzt. Er erzählte wie die drei Schulen entstanden sind. Auch das es Regeln einzuhalten gilt. Dann fragte er mich nach den Gründen warum ich eintreten wolle und wie erfahren ich sei. Ich habe wahrheitsgemäß geantwortet, auch wenn ich eigentlich nichts zu sagen hatte. Doch wenn ich mich nicht versehen habe, hat er zweimal ganz leicht gelächelt. Ich hoffte darauf, dass dies ein gutes Zeichen war. Er stellte keine weiteren Fragen und sah aus als überlege er. In solchen Situationen fühlt es sich für mich immer so an, als liefen tausend Ameisen über meinen Kopf, Nacken und Rücken...diese Ungewissheit! Aber nach einer schier endlosen Weile, blickte er mich, stand auf, reichte mir seine Hand und hieß mich im Orden des freien Kampfes zu Asusa willkommen. Ich hätte am liebsten laut los gejubelt, musste aber erst mal vom Stuhl aufstehen. Ich war so glücklich und mir fehlten die Worte. Bevor ich irgendwas stammeln konnte, fügte er noch hinzu, dass ich als Anwärter starte, weil ich so wenig Erfahrung habe. Aber das sagt mir sowieso nix. Jetzt kann ich Ritter werden!<br />Habe dann gleich noch bei Aurelia&#039;s Unterricht mitgemacht. Und danach sind wir noch auf Jagd nach Harpyen gegangen! Huijuijui...die waren ganz schön fies. Und hässlich! Und ich wäre unzählige Male gestorben, wenn mir nicht ein Magier Namens Gladios und eine Geweihte die Shaina heißt mit ihren Wundern geholfen hätten. Du fühlst dich ganz schwach und plötzlich...WUSCH...als wenn du drei Tage geschlafen hast und gut gegessen hast! Und mein Körper wurde ganz leicht. Es ist so wundersam und mir fehlen wieder und wieder die Worte. Ich bin jetzt im Orden...ich ein Ordensmann! Heute Nacht werde ich gut und glücklich schlafen!]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sat, 23 Jan 2021 11:49:26 +0100</pubDate></item>
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<title>Komme ich also doch zum Rüstzeug?</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80405#msg-80405</link><description><![CDATA[Frejas Tag in der zweiten Woche des Elften: Die Übungen die Aurelia mir gezeigt hat, fordern mich ganz schön heraus. Und so stehe ich nun oft in ihrem Vorgarten und sehe zu, dass ich meine Arme und Beine schön flink bekomme. Danach mache ich Schritt- und Schlagfolgen bis mein Brägen alle ist und zu guter Letzt noch die Kräftigungsübungen die Aurelia mir gezeigt hat. In der Mitte der Woche war ich danach noch vollkommen erschöpft, aber mittlerweile nur noch so halb. Nach dem Mittag bin ich Anat besuchen gegangen. Sie war nicht da, aber eine Frau Namens Miranda sagte mir, sie sei bei ihrem Bruder im Handelskontor zu Afira. Dort angekommen traf ich beide plaudernd auf der Bank in der Herbstsonne. Ich kannte ihren Bruder nicht, aber wer sollte der Mann neben ihr sonst sein? Anat winkte mir zu und zu sich und ihrem Bruder heran. „Caihume mit dir Gijs! Was treibt dich hierher?“ Ich stellte mich zuerst einmal dem fremden Mann vor. „Sei gegrüßt Anat!“ Ich hielt íhrem Bruder die Hand hin und stellte mich vor, „Sei gegrüßt! Ich bin Gijs Thijs.“ und lächelte dabei. Schnell erfuhr ich, dass er Mariusz heißt. Wenn sie sich auch äußerlich kaum ähneln, so habe ich ihnen ihre Verwandtschaft schnell angemerkt. Beide besitzen eine ganz ruhige und freundliche Ausstrahlung. „Und warum bist du hier?“ unterbrach Anat mich in Gedanken. „Ach ja, Aurelia schlug vor, dass ich beim Turnier bald mitmache. Aber sie sagt, dass ich dringend eine Rüstung brauche und du meintest, wenn ich soweit sei, sollte ich mich melden. Und hier bin ich!“ Anat kicherte, stand auf und ging.Ich war vollkommen verwirrt. „Wo willst du denn jetzt...“ „Immer mit der Ruhe G...Gijs, Anat hat mir schon alles erzählt!“ Auch er tat sich mit meinem Namen schwer. Ich starrte ihr hinterher, dann Mariusz an. Langsam sickerten seine Worte durch das Gedankengewirr meines erschöpften Brägens. „Ach...wie...echt? Was hat sie dir denn erzählt?“ Mariusz lächelte, erhob sich und wandte sich zur Tür. „Komm, wir haben zu tun!“ „Aber, was...“ Mariusz war in der Tür verschwunden und so tat ich, dass ich hinterher ging. „Anat sagt, dass du unbedingt eine Rüstung brauchst. Und ich werde dir eine machen. Nix außergewöhnliches, aber für den Anfang wird es gut sein!“ Und schon zückte er Maßstab, Notizpapier und Stift und schob mich in Position. „So bleiben bitte!“ Es war ein eigenartiges Gefühl so vermessen zu werden. Mariusz&#039; Pranken bewegten sich erstaunlich fein dabei. „Aber...was wird das kosten? Ich weiß doch gar nicht, ob ich bezahlen kann!“ „Kannst du, mach dir keine Sorgen. Und nun still stehen bleiben bitte!“ Ich stimmte zu einem „Aber...“ an, wurde aber mit einem „PSSST“ schnell überzeugt es sein zu lassen. Mariusz fuhr derweil in aller Ruhe fort, nahm Maß um Maß und notierte sich etliche Zahlen. Als er fertig war, wandte er sich zu mir um und sagte: „Gijs, es gibt neben Gold auch noch andere Wege um zu bezahlen. Hilfe ist sogar manchmal mehr wert als Gold. Mach dir keine Sorgen, du wirst mich schon entlohnen. Vergiss einfach nur nie, wer dir geholfen hat! Und auch nicht, wem du geholfen hast!“ Er zwinkerte mich an. Ich war erschüttert von soviel Hilfsbereitschaft und bekam feuchte Augen. Und mit Kloß im Hals: „Vielen Dank Mariusz! Wahrlich ihr seid Geschwister!“ und drückte ihn. Er lächelte milde und drückte mich ganz leicht zurück. „Ich kann dir auch mithelfen! Ich bin Sohn eines Schmiedes und habe in Ska Brae selber das Handwerk gelernt.“ Mariusz musterte meine Hände und ging mit mir zu Esse und Amboss. „Na dann, zeig mir was du kannst! Feuer die Glut an, nimm dieses Stück Stahl und falte es!“ Gesagt getan. Die Glut leuchtet schnell heiß-weiß, wie Vater es genannt hatte. So war denn auch das Stück Stahl schnell glutrot und ich fing an darauf einzuhämmern. Die Funken flogen und ich faltete das Stück Stahl wie mir aufgetragen. Als ich mich zu Mariusz umdrehte sah ich, wie er skeptisch guckte. „Etwas aus der Übung was?“, grinste er mir entgegen. „Eigentlich, war ich nie gut darin!“ „Für Hufeisen mag es reichen, aber nicht für Feineres. Ich denke, es ist besser wenn du mir das überlässt.“ Ich war nicht enttäuscht. Er zeigte mir dann noch die Werkstatt, wollte aber auch bald mit der Arbeit beginnen. Und so ging ich meiner Wege.<br />Noch am selben Abend gingen Aurelia und ich zu den Trollen, denn ich brauchte Gold. Auch wenn Mariusz mir sagte, dass es auch andere Wege gab ihn zu entlohnen, es war ungewohnt und mir unangenehm in seiner Schuld stehen zu müssen. So stritt ich wacker mit den Trollen um ihr Gold, musste jedoch ein ums andere Mal rasten um mich zu erholen und meine Wunden zu versorgen. Doch das Training mit Aurelia hinterließ seine Spuren, besonders bei den Trollen! Ich begann zu tänzeln und aus dem fuchteln mit dem Schwert ist bereits etwas geworden, dass man wirklich langsam als Schwertkunst erkennen konnte. Auf dem Weg nach Hause sagte auch Aurelia, dass ich gut gelernt hätte. „Morgen werde ich dir weitere Übungen zeigen. Du lernst schnell!“ Wir ließen den Tag mit Wein, Käse und Brot gemütlich ausklingen.]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sun, 17 Jan 2021 20:42:49 +0100</pubDate></item>
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<title>Üben, üben, üben und üben!</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80356#msg-80356</link><description><![CDATA[<b><u>Üben, üben, üben und üben!</u></b><br /><br />Diener in der zweiten Woche des Elften: Gestern haben Aurelia und ich über Kampfstil und Kampftechniken gesprochen. Sie hat mir gesagt, dass ich schon viel Kraft bekommen hätte und auch flink auf den Füßen sei. Meine Arme seien aber noch langsam und mir fehlt eine Idee, was ich mit dem Schwert anfangen soll, sagt sie weiter. „Du musst auch lernen deinen Kopf zu benutzen, denn deine Kraft allein wird nicht reichen!“ Dieser Satz von ihr erinnerte mich erneut daran, dass ich noch zu lernen habe. „Ab morgen, werden wir trainieren Gijs!“, sagte sie zum Schluss. Ich freue mich darauf von Aurelia zu lernen. Auch wenn mir der Gedanke missfällt mein Schwert gegen eine Frau zu richten.<br /><br />Mitte in der zweiten Woche des Elften: Ich kann kaum mehr schreiben. Aurelia hat mich bis zum Letzten heraus gefordert. Einmal habe ich sie vor Erschöpfung sogar angeblafft! Und sie hat mich nur ausgelacht... Zuerst hat sie mir, nach dem Frühstück, Übungen gezeigt, damit ich mit den Armen schneller werde. Danach haben wir gegeneinander gekämpft und ich hatte keine Chance. Habe ich etwas herausgefunden um ihre Abwehr zu durchdringen oder ihre Angriffe zu parieren, konnte sie mühelos einen drauf legen, sodass ich wieder wie der Ochs vorm Berg stand. Und auch wenn die Übungsschwerter nicht töten, es tut dennoch mindestens genau so weh! Aurelia&#039;s erster Treffer ging auf meine Beinaußenseite. Die Tränen schossen mir in die Augen, auch wenn ich meiner Kehle gerade noch gebieten konnte, den Schmerzensschrei zurückzuhalten den sie gerade intonierte und fein zu schweigen. Der zweite Treffer ging auf meine Finger der Schwerthand und nun gewann mein Kehlkopf die Diskussion ob geschrien wird oder nicht, und mein Mund jodelte einen Schmerzensschrei nach allen Regeln der Kunst in meine Umwelt. Die weiteren Treffer gingen aufs Schienenbein, die kurzen Rippen – fast hätte ich gespien, das Brustbein, zwischen die Schultermuskeln. Da war ich wütend! Was Wurde das hier...quäl den Gijs? Und so ließ ich mich denn auch mit lautem Stöhnen auf den Boden fallen, als sie meinte, dass wir pausieren. Dabei erklärte sie mir, dass sie mir gezielt auf all die Stellen geschlagen hat um mir zu zeigen, dass Schmerz einen Kämpfer entsetzlich zermürben kann. „Auch wenn du keinen Tropfen Blut verlierst Gijs, kannst du so besiegt werden! Weil du aber nicht alle Stellen immer im Auge behalten kannst, brauchst du unter anderem eine Rüstung, die dich etwas unempfindlicher macht. Und noch viel mehr Technik und Taktik!“ Jetzt verstand ich sofort wie wichtig es war...nein, ich fühlte es auch noch! So machten wir auch bald weiter und widmeten uns der Technik. Ich machte so ziemlich fast jeden Anfängerfehler. Aurelia konnte mich mühelos in die Position bringen in der sie mich haben wollte. Nachdem ich das begriffen hatte, zeigte sie mir Schlag- und Schrittfolgen und tat mir auf sie ab nun täglich zu üben. Am späten Nachmittag und noch ein paar „leichten“ Kräftigungsübungen entließ sie mich aus dem Training. Ich ging ins Haus, setzte mich in den Stuhl und schlief augenblicklich ein. Als ich geweckt wurde hielt mir Aurelia einen Teller mit Lammkeule, Möhrensalat und Brot vor die Nase. Ach hätte sie mich doch gleich gefüttert, mir tat alles weh. Aber ich hatte auch mächtig Kohldampf. Meine Augen blickten auf den Teller, suchten dann den Kontakt zu Aurelia&#039;s Augen und blickten dann wieder auf den Teller. Noch ganz benommen, da gerade erst aus dem Schlaf erwacht, ging das auch noch einige Male so, bis ich begriff, dass ich die Schmerzen wohl noch einmal für heute in kauf nehmen musste. Der erste Bissen minderte den Schmerz, der zweite ließ ihn nur noch erahnen und ich aß. Und das sehr schnell. Der Teller war gegessen, da zauberte Aurelia einen zweiten hervor. Ich heulte vor Rührung drauf los. „Au-Aurelia...“ du krächzte ich mit brüchiger Stimme, „...du bist so toll!“ Auch der Teller war im Nu geleert und beim besten was diese Welt zu bieten hat, ich hätte keinen Bissen mehr schlucken können. „Du warst fleißig heute! Nun gehe und schlafe Gijs! Morgen machst du weiter mit deinen Übungen.“ Ich nickte, bereits mit müdem Blick ging in Richtung meiner Kasematte und brach über ihr zusammen.]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Mon, 11 Jan 2021 18:07:22 +0100</pubDate></item>
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<title>Endlich, Aurelia ist wieder da!</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80353#msg-80353</link><description><![CDATA[<b><u>Endlich, Aurelia ist wieder da!</u></b><br /><br />Tag des Mondes in der zweiten Woche des Elften: Auch wenn ich in Aurelia´s Haus leben darf, so bekomme ich sie doch nur selten zu Gesicht. Aurelia ist ständig unterwegs und mit etwas beschäftigt. Aber heute ist es anders. Wie jeden Morgen stand ich auf, streckte mich und ging mich waschen. Ich tauchte meinen Kopf in die Tonne, als mir jemand zwiebelnd auf den Allerwertesten schlug. Ich erschrak und es tat weh, sodass ich sogleich meinen Unmut kundtat. „Wer wag...“, ich blieb wie angewurzelt stehen, denn seitlich vor mir stand Aurelia. „Aurelia!“. „Na Gijs, was macht die Kampfkunst?“, grinsend musterte sie mich von Kopf bis Fuß. Und bar jeder Kleidung wurde ich mir plötzlich bewusst, dass meine Wurzel ihr blank entgegen stand oder vielleicht doch eher hing, jedenfalls tat der Schreck und die einsetzende Scham ihr Werk. „Och wie süß, er schämt und verkriecht sich!“. Aurelia lachte laut aber nicht bösartig. Ich hingegen merkte sofort, wie mir das Gesicht zu glühen begann. Aurelia lachte erneut, „Nix wofür du dich schämen brauchst!“ Und mit Blick auf mein Ding „Und er sich auch nicht! Wasch dich und komm zu Tisch, wir werden essen und uns mal unterhalten!“. Sie drehte sich um und ging ins Haus. Man war das peinlich! Da treffe ich nach so langer Zeit meine Gönnerin wieder und ich stehe vollkommen nackt vor ihr! Den Weg durchs Haus zu meiner Kleidung war es denn auch so, als ob meine Hände mit meinem Schritt verwachsen wären. Angezogen trat ich aus der Kammer und setzte mich zu Aurelia an den Tisch. „Gijs, mir ist zu Ohren gekommen, dass du dich entschieden hast Ritter zu werden.“ Ich war etwas verdutzt und nickte. „Woher hast du das nun wieder erfahren?“. „Nun, mein grüner Recke...“. „Anat hat es dir verraten?“. Aurelia lächelte mich an, „Auch ich kenne sie gut. Jetzt, erzähl mir doch von euch.“, sie zwinkerte. Ich berichtete brav was Anat und ich gemeinsam erlebt haben. „Dir ist es also ernst...gut! In einer Woche wird in der Kampfschule zu Asusa ein Turnier stattfinden. Möchtest du mitmachen?“. Mir muss das Gesicht erfroren sein, denn Aurelia amüsierte sich köstlich. Als ich meine Mimik wiederfand strahlte ich vor Freude. „Ja, sehr gern!“, antwortete ich. „Prima Gijs! Dann werde ich uns anmelden. Und wenn du Ritter werden möchtest, solltest du in einen der Kriegerorden eintreten.“ Jetzt war ich baff. Aurelia nahm sich meiner an und hat meinen Wunsch offensichtlich akzeptiert. „Ich möchte dem gleichen Orden angehören wie du!“, sagte ich fest. Sie nickte sanft. „Sehr gut! Ich werde eine Nachricht an den Toven Helm den Gründer des Ordens schicken und ihn darum bitten, dich vorsprechen zu lassen.“ So gleich wurde ich nervös. „Und bis dahin du grüner Recke werden wir fleißig üben. Und wir sehen zu, dass du noch anständiges Rüstzeug bekommst!“ „Danke Aurelia!“, sagte ich und mein grinsen ging von Ohr zu Ohr. „Nun iss etwas, dass du bei Kräften bleibst und danach reiten wir aus und werden etwas jagen gehen. Und damit du auch schön motiviert bist, verdoppel ich dir alles Gold das du sammelst!“ Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte mal so schnell gegessen habe, aber ich wollte raus. Aurelia lachte, „Eile mit weile du grüner Recke!“ An diesem Tag, habe ich Aurelia das erste mal kämpfen gesehen und war schwer beeindruckt. Zeitweise vergaß ich sogar selber zu kämpfen. Sie schwang ihr Schwert so leicht und flink und mit Bedacht...wahrlich eine Meisterin! Ich versuchte es ihr gleich zu tun, spürte aber schnell, dass ich noch einiges zu lernen hatte. Beinah verlor ich sogar mein Schwert. So besann ich mich auf das, was ich konnte...drauf hauen! Die Trolle fielen einer nach dem anderen, brachten mir aber auch schwere Schläge bei und bevor ich mich versah waren alle dahin. Zugegeben Aurelia hat den Löwenanteil erledigt, aber das war auch vollkommen in Ordnung. Ich hingegen wollte unbedingt kampffähig bleiben um mir vor Aurelia nicht die blöße geben zu müssen...nicht zweimal an einem Tag! Noch war sie mir um einiges voraus, aber ich wollte fleißig üben um bald ebenbürtiger zu sein. Bei der Beute einigten wir uns darauf, dass sie vorerst meinen Anteil verwahrt, bis ich eine gescheite Rüstung besitze. Als ich abends auf meiner Kasematte lag, habe ich noch lang Aurelia&#039;s Kampfstil vor meinen Augen gesehen. Voller Eindrücke vom Tag schlief ich schließlich ein.]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sun, 10 Jan 2021 18:55:25 +0100</pubDate></item>
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<title>Und wieder ein erstes Mal: Oger</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80345#msg-80345</link><description><![CDATA[<b><u>Und wieder ein erstes Mal: Oger</u></b><br /><br />Ich brauche endlich anständiges Rüstzeug. Und das wird mich ordentlich was kosten. Dank der Ausflüge mit Anat, habe ich schon ein bisschen was zusammen bekommen. Aber nicht nur das Geld muss stimmen...viel schwieriger wird es einen gewissenhaften Schmied zu finden. Als Sohn eines Schmieds und als fast ausgelernter weiß ich, dass das gar nicht so leicht wird. Aber das kann noch warten bis ich genug Münzen zusammen habe. Und weil ich mich mit Anat an meiner Seite gut und sicher fühle, habe ich gleich meine lieblings-Geweihte gefragt. Sie braucht ja nach wie vor Gold für ein neues Kloster. Ich erzähle ihr von meinem Plan, als sie lauthals los lacht. „Du suchst einen gewissenhaften Schmied? Nimm doch meinem Bruder zum Beispiel!“ Sie grinste mich an. Ich hingegen schüttel den Kopf, „Mit dir ist alles anders! Selbst einen guten Schmied zu finden ist mit dir einfach!“ Und schließlich lache ich zurück. „Dann los Frau Eichwald!“, sage ich zu ihr und grinse sie hoch motiviert an. Gesagt getan. Und weil ich ja Untote und Trolle schon kenne, zeigt Anat mir heute die Oger. Mein Eindruck lässt sich ganz einfach zusammen fassen: Groß, dumm und langsam, aber wenn sie dich erwischen klingeln dir die Ohren. Als wir sie erreichten, stürmte ich gleich drauf los. Anat hatte für einen kurzen Moment alle Mühe mich vor Unheil und meiner Dummheit zu bewahren. „Na, na Gijs...nun mal nichts überstürzen! Erst bekommst du Caihumes Segen!“ Sie hob die Arme und sprach die Segen über mich. Und auch wenn dieser Vorgang für mich nicht mehr neu war, so bekam ich doch wieder eine Gänsehaut und blickte andächtig gen Boden. Ich weiß nicht, ob ich mich je daran gewöhnen werde, aber ehrlich gesagt möchte ich es gar nicht. Es ist ein göttliches Wunder, das durch Anat auf mich nieder kommt und daran soll man sich gar nicht gewöhnen! So segnete sie denn auch noch meinen Schild. „Wie leben Oger eigentlich so?“, wollte ich noch wissen bevor wir sie davon befreien wollten. Anat blickte auf und ihre Augen funkelten. „Nun, eins ist ganz sicher Gijs, sie haben dich zum fressen gern!“<br />„Aber sie kennen mich doch noch gar nicht!“, protestierte ich. Anat lachte und schüttelte den Kopf...“Gijs, Oger sind Menschenfresser! Sie mögen dich ganz bestimmt!“ Da musste ich schlucken. „Und jetzt los, du grüner Recke!“, Anat blickte auf einen Durchgang im Dickicht. Es war mir jetzt etwas mulmig, aber ob grün oder gelb, Anat nennt mich Recke und die sind tapfer! Eins ist klar, allein der Gestank taugt dazu Besinnungslosigkeit zu verursachen. Zum Glück sind sie wirklich langsam und begreifen nicht so schnell. So schaffte ich es, einigen schwere hiebe beizubringen. Ich fühlte mich so stark und flink und so langsam bekam ich das Gefühl, das Kämpfen und Tanzen sich gar nicht so unähnlich sein können. Na gut, ich nenne es lieber tänzeln, aber ich drehte mich und hieb mit Feuereifer auf die Oger ein. Doch auf einmal kamen sie aus allen Ecken und von allen Seiten auf mich zu und haben mich umzingelt. Und nun ja, was soll ich sagen, es klingelte gewaltig. Ich sah noch eine Faust auf mich zu kommen und dann wurde es dunkel. Als ich wieder erwachte blickte Anat auf mich herab. „Gijs, du musst besser aufpassen! Ich mache mir Sorgen!“ Ich schämte mich etwas, was Anat auch sofort bemerkte. Sie säuberte mein Gesicht und half mir auf die Beine. Ich strich mir den Staub aus den Klamotten. „Du hast Recht! Ich gelobe Besserung Anat!“ und blickte sie ernsthaft an. Auf dem Rückweg erzählte sie mir, was ich bewusstlos alles verpasst hatte und wir lachten. Am Tempel trennten sich unsere Wege. Ich wandte mich um und wollte gehen, da pfiff sie mich zurück. „Gijs, vergiss deinen Anteil nicht, sonst wird das nie was mit deiner Rüstung!“ Anat zwinkerte und warf mir mit Schmackes einen Beutel zu. Ich verneigte mich und dankte ihr herzlich und ging nun wirklich nach Hause. Eine Frage beschäftigte mich danach noch eine ganze Weile...wo hatte Anat so gut werfen gelernt?]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sat, 09 Jan 2021 12:44:57 +0100</pubDate></item>
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<title>Das erste Mal Trolle</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80285#msg-80285</link><description><![CDATA[<b><u>Das erste Mal Trolle</u></b><br /><br />Mittlerer in der ersten Woche des Elften: Es gibt viel zu tun und zu lernen, dass ist das Ergebnis meines ersten Kampfes auf dem Weg zum Ritter. So habe ich mich auf den Weg zum Tempel der Caihume gemacht um nach Anat zu suchen. Als sie mich dort erblickte, schien sie sehr glücklich mich zu sehen. „Gijs, du kommst zur rechten Zeit!“. Ich war etwas verwirrt, hab ich doch sie gesucht. „Wieso?“, fragte ich. Anat erzählte mir von den Plänen ihres Ordens einen neues Kloster errichten zu wollen und dass sie dafür noch Gold bräuchte. Nun verstand ich gar nichts mehr. Sie lachte, denn es stand mir wohl auf der Stirn, dass ich mich fragte was ich dazu tun könnte. „Du mein grüner Recke, wirst mir dabei helfen!“ „Ich?“, fragte ich und grinste verschmitzt. „Ich weiß nicht, ob ich dir da so eine Hilfe sein kann...ich meine nach dem letzten Mal?“ Wieder lachte sie. „Aber Gijs...“, sagte sie, „Du hast doch Glück!“ Ich zuckte mit den Schultern und meinte: „Wenn du meinst, dass das reicht, stehe ich dir zu Diensten!“, und verneigte mich. Wieder lachte sie und nahm mich am Arm. Auf dem Weg zum Trollfort erzählte sie mir alles mögliche über die Trolle, aber ich war schon ganz schön nervös.<br />Kurz bevor wir ankamen, blieb sie stehen und schaute mich eindringlich an. „Gijs, die Göttin wird bei dir sein! Fürchte dich nicht! Aber sei vorsichtig! Weißt du, die Göttin kümmert sich um sehr viele Menschen, deshalb achte auch du auf dich, damit sie auch den Anderen helfen kann.“ Anat ging ein paar Schritte zurück, hob die Arme und sprach mehrere Segen. Ich fühlte mich Stärker und seltsam leichtfüßig und spürte wie ich besser Denken konnte...als ob in mir plötzlich zwei oder drei von meiner Sorte steckten! „Nun lege bitte deinen Schild vor mich auf die Erde Gijs!“ Ich tat worum ich sie mich bat und staunte erneut. Während Anat ihren Segen sprach, war es als ob es stiller würde, vom Himmel fielen silbrige Flocken aus Licht und nach und nach, nahm auch mein Schild einen silbrigen Schimmer an. Ich war vollkommen aus den Socken! „Anat!“ Sie lächelte. „Nun bist du gut geschützt!“ Ich staunte immer noch Bauklötze. „Komm!“, sagte sie mit einem Zwinkern. So schritten wir ins Trollfort und was ich sah ließ mich für einen Moment schaudern. Doch ich fasste meinen ganzen Mut zusammen und stürzte mich auf die Gegner. Waren Untote schon eine Herausforderung, so waren das schiere Unmöglichkeiten. Aber mit Caihumes Segnungen versehen, kämpfte ich erstaunlich stark! Ich merkte wie ich das Schwert sicherer führte und wie ich die Bewegungen in einander übergehen lassen konnte. Und so habe ich manch einem Troll einen schweren Hieb beibringen können. Anat wirbelte derweil umher...mal war sie vor mir, mal hinter mir und dann sah ich einige Zeit auch gar nicht. Aber in heiklen Momenten war sie dann wie aus dem Nichts an meiner Seite. Doch auch die Trolle haben mir schwer zugesetzt. Einer hat mich denn auch um ein Haar zu den Göttern geschickt. Ich attackierte einen Troll, doch mein Schwert verfehlte ihn deutlich. Er nutzte die Gelegenheit. Ich war schon ziemlich schwach und Anat hatte sich für einen Moment Deckung gesucht um zu Meditieren. Der Troll sprang auf mich zu und rammte mich mit seiner rechten Schulter in einen Baum, der hinter mir stand. Es gibt weniger Stellen die nicht vor Schmerz getrieft haben, denn solche die sich gefühlt verflüssigt haben, um so schnell wie möglich weg von diesem Schmerz zu kommen. Meinen Schildarm fühlte ich gar nicht, mein Brustkorb und Rücken vibrierten vom Stoß und Aufprall noch nach. Ich wusste nicht, ob ich meinen Kopf noch auf den Schultern hatte. Ich spuckte Blut aus, ich hustete Blut aus und mir schossen die Tränen die Augen. Alles verschwamm, dann blitzte es vom Himmel und das nächste was ich sah war Anat&#039;s Gesicht. Sie sprach ihren Segen und habe ich eben noch Blut geatmet, verschwand der Schmerz, dass Atmen wurde wieder leicht und ich fühlte meinen linken Arm wieder. „Das war knapp!“, sagte ich mit noch dünner Stimme. Sie blickte mich voller Mitgefühl an. „Ja, das war knapp! Und das reicht auch für heute!“ So stand sie auf und mit einem Wink ihres Kopfes gehieß sie mir, es ihr gleich zu tun. Diskussion zwecklos! So gingen wir zurück zum Tempel der Caihume. „Konnte ich dir helfen Gold zu sammeln?“ , fragte ich zum Schluss. Sie warf ein Säckchen Gold in ihrer Hand mehrfach auf und ab und lächelte. „Oh ja, es ist noch ein weiter Weg, aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen! Hab Dank Gijs!“ Ich lächelte ihr zu und verneigte mich leicht. „Es ist in der Tat auch für mich noch ein weiter Weg!“, sagte ich müde. „Danke für deine Hilfe und deinen Schutz heute Anat!...wieder mal!“ Sie lächelte, und nahm mich in den Arm. „Hab Geduld Gijs! Und es ist nicht mein Schutz und meine Hilfe...es ist Caihumes Hilfe und Schutz!“ Sie drückte nochmal etwas fester bevor sie mich losließ, sich umdrehte und im Tempel verschwand.]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Fri, 18 Dec 2020 16:21:03 +0100</pubDate></item>
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<title>Wie ich Anat Eichwald begegnete</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80281#msg-80281</link><description><![CDATA[<b><u>Wie ich Anat Eichwald begegnete</u></b><br /><br />Tag des Mondes in der ersten Woche des Elften: Mit großem willen Ritter zu werden losgezogen, um Kreaturen in die Finsternis zurückzuschicken aus der sie gekommen sind. Als ich am Tempel der Caihume entlang ging, geschah etwas merkwürdiges... Eine Frau saß vor dem Tempel auf einer Bank unter einem schönen Baum. Sie war hübsch, aber vor allem strahlte sie etwas aus. Ich grüßte, sie erwiderte und ich wollte weiter meines Weges, doch meine Füße waren plötzlich so schwer. Ich kämpfte mich Schritt um Schritt voran, doch mit jedem Schritt wurde es schwerer meine Füße zu heben. Als ich mich jedoch wieder umwandte ging es wieder einfacher, doch wieder meines Weges wurden sie wieder schwerer. Ich wusste nicht, wie mir geschah und ich sah mir Füße und Boden an, ob ich in Pech getreten sei, aber ich konnte mir keinen Reim drauf machen. Erneut versuchte ich weiter zu gehen, aber es war nicht möglich. „Dreimal namenlose Scheiße!“, fluchte ich. Hinter mir hörte ich ein leises Kichern. Ich drehte mich um und dort saß nach wie vor die Frau auf der Bank. Sie lächelte. Zu ihr zurück gehend wurden meine Schritte leichter und bei ihr angekommen stellte ich mich vor. „Ich bin Gijs. Und du?“ „Mein Name ist Anat Eichwald. Wohin des Weges Gijs?“ Mein Name hat ihr durchaus Mühe gemacht, das bin ich gewohnt, aber es war witzig ihr dabei zuzusehen wie sie sich mühte. „Gijs, Gijs Thijs“, wiederholte ich lächelnd. „Ich möchte finstere Kreaturen suchen und diese Welt von ihnen befreien! Sie lachte. Ich fühlte mich wie ein Hund der im Regen steht! Aber es war kein gemeines Lachen und ich musste auch lachen. „Und da willst du ganz alleine losziehen, du grüner Recke?“ Ich bejahte und habe dann von der Sache mit den schweren Schritten erzählt und das ich mir keinen Reim drauf machen kann. Sie wirkte einen Moment seltsam Abwesend und blickte mich dann lächelnd an. „Du hast Glück Gijs Thijs! Und wie viel und welcher Art wirst du vielleicht eines Tages verstehen. Ich werde dich begleiten.“<br />Anat stand auf, zupfte sich ihren Umhang zurecht und wies in Richtung des Weges den ich gehen wollte. Sie führte mich zu einem Friedhof, auf dem es von Untoten wimmelt. Ich stürzte mich auf den erst Besten den ich sah. Schnell habe ich festgestellt, dass sie vielleicht un-tot sein mögen, aber nicht un-schwach! Gleich der erste hat mich übel zu gerichtet. Doch als mir die Kraft schwand und mir ganz kalt und mulmig wurde, da spürte ich wie mir der Körper ganz leicht wurde und ganz warm. Ich sah meine Mutter, sie hielt mich im Arm. Eine Träne ran mir über die Backe. So schnell wie dieses Gefühl gekommen war, so schnell ging es wieder, doch ich war erholt und meine Wunden waren verschwunden. Ich sah Anat kämpfen und war beeindruckt. Sie zwinkerte mir kurz zu und ich stieß zu ihr. Zusammen kämpften wir, so gut wir konnten und schickten viele von ihnen in die Finsternis, aber es waren zu viele. Als mich die Kräfte wieder zu verlassen drohten, rief ich Anat zu, dass ich nicht mehr könne. Sie nahm mich bei der Hand und wir suchten das Weite. Taumelnd und vollkommen geschafft versuchte ich mir zu helfen, doch ich konnte kaum einen klaren Gedanken finden. Da sah ich zu Anat, sie hob die Arme und da war es wieder dieses Gefühl! Erfüllt und ergriffen davon, konnte ich noch hören wie Anat etwas murmelte... MUTTER! Und wieder ging dieses warme und goldige Gefühl, so plötzlich wie es gekommen war. Meine Wunden waren verschwunden und ich fühlte mich prächtig! Anat lächelte. Ich fragte sie, „Hast du das gemacht?“ Sie blickte mich durchdringend an, überlegte einen Moment. „Nicht ich, aber durch mich. Es ist der Wille und die Kraft der Göttin Caihume, die dir geholfen hat.“ Das verstand ich nicht...ich meine JA oder NEIN, aber diese Antwort war mir ein Rätsel. Ich wollte das sagen, als ich sprechen wollte versagte mir jedoch die Stimme und ich vergaß was ich sagen wollte. Irgendwie ergab es jetzt einen Sinn, aber irgendwie auch nicht. Anat gab mir ein Stück Brot und wir aßen. Danach war das Rätsel vergessen. Wir gingen zurück zum Tempel der Caihume und ich verabschiedete mich. Ich war so müde. Dieser Tag war Schicksal, das spürte ich so stark. Und ich wusste nun, dass es noch ein weiter Weg sein würde. Ich schlief tief und träumte von meiner Mutter.]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Thu, 17 Dec 2020 16:05:28 +0100</pubDate></item>
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<title>Kriegertagebuch von Gijs Thijs</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,80272,80272#msg-80272</link><description><![CDATA[<b><u>Wie ich hier her kam</u></b><br /><br />Geboren wurde ich als Gijs Thijs an einem Tag des Donners Anfang des ersten Monats. Es war ein sehr kalter Tag. Mein Vater Thijs Gijs und meine Mutter Thijkle Gijsma waren besorgt, denn sie hatten wenig zum feuern und ich fror schrecklich. Aber ich schaffte es. Nach mir kamen noch drei Schwestern. Und bei der letzten Geburt ist Mutter zu den Göttern gegangen. Danach war es schwer für meine Geschwister und mich, denn mein Vater und meine Mutter haben sich wirklich geliebt. Er ist Schmied. Kein ausgezeichneter, aber er weiß bei den meisten Dingen genau was er tut. Die Schmiede, wir Kinder...ohne meine Mutter konnte er es nicht aushalten. Er verfiel dem Suff und so mancher Hure. Mit 12 Jahren habe ich mich dann vom Hof gemacht. Hier blieb mir nichts mehr. Doch meine Schwestern habe ich nur ungern zurückgelassen. Mögen die Götter ihnen gutmütig gegenüber sein.<br />Also musste ich mir einen Beruf suchen und einen Meister. Mutter hatte immer gehofft, dass mit meinem Körper auch meine Fähigkeit zu denken wachsen würde. Dem war nicht so. Und so hat es gedauert bis ich einen Meister fand. In unserer Familie sind alle stets entweder Fischer, Segelmacher oder Schmiede geworden. Wasser steht mir allerdings nicht so gut, als das ich es oft hätte um mich haben wollen und so wurde ich wie mein Vater Schmied.<br />Ich lernte langsam und schlecht, aber hatte ich was verstanden, habe ich es nie mehr vergessen. Und da ich Vater oft helfen musste, konnte ich auch schon ein bisschen. Aber es machte mir keine Freude und so wurde ich kein guter Schmied. Viel lieber habe ich mit den fertigen Waffen gekämpft oder besser gesagt gespielt. Hat mich der Meister erwischt, gab&#039;s Dresche. Zu den Kunden meines Meisters gehörte auch die Garde des ansässigen Patriziers. Ihr Hauptmann kam oft zu uns um meinem Meister zu erzählen, ob die Waffen gut gehen. Eines Tages hat er mich unbemerkt beobachtet und wie es scheint, habe ich ihm Grund gegeben mit meinem Meister über mich zu sprechen. Es schien ihm nicht zu passen was gesprochen wurde, denn es gab Dresche für drei. Aber eine Woche später kann der Hauptmann wieder und nahm mich mit. Ab jetzt sollte ich Teil der Garde werden. Er lehrte mich wie ich mich bewegen muss, hat aber nicht damit gerechnet, dass ich nicht der hellste bin. Ob er seine Entscheidung bereute, weiß ich bis heute nicht. Ich weiß ja nicht einmal, ob ich bereue was dann geschah.<br />Eines Tages sollte ich einem Diener helfen schwere Möbel von einem Gemach in ein anderes zu tragen. Er war sehr nett und sagte mir immer tolle Sachen. Die Plackerei dauerte bis in die Nacht. Als wir endlich zur Ruhe kamen, gab er mir Wein zu trinken, den er sich heimlich abzweigte. Und der Wein berauschte mich sehr, war es doch das erste mal, dass ich Wein trank. Das bemerkte auch der Diener und kam mir nahe. Er berührte mich und wir rieben uns an einander. Ob es verboten war oder nicht interessierte mich bis dahin nicht. Für den Moment war es gut. Aber nicht am nächsten Morgen. Jemand hatte uns gesehen und verraten. Der Schlag des Hauptmanns brach mir die Nase. Merkwürdiger Weise sah sie danach besser aus als vorher. Mit diesem Abschiedsgeschenk wurde ich ohne weitere Umschweife, aber auch ohne weitere Schläge, vom Hof gejagt.<br />Wo ich hin sollte wusste ich nicht. Wo ich hinwollte genau so wenig. Also striff ich von Dorf zu Dorf auf der Suche nach Arbeit um nicht zu verhungern. Ich sah schreckliche Dinge, denn auch wenn ich grob erscheinen mag, so bin ich gerechter und gutmütiger Mann. Arme wurden von weniger Armen bestohlen und übers Ohr gehauen. So geht es immer weiter, bis man ganz oben ankommt. Zu Menschen die arme Menschen nicht mal mehr als Menschen verstehen. Dabei gibt es doch so viele schreckliche und abscheuliche Kreaturen in dieser Welt. Trolle, Oger, Harpyen...alle samt sind sie die wahre Gefahr. Anstatt das Menschen sich wegen Gold und Ruhm und falschem Ansehen bekämpfen, sollten wir diese Welt von diesen Kreaturen befreien. Als ich eines Tages, vollkommen entkräftet kurz vor Cove war stolperte ich schmerzhaft. Doch bevor ich begriff, fasste mich eine Hand am Arm und zog mich wieder auf die Füße. Ich war vollkommen verdutzt, denn ich habe niemanden gesehen. Neben mir stand ein Pferd...und was für eins! Und darauf saß ein echter Ritter!!! Wie oft Aurelia Salomin gefragt hat, ob ich in Ordnung sei, weiß ich nicht, denn ich war völlig erstarrt. Aber irgendwann löste ich mich und konnte ihr antworten. Sie sagte ich sähe elend aus und das sie mich nicht allein weiter laufen lassen würde. So nahm mich Aurelia mit in ihr heim, wo ich bis zum heutigen Tage wohnen darf. Als ich mich erholt hatte, hatte ich genug Zeit zum nachdenken gehabt. Die Ereigenisse meines Lebens, die Ungerechtigkeit die mir sooft begegnete - ab jetzt wollte ich tun was nötig war um Ritter zu werden. Ich möchte die Schwachen und Armen schützen und Gerechtigkeit zurück bringen.]]></description>
<dc:creator>Gijs Thijs</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Tue, 15 Dec 2020 13:52:11 +0100</pubDate></item>
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