<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
<rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
<channel>
<title>The Oldworld Community - Rollenspielforum - allgemein</title>
<description>In diesem Forum werden Geschichten erzählt, die das Spiel betreffen. Hier werden Söldner angeheuert, und Kontakte geknüpft. In dieses Forum werden nur Sachen die direkt das Spiel betreffen, geschrieben.</description><link>https://www.theow.de/boards/list.php?3</link><lastBuildDate>Wed, 22 Jul 2026 13:05:13 +0200</lastBuildDate>
<generator>Phorum 5.2.23</generator>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82321,82321#msg-82321</guid>
<title>Eine unerwartete Reise - Sumiel (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82321,82321#msg-82321</link><description><![CDATA[Es war alles so mühsam. Egal was sie tat, sie konnte es ihrem fordernden Vater nie Recht machen. Immer passte etwas nicht. Ihre Haltung war zu locker, dann wieder zu steif, dann war sie nicht gerade...<br />Eine Adelstochter zu sein war wirklich herausfordernd. Die einzige Freude, die ihr blieb, war der Kontakt zu einem Freund. Dieser verbrachte mit ihr viele Stunden, wenn sie einmal Zeit frei hatte. Sie rannten, spielten, lachten.... Nur da konnte sie frei sein.<br />Bis ihr Vater davon Wind bekam und den Jungen aus seinen Diensten entließ, und seine Eltern gleich mit. Damit war nicht nur ihr bester Freund, sondern auch noch ihre Amme verschwunden und sie fühlte sich völlig allein.<br />Als sie etwa fünfzehn Jahre alt war, wurde sie in die &quot;Residenzstadt&quot; geschickt um am Hofe eines Herzogs zu studieren. Dies war zwar im ersten Moment ein Lichtblick, aber sie musste feststellen, dass der Hauslehrer dort noch strenger war als alle zu Hause.<br />So verging über ein Jahr mit Lernen, Etikette, Tanzen, Höflichkeit...<br />Mehr und mehr verblasste das eigentliche Ich der kleinen Sumi durch den erdrückenden Unterricht.<br /><br />Etwas nach ihrem siebzehnten Geburtstag aber traf ein Magus auf dem Hof des Herzogs ein. Sumi war an ihm sehr interessiert und suchte die Nähe und das Gespräch mit ihm. Anfangs verlief alles tadellos und sie lernte viel über ihre Welt. Etwas, wie sie feststellen sollte, was völlig vergebens war.<br />Leider hatte sie keine Begabung zur Magie. Aber ihr Interesse war echt.<br />Die langen Gespräche über die Reiche, Astrologie und Welttheorie waren für sie überaus faszinierend und so studierte sie diese Themen brav und eifrig, zur Zufriedenheit des Herzogs, dem sie damit nicht mehr auf den Geist mit ihren Beschwerden über den Unterricht ging.<br />Einige Monate später gab es einen gewaltigen Streit im Reich. der Herzog und der König gerieten aneinander, Gerede von Krieg entbrannte. Truppen wurden entsandt, Kämpfe gefochten.<br />Der Magus nahm die kleine Sumi mit sich und floh.<br /><br />Monate später entdeckten die Häscher des Königs die beiden in einem verfallenen Turm am Rande von Nirgendwo. Viel beibringen konnte er der kleinen nicht, aber er wollte sie beschützen. Der Kampf war aussichtslos, egal wie mächtig der alte war, er konnte nichts gegen die fast hundert Mannen ausrichten.<br />Daher beschloss er etwas verrücktes.<br />Er webte einen unbekannten Zauber und wollte Sumiel in Sicherheit senden, was ihm gelang aber anders als er es erwartet hatte.<br /><br />Sumi trieb lange durch einen blauen Dunst voller Sterne, bis eine Stimme sie erreichte.<br /><span style="color:#aaaaaa">&quot;Was macht denn so ein fragiles Wesen hier?&quot;</span> wollte die Stimme wissen. Sumi stellte sich schüchtern vor und blickte sich um, doch niemand war zu sehen. <span style="color:#aaaaaa">&quot;Ich werde dich wieder auf eine Welt schicken. Hier im Reich der Götter bist du nicht gut aufgehoben. Merke dir meinen Namen, ich bin Ayanyeh. Göttin der Wahrheit und Gerechtigkeit. Deine Herkunft spielt wo du hingehst keine Rolle. Daher nenne dich dort nur Sumiel. Ein Zeichen, dass ich dich erwählt habe. Nimm mein Geschenk, meine Gabe mit dir, diene mir klug, werde weise und nutze meine Gabe mit Bedacht.&quot;</span><br />Dann hüllte sie ein warmer silbrig-weißer Nebel ein und als dieser sich aufgelöst hatte, befand sie sich auf festen Untergrund. Auf einer Insel. In einer völlig neuen, fremden Welt. Der Himmel war blau! Nicht grünlich wie in ihrer Heimat, ebenso das Wasser, das Meer. Die Pflanzen waren grün anstelle von Gelb, naja manchmal gelb, aber dennoch anders. Faszinierend.<br /><br />Sumi, die nun Sumiel hieß, machte ihre ersten Schritte in eine ihr völlig neue, fremde Welt. Allein, aber mit einem brennenden Eifer für die Göttin, die sie erwählt und gerettet hatte in ihrem Herzen. Sie übte ihre Gebete und Gaben still und leise, verborgen vor den Blicken der neugierigen Inselbewohner. Ihre Amethystfarbenen Augen waren ohnehin auffällig genug und ihr natürlich rosafarbenes Haar färbte sie in ein Goldblond um, um wenigstens ein wenig unauffälliger zu sein.<br /><br />Tage später traf sie auf den Kämpfer Duriel und sie freundeten sich schließlich miteinander an. Gemeinsam wollten sie diese Welt erforschen, auch wenn niemand etwas von ihrer Herkunft je erfahren sollte. Oder?<br />Sie war dieser Göttin überaus dankbar, sie nicht vernichtet zu haben.]]></description>
<dc:creator>Sumiel</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 12:13:58 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82320,82320#msg-82320</guid>
<title>Der Weg der Rotfuchsfarbenen Steppenwölfin (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82320,82320#msg-82320</link><description><![CDATA[Die Sonne war gerade hinter den fernen Bergen versunken, und ein tiefes, dämmriges Blau legte sich über das weite, felsige Grasland. In diesem Zwielicht, auf einer kleinen, kargen Anhöhe, stand sie. Sie war eine Gestalt von schlanker, bemerkenswerter Anmut. Ihr Fell, ein warmes, sattes Rotbraun, war an Hals und Brust von einem helleren, cremigen Ton durchsetzt. Ihre Statur war sportlich, sehnig, von einer beeindruckenden Länge. Sie war kein wuchtiges Tier, sondern von einer eleganten Schmalheit. Ihr Kopf war schmal, mit spitz zulaufenden, großen Ohren, die sie aufmerksam in verschiedene Richtungen drehte. Die schwarzen Ränder um ihre Augen verliehen ihrem Blick eine tiefe, fast durchdringende Intensität, als sie die weite, graugrüne Steppe vor sich musterte.<br /><br />Sie bewegte sich lautlos, ihre Pfoten kaum hörbar auf dem trockenen Erdreich. Ihr Weg führte sie hinunter von der Anhöhe, hinein in ein Dickicht aus niedrigen, grauen Büschen und verstreuten Felsen. Sie war nicht auf der Jagd, sondern auf Entdeckung. Jeder Stein, jeder Grashalm schien ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Sie schnupperte an der kühlen Abendluft, jede Faser ihres Seins auf die subtilen Gerüche der Nacht eingestellt.<br /><br />Plötzlich blieb sie stehen. Ein leises Rascheln im trockenen Gras – vielleicht eine Maus oder ein Käfer? Ihre Ohren richteten sich darauf aus. Einen Moment lang verharrte sie wie eine Statue, den Kopf leicht gesenkt, den Blick auf die Stelle gerichtet. Dann, mit einem eleganten, federnden Schritt, setzte sie sich wieder in Bewegung, tiefer in die Schatten der nahenden Nacht. Sie war die Herrin dieses Landes, eine einsame Reisende, die jeden Winkel ihrer Welt mit wachen Sinnen erkundete. Ihr Leben war ein ständiges Wandeln, ein harmonisches Einssein mit der unberührten Natur, die sie umgab.<br /><br />Hin und wieder trafen Jäger auf sie welche sie ziehen ließen und von ihr berichteten...<br /><br /><center class="bbcode"><img src="https://i.ibb.co/jZrQsKP1/df0d040d-6718-42c9-bef8-24f1c85e9f7b.jpg" class="bbcode" border="0" /></center>]]></description>
<dc:creator>Rotfuchsfarbene Steppenwölfin</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 12:04:46 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82308,82308#msg-82308</guid>
<title>Prüfung im Schnee (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82308,82308#msg-82308</link><description><![CDATA[Miranda wird zu einem Kranken in der Nähe der Rattensiedlung gerufen. Vor Ort findet sie einen Mann, der schwer fiebernd und hustend in seinem Bett liegt. Sie beginnt sofort damit, ihn aufzusetzen, um ihm das Atmen und Husten zu erleichtern. Gleich darauf setzt sie Wasser auf, um es zu erhitzen.<br /><br />Anschließend begibt sie sich in die Umgebung, um Kräuter gegen das Fieber und für Inhalationen zu sammeln. Sie sucht nach Weidenrinde, Kamille, Salbei, Pfefferminze und Thymian. In der Nähe der Waldelfen hat sie tatsächlich Glück und findet alles, was sie braucht.<br /><br />Während sie fieberhaft sammelt, bemerkt sie jedoch nicht, dass sich tiefschwarze Wolken von Westen her zusammenziehen. Ein Schneesturm von ungeahnter Stärke bricht los, gerade als sie über die Schwelle des Hauses tritt. Zum Glück konnte sie genügend Kräuter sammeln, um fürs Erste helfen zu können.<br /><br />Der Schneesturm dauert lange an. Der Wind pfeift durch Fenster und unter der Tür hindurch. Mira ist einige Zeit damit beschäftigt, die schlimmsten Lücken abzudichten. Mit der zunehmenden Schneedecke werden auch die Spalten weniger, durch die der Wind seinen Weg findet. Der Kamin wird gut befeuert, Tee und Suppen stehen jederzeit bereit, und langsam wird es auch im Inneren des kleinen Hauses warm. Der Schnee, der sich um und auf das Haus legt, wirkt zunehmend isolierend.<br /><br />Der Kranke stellt sich in dieser Zeit als Frowin vor. Er lebt schon lange hier in dieser kleinen Gemeinschaft. Sein Haus liegt etwas abgeschieden, doch er fühlt sich wohl. Mit dem Wild, das er jagt, und den Kräutern, die er sammelt, tauscht er im Dorf Obst und Feldfrüchte. Zu Festen ist er stets willkommen, im Winter kommen die Dorfbewohner zu ihm, um gemeinsam Holz zu schlagen und aufzuschichten. Doch beim letzten Versuch, in den Wald zu gehen, konnte er bereits nicht mehr aufstehen. Jemand aus dem Dorf holte daraufhin Miranda – gerade noch rechtzeitig, wie sich zeigt.<br /><br />Miranda kümmert sich um warme Speisen und Getränke sowie um die Versorgung Frowins.<br /><br /><b>Eingeschneit</b><br /><br />Als der Sturm sich legt, ist die Landschaft tief verschneit. Rund um das Haus türmen sich halbmannshohe Schneewehen. Ein Fortkommen ist unmöglich. Miranda fehlen wichtige Hilfsmittel – vor allem getrockneter Ginseng, den sie nun gut gebrauchen könnte.<br /><br />Mit Wadenwickeln und Inhalationen hält sie Fieber und Husten einigermaßen in Schach, doch Frowin braucht mehr, als ihr derzeit zur Verfügung steht. Dreimal täglich verabreicht sie ihm Weidenrindentee und senkt so immer wieder das Fieber. Aus Salbei, Thymian, heißem Wasser und Salz bereitet sie mehrmals täglich einen Sud zur Inhalation.<br /><br />Kurz nach dem Ende des Schneesturms taucht ein Wanderer an der Hütte auf. Er gibt an, im Sturm die Orientierung verloren zu haben und stellt sich als Händler namens Azzareel vor. Bis zu seinem Auftauchen war Frowin stabil gewesen und konnte kurze Gespräche führen. Sein Zustand war ernst, aber konstant.<br /><br />Da der Weg ins Dorf oder gar zum Kloster vorerst unpassierbar ist, greift Miranda auf Frowins Vorräte zurück – nun müssen drei Menschen versorgt werden. Sie pflegt Frowin, hilft ihm zum Abort, kocht für alle und versucht, einen Weg Richtung Vesper freizuschaufeln. Auch ihre Gebete an Caihume vernachlässigt sie dabei nicht.<br /><br />Azzareel „hilft“ beim Schneeräumen, doch Miranda hat das Gefühl, dass er kaum Fortschritte macht. Der zur Seite geschaffte Schnee wird benötigt, um Trinkwasser zu gewinnen. Während Miranda draußen arbeitet, sind Frowin und Azzareel allein in der Hütte. Immer wieder hat sie den Eindruck, dass es Frowin schlechter geht, wenn sie zurückkehrt – und etwas besser, wenn Azzareel draußen ist.<br /><br />Zunächst ist es nur ein Gefühl. Doch allmählich steigt das Fieber, der Husten verschlimmert sich, und Frowins Bewusstsein trübt sich ein. Miranda beginnt intensiver zu Caihume zu beten. Azzareel hingegen zweifelt offen an der Wirksamkeit ihrer Gebete.<br /><br /><b>Gebete und Zweifel</b><br /><br />Frowin ist inzwischen nur noch schwer wach zu bekommen und sehr schwach. Miranda zerkleinert und reichert seine Nahrung an, verdickt Flüssigkeiten mit Kartoffelstärke, damit er sich nicht verschluckt. Sie bleibt fast ununterbrochen an seinem Bett.<br /><br />Neben ihm sitzend, teils kniend, betet sie:<br /><br /><i>Herrin Caihume<br />Richte deine Augen auf diesen Sterblichen.<br />Gewähre ihm die nötige Kraft, diese Krankheit zu überwinden.<br />Leihe mir Weisheit und Geschick, um sein Leiden zu lindern.<br />Schenke uns Ruhe und Geduld, diese Situation zu meistern.<br />Gnädige Mutter Caihume, steh uns bei in dieser schweren Stunde.</i><br /><br />Azzareel belächelt sie immer wieder.<br />„Warum tust du das? Es wirkt doch ohnehin nicht.“<br /><br />Mit mildem Lächeln antwortet sie:<br /><i>„Auch wenn sich an Frowins Zustand gerade nichts ändert, weiß ich, dass Caihume mir beisteht. Manchmal geht es nicht darum, dass es besser wird, sondern dass es sich nicht verschlechtert.“</i><br /><br />Sie bildet ein feuchtes Tuchzelt über Frowin, hilft ihm beim Aufsetzen, klopft ihm sanft den Rücken ab. Jeden Morgen spricht sie ein Dankgebet:<br /><br /><i>Gütige Mutter Caihume,<br />ich danke dir, dass du eine weitere Nacht an unserer Seite verweilt hast.<br />Ich danke dir für die Kraft, die du in Leonmar nicht hast versiegen lassen,<br />und für die Intuition, in kritischen Momenten das Richtige zu tun.</i><br /><br />Azzareel verspottet sie erneut. Doch Miranda bleibt geduldig. Dankbares Nicken und schwache Lächeln Frowins zeigen ihr, dass ihre Anwesenheit ihm Halt gibt.<br /><br /><b>Die Wahrheit</b><br /><br />Mit der Zeit bemerkt Miranda, dass Frowin Azzareel mit Argwohn, ja sogar mit Angst ansieht. Schließlich platzt ihr der Kragen.<br /><br /><b>„Was hast du eigentlich gegen Caihume?“</b><br /><br />Die Antwort irritiert sie zutiefst:<br /><b>„Nichts Effektives, wie es scheint.“</b><br /><br />Als Azzareel hinausgeht, um Schnee zu räumen, deutet Frowin zur Tür und zieht sich mit dem Finger über die Kehle.<br />„Er will dich umbringen?“ fragt Miranda leise. Frowin nickt schwach.<br /><br />Später, nach einer weiteren Inhalation, presst Frowin ein einziges Wort hervor:<br /><b>„Saergoth.“</b><br /><br />Miranda versteht sofort. Azzareel ist ein Saergothpriester.<br /><br />Sie zieht sich kurz zurück und schickt ein Stoßgebet:<br /><br /><i>Gnädige Mutter Caihume,<br />lenke mich in dieser schwierigen Situation zu den richtigen Entscheidungen.</i><br /><br /><b>Das Schutzritual</b><br /><br />Miranda erklärt Frowin ihren Plan. Caihume sei gütig – sie werde Azzareel nicht verstoßen. Doch sie müssten zusammenhalten. Frowin offenbart, dass er Murranagh zugewandt ist.<br /><br />Gemeinsam bereiten sie ein Schutzritual vor. Miranda sammelt Ähren, ein Ei und Mehl. Ein frisches Leintuch wird über das Bett gelegt. Frowin hält drei Eier, vor ihm steht ein Kelch. Mit Mehl und Ähren zieht Miranda einen Kreis um das Bett.<br /><br />Am Fußende stehend spricht sie:<br /><br /><i>Herrin Caihume, Herr Murranagh,<br />schaut hernieder auf eure Gläubigen.<br />Schützt uns vor den Einflüsterungen Saergoths.<br />Haltet eure Hände schützend über Frowin<br />und bewahrt ihn vor dem Seuchenpriester.</i><br /><br />Das Ritual wird täglich wiederholt. Azzareels Einfluss schwindet, Frowin gewinnt langsam an Kraft. Als der Weg endlich frei ist, verlässt Azzareel fluchtartig die Hütte.<br /><br /><b>Dank und Zeichen</b><br /><br />Frowin erholt sich weitgehend, wird jedoch zur weiteren Genesung ins Caihumekloster gebracht. Zu Hause bereitet Miranda Opfergaben vor: getrocknete Ähren für den Altar, warme Fischsuppe und frisches Brot für Bedürftige.<br /><br />Vor der Kirche sitzt eine alte, gebrechliche Frau. Miranda reicht ihr einen Überwurf und Suppe. Die Frau hält ihre Hände fest.<br /><br /><i>„Danke, mein Kind, für deinen starken und unerschütterlichen Glauben.“</i><br /><br />Eine neue Kraft durchströmt Miranda.<br /><i>„Danke für das Vertrauen und das Geleit.“</i><br /><br />Die Frau isst ihre Suppe – und wird nie wieder gesehen.]]></description>
<dc:creator>Miranda Morgenstern (Erhebung)</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sun, 01 Feb 2026 19:11:37 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82305,82305#msg-82305</guid>
<title>Der Weg des Lichtes - Kapitel I: Winterliche Ankunft in Vesper (1 Antwort)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82305,82305#msg-82305</link><description><![CDATA[<b>Kapitel I: Winterliche Ankunft in Vesper</b><br /><br />Die „Silberschwinge“ glitt wie ein Geisterschiff durch die nebligen Ausläufer der See. Wo normalerweise das geschäftige Treiben hunderter Fischerboote die Einfahrt nach Vesper ankündigte, herrschte nun eine beklemmende Stille. Aurelia Sternenquell stand am Bug, den dicken Reisemantel eng um die Schultern gezogen, und blickte auf das Panorama, das sich vor ihr aus dem Frost schälte. Die Hafenstadt Vesper lag nicht als geschlossene Stadt vor ihr, sondern als ein filigranes Geflecht aus kleinen Inseln, die wie gefrorene Tränen im dunklen Wasser trieben.<br /><br />Die Erzählungen, die sie in ihrer Heimat einst von Kaufleuten über den Winter im Herzogtum Stolzenforst, die nördlichste Provinz der Alten Welt, gehört hatte, bewahrheiteten sich in aller Härte. Der Winter war hier kein bloßer Gast, er war ein Herrscher. Die Brücken, welche die einzelnen Inseln der Stadt verbanden, waren von einer dicken Eisschicht überzogen und glänzten im fahlen Licht der bereits tief stehenden Wintersonne wie Bänder aus Silber. Doch es war nicht nur die Kälte, die Aurelia frösteln ließ; es war die Leere. Die große Seuche, die vor Jahren über die Lande gefegt war, hatte auch in Vesper tiefe Wunden hinterlassen. Viele der Häuser, die sich auf den Eichenpfählen über das Wasser erhoben, standen leer, ihre Fenster starrten wie blinde Augen in den Schneefall.<br /><br />Der Geruch von brennendem Holz, der vom Hafen herüberwehte, riss sie für einen schmerzhaften Augenblick zurück in ihre Heimat, das weit im Süden gelegene Herzogtum Eichenstein. Sie sah wieder das lodernde Feuer, das ihr Dorf verschlang, hörte das hasserfüllte Brüllen der Überreifer und das Klirren von Stahl. Sie war nur die Tochter einfacher Leute gewesen, deren Welt an jenem Tag in Flammen aufging. Dass sie überlebt hatte, während ihre Eltern im Schutt ihres Hauses blieben, war kein Zufall gewesen.<br /><br />In der Stunde ihrer größten Not, als die Schatten sie bereits zu verschlingen drohten, war ein Licht erschienen – rein, golden und von einer Wärme, die nichts mit Feuer zu tun hatte. Es war das Wirken der Göttin Ayanyeh gewesen, eine göttliche Fügung, die Aurelia aus den Trümmern rettete. In jenem Moment der Gnade hatte die junge Frau geschworen, ihr Leben ganz dem Dienst an der Göttin zu weihen und ihren Glauben in die dunkelsten Winkel der Welt zu tragen. Vesper, so hoffte sie, sollte der Ort sein, an dem ihr Wirken begann, weit weg von den bitteren Erinnerungen und den so schmerzlichen Wunden des Verlustes, die noch immer in ihrer Seele brannten.<br /><br />Als das Schiff schließlich am Hauptkai festmachte, war Aurelia die erste, die den rutschigen Steg betrat. Der Hafen war weitgehend verwaist, nur ein paar abgehärmte Gestalten bewegten sich zwischen den Kisten. Unmittelbar am Kai erhob sich ein massives Monument aus dunklem Stein, das trotz des Schnees eine ungeheure Präsenz ausstrahlte. Es erinnerte an die gefallenen Verteidiger Vespers aus den grausamen Nachtgoblinkriegen. Die Namen, die in den Stein gemeißelt waren, wirkten unter der Frostschicht wie verborgene Geheimnisse einer Zeit, in der die Stadt noch die Kraft besessen hatte, sich gegen die Finsternis aufzubäumen.<br /><br />Aurelia verharrte kurz vor dem Denkmal. Sie spürte die Last der Geschichte, die auf diesem Ort lag. Die Kombination aus der vergangenen Gewalt der Kriege und der schleichenden Hoffnungslosigkeit der Seuchenjahre hatte die Menschen hier hart gemacht.<br />Ihr Weg führte sie über eine der bogenförmigen Brücken in Richtung des Stadtzentrums. Unter einer der Brücken bemerkte sie eine kleine Gruppe von Menschen, die sich um eine zusammengesunkene Gestalt geschart hatten. Es war eine junge Frau, die im harten Winter Stolzenforsts die Kraft verlassen hatte. Ihre Lippen waren blau, ihre Haut so bleich wie der Schnee um sie herum.<br /><br />Die Umstehenden blickten teilnahmslos oder verzweifelt drein; sie hatten in den Jahren der Seuche zu viele sterben sehen. Aurelia jedoch trat vor. Sie war keine Magierin, sie kannte keine Formeln oder arkane Gesten. Stattdessen sank sie in den kalten Matsch neben die Sterbende und faltete die Hände. Sie flüsterte ein Gebet, ein tiefes Flehen an Ayanyeh, das aus der Tiefe ihrer Seele kam.<br /><br />„Göttin des sanften Lichts, lass die Kälte nicht siegreich sein“, hauchte sie.<br /><br />Ein sanfter, güldener Schimmer ging von Aurelias Händen aus und legte sich wie eine wärmende Decke um die Frau. Die Eiskristalle auf ihrem Gewand schmolzen augenblicklich, und ein Hauch von Farbe kehrte in ihre Wangen zurück. Die Frau schlug die Augen auf und atmete zitternd ein. Die Umstehenden wichen ehrfürchtig zurück. Aurelia half der Frau auf, lächelte erschöpft und setzte ihren Weg fort, noch bevor jemand sie fragen konnte, wer sie war.<br /><br />Aurelia kannte Vesper nur von Erzählungen, doch sie vertraute auf ihre Göttin, dass sie sie Leiten möge auf ihren Wegen durch diese verschneiten Lande, die nun ihre neue Heimat werden sollte. Während sie durch die verschneiten Gassen wanderte, hörte sie in einer Schenke, die von einem Wirt namens Cavan und seiner Frau Anne betrieben wurde, die gedämpften Gespräche der Einheimischen. Es fielen Worte über einen kleinen Tempel vor den Toren der Stadt. Noch war dieser Ort für Aurelia nur ein Gerücht, ein fernes Echo in der Stille des Winters. Doch während sie über die nächste Brücke schritt und das Licht der Monde auf das Eis der Kanäle fiel, spürte sie, dass ihr Pfad sie tiefer in das Herz von Stolzenforst führen würde.<br /><br />Sie war gekommen, um Licht zu bringen. Ein erstes Leben hatte sie retten können, und sie hoffte, dass dies nur der Anfang ihres Pfades war...]]></description>
<dc:creator>Aurelia Sternenquell</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sun, 21 Dec 2025 14:37:21 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82304,82304#msg-82304</guid>
<title>Die Rückkehr zur Familie (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82304,82304#msg-82304</link><description><![CDATA[Es war nun schon fast ein Mond vergangen seit sie aus Moonglow zurückkam.<br />Frisch gebackene Magierin hätte sie wohl früher gesagt. Doch gekocht und gebacken hatte sie nun schon eine Ewigkeit nicht mehr.<br />Das Cafe in der Rast lief schlecht, das Klientel dort hat nunmal eher wenig Feingefühl für den Genuß eines guten Stück Käsesahnetorte.<br />Selbst die handlichen Schokoladenkringel für Unterwegs nahm kaum jemand mit.<br />Zur Feier der bestandenen Prüfung kochte sie dann aber doch noch ein letztes Mal. Vesperer Festtagsfisch, in der Pfanne, mit Butter und Käsesauce.<br />Feine Kartoffeln und Salat mit einer cremigen Dillsauce. Ganz typisch für Vesper. Heimatfisch. Feierlich wurde sie auch in die Gilde vollwertig aufgenommen und erhielt das Spezielle Zauberbuch der Gilde.<br />Während sie ihren Collegen für die Unterstützung dankte und ein paar ausgewählte Präsente übergab, hatte sie Konzilsvorstand Vlos&#039;Drathir<br />nicht mehr gesehen. Sie hatte ihm zwar eine Nachricht hinterlassen, doch es schien, dass er nicht einmal mehr ins Konzil zurückkehrte.<br />So wartete nun das kleine Päckchen mit ein paar Gegenständen seines Volkes auf ihn daheim in Arias Turm. Denn ja, er war herablassend, er hat sie<br />stets spüren lassen, dass sie eigentlich nur grad so geduldet wird. Aber in der Prüfung mit Rabenbart merkte sie schon, dass viele Details, die er ihr<br />vermittelt hat und Wert auf Präzision gelegt hat, wichtig waren.<br /><br />Aber nun sind Wochen ins Land gegangen. Die Prüfung war schon lange nicht mehr in ihrem Kopf. Vielmehr lag das Ziel vor ihr zu ihren Eltern zurückzukehren.<br />Aria schob die Heimreise immer wieder auf. Sie suchte nach der idealen Kleidung. Dann wollte sie gewisse Zauber noch studieren. Zwischenzeitlich noch ein gutes Geschäft mit diesen Mystischen Schriftrollen machen, denn ihr Magierturm verschlingt eine Menge Gold. Doch der eigentliche Grund war: Wie würden es Ihre Eltern aufnehmen.<br /><br />Sie nahm eine der Runen und sprach: VAL REL POR<br />Kurz darauf landete sie auf der Magierinsel in Vesper. Ein von ihren Eltern extrem verhasster Ort. Aria wurde stets verboten dort hinzugehen.<br />Dabei war es nur eine von vielen Nachbarinseln. Aria zog es vor nun zu Fuß weiterzugehen. Sie hatte sich die feinste Magierrobe und sogar eine passende Kapuze zugelegt. Schmuck und feinste Kleidung. Die Eltern sollten sehen, dass es ihr gut ging und sich für ihren neuen Status freuen.<br /><br />Zaghaft läutete sie daheim.<br /><br />Es brauchte eine Weile bis schließlich jemand zur Tür kam. Schlurfend. Die Schlösser klackten und ihr Vater öffnete.<br />Schweigend und missmutig schaute er an ihr herunter. Gerade wollte er etwas sagen, da rieß sich Aria die Kapuze vom Kopf um sich klar und deutlich zu zeigen. Er verstummte und musterte sie von oben bis unten. Danach ging er ins Haus. Schweigend. Ließ die Tür allerdings offen stehen.<br />Ihre Mutter rief nur als einem Nebenraum: &quot;Was ist los? Wer ist denn an der Tür?&quot; Bis sich alle mehr oder weniger im gleichen Zimmer aufhielten und ihre Mutter Aria erblickte. Einen Augenblick muss Aria überlegen ob sie ausversehen einen Lähmzauber hervorgebracht hatte, doch dann fiel alle Spannung ab von ihrer Mutter. Im Gegenteil, sie hat die Holzschüssel mit Plätzchenteig fallen lassen und umarmte Aria und freute sich.<br />&quot;Ich bin wieder daheim.&quot; Ihre Mutter stellte viele Fragen: Was hast du gemacht? Wie geht es dir? Ich mache uns unsere Lieblichsplätzchen, möchtest du auch? Bist du es auch wirklich?&quot; und noch mehr... Aria&#039;s Vater ging nur schnaubend hinaus und ward eine ganze Weile nicht mehr gesehen.<br />Aria und ihre Mutter verbrachten den Nachmittag mit gemeinsamem Backen. Es war der erste wirklich herzliche Moment seit langem. Sie fühlte sich wieder wie früher als wäre nie etwas gewesen. Hin und wieder erzählte sie von dem was sie in den letzten Monden alles erlebt und gesehen hat.<br />Beide waren fast schon wieder so vertraut wie früher, Mutter und Tochter. Es war so vertraut, dass Aria einen Moment lang vergaß, dass sie sich vorgenommen hatte nicht zu zaubern.<br />Doch sie erzählte und zeigte ihrer Mutter so gern was sie in ihrem Cafe an der Rast angeboten hatte. Teig, etwas Zucker,Schokolade und etwas Obst. Doch jetzt im Winter gab es kein Obst hier mehr. &quot;Kein Problem - In Mani Ylem&quot; schoß es eben aus ihr hervor. Und sie hatte Glück, sie hatte sie so irgendein Obst gewünscht, dass tatsächlich Obst erschien.<br /><br />In dem Moment stand ihr Vater in der Tür. Missmutig und sie abstoßend anschauend. Es roch nach irgendeinem Hafenschnaps. Er hatte offenbar den Tag getrunken. Mit anklagenden Worten sprach er &quot;Und was jetzt? Willst du uns mit deinem magischen Obst vergiften?&quot;<br />Aria war irritiert. Ihre Mutter war erschrocken und wie vorhin ließ sie die Schüssel fallen. Das magische Obst verteilte sie auf dem Boden.<br /><br />&quot;Nein nein, das ganz harmlos. Einfach etwas gutes zu...&quot; erwiderte Aria. Sie streckte sie etwas, um halbwegs groß zu wirken.<br />&quot;Das Monster in Seidenkleidchen, harmlos und ...&quot; brachte ihr Vater wieder hervor.<br />Aria erwiderte nur &quot;Was weißt du denn schon?&quot; Doch dann erwiderte er ihr: &quot;Ich weiß eine ganze Menge mehr als Du glaubst&quot;.<br />Er hielt ein weiteres Bündel in der Hand und hielt es ihr entgegen. &quot;Ich habe es gelesen. All eure tolle Zauberei. Verbrennen, Vergiften, Erfrieren, Dämonenwesen zum Kämpfen, Stärker werden zum Kämpfen, sich in einen Drachen verwandeln, hinabstürzende Feuerbrocken, Blitze, noch mehr Blitze.&quot;<br />&quot;Deshalb bist du doch eigentlich hier?&quot; sprach er und hielt ihr das Zauberbuch, eingewickelt in feinsten Stoff hin.<br /><br />&quot;Dann nimm es, und lass Deine Mutter und mich endlich frei und in Frieden leben&quot;.<br /><br />Betrunken und wütend preschte er vor, drückte Aria das Bündel irgendwie in die Arme und versuchte sie zu packen.<br />Doch instinktiv sprach sie &quot;Rel Por&quot; und teleportierte sich aus dem Weg an die Stelle wo ihr Vater vorher stand.<br />Er hingegen rutschte auf den inzwischen matschig getretenen magischen Birnen aus und stürzte in Aria&#039;s Mutter hinein.<br />War es nun der Alkohol, das Rutschen, oder dann doch wohl das alte Rostige Messer welches es in den Bündel auch versteckt hatte.<br />Er rammte es beim Sturz tief in ihre Mutter hinein... Sie schrie schmerzvoll auf und krümmte sich die Wunde haltend.<br /><br />&quot;Was hast du getan?&quot; erhob er sich, zornig und wütend, über eigentlich seine Tat. Er hatte es nun wirklich auf Aria abgesehen. Ohne das Bündel, mit der dicken rostigen Klinge in der Hand drohte er ihr. &quot;Sie was du angerichtet hast. Du kommst in unser Haus, und bringst deine Schändliche Magie mit.&quot; triefte es aus ihm heraus. Aria erwiederte nur: &quot;Lass mich zu ihr, ich kann ihr helfen&quot;. Sie wollte gerade einen Heilzauber sprechen, da stach er schon auf sie ein. In der Hoffnung der Heilzauber würde gelingen, ließ sie es geschehen. Einmal, zweimal, dreimal... Jedesmal wurde wieder ihre Konzentration gestört.<br />&quot;Du warst nie meine Tochter, und du wirst es auch niemals mehr sein&quot;.<br />Ein Bild erschien ihr im Kopf. Es war Tutora El-Sovirax &quot;Bricht das Siegel, bricht die Welt&quot;...<br />&quot;NEEEINNNN&quot; Ohne weiter nachzudenken gab es eine Explosion. Aria hatte einen Explosionszauber gewirkt. Sie wollte die Angriffe einfach nur noch Beenden und wurde selbst davon ans Treppengeländer im Flur zurückgeschleudert, und dann war &quot;Stille.&quot;<br />Sie sah alles in Grau. Alles lag regungslos da. Sie sah sich selbst mit aufgeschlagener Kopfwunde auf der Treppe liegen.<br />Sie sag ihren Vater teils ohne Gliedmaßen tot in der Küche liegen.<br />Sie sah ihre Mutter bewusstlos oder tot mitten im Birnenmatsch liegen, blutüberströmt.<br />Das letzte Mal als sie diesen Zustand hatte, war es in einem Unterricht. Vlos sagte ihr damals, dass er sie wieder zurückholt. Doch er war nicht hier um sie<br />zurückzuholen. Eine gefühlte Ewigkeit verbrachte sie tief in Trauer. Über sich selbst, über den Tod ihres Vaters und über den ihrer Mutter. Grau in Grau...<br />doch dann... sie kam zu sich. Öffnete die Augen... Sie hatte die Zwischenwelt wieder verlassen, doch wie? War sie nur bewusstlos oder war jemand hier gewesen?<br />Doch als sie wieder mehr bei Kräften war, war es zu spät.<br />Ihr Vater war zerstückelt. Ihre Mutter war schon Blutleer. Sie hielt ihre Mutter noch eine ganze Weile im Arm, den letzten schönen Moment mit ihr festhaltend.<br />Nicht aufstehen, nicht loslassen wollen.<br />Bald würde die Garde hier sein und sich fragen was hier geschehen ist.<br />Es gab nur einen, der ihr nun helfen kann...<br /><br />Sie ergriff das Bündel, den Stoff, und dann den leblosen Körper ihrer Mutter... Dann nahm sie ihre letzte Kraft zusammen und zauberte ein Portal direkt zu ihrem Haus.<br /><br />&quot;Mutter, bleib bei mir. Ich werde dich nicht gehen lassen&quot;. schluchzte sie in ihrem Turm.]]></description>
<dc:creator>Maga Aria von Loghan</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sun, 14 Dec 2025 19:43:37 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82299,82299#msg-82299</guid>
<title>Ein Schreiben wird Konzilsvorstand Vlos&#039;Drathir mittels eines Schattenwesens überbracht (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82299,82299#msg-82299</link><description><![CDATA[*Das Schreiben ist mit guter blauer Tinte auf feinem und sorgfältig gerolltem Pergament geschrieben.*<br /><br />&quot;Dem Siegel zum Schutze, Konzilsvorstand Vlos&#039;Drathir.<br /><br />Ich gehe sicherlich recht davon aus, dass Ihr bereits aus Moonglow über die bestandene Magaprüfung<br />informiert wurdet. So dem nicht sei, so sei Euch dies nun von mir kundgetan.<br /><br />Als Zeichen meines Dankes habe ich ein seltene Gegenstände sichern können, die ich euch in den nächsten Tagen noch zukommen lassen möchte,<br />bevor ich mich in meine Heimat begebe, um von meinem eigenen Haus Lob oder Tadel zu empfangen habe.<br /><br />Maga Aria von Loghan&quot;]]></description>
<dc:creator>Maga Aria von Loghan</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Tue, 25 Nov 2025 16:58:28 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82295,82295#msg-82295</guid>
<title>Die Stille, die Hörner trägt (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82295,82295#msg-82295</link><description><![CDATA[Im nördlichen Saum des alten Stolzenforst, wo die Wege zu Erinnerungen werden und das Laub wie verschluckte Worte klingt, las Ithulien Lirindiel in vergilbten Blättern von einem Tier, das kein Mund voll nennt: dem Umbrawidder. Kein Gelehrter des Konzils hatte ihn gesehen, doch in Seitenrändern und Mönchshänden standen Zeichen, die man nicht für Tinte halten möchte - schmale Haken, halb wie Huf und halb wie Rune, vermerkt bei Nacht, wenn die Schreiber schwören, sie hätten nicht geschrieben.<br /><br />Es heißt, der Widder schreite über Hänge, die selbst der Wind meidet; seine Hörner seien wie doppelte Monde gebogen, und wo er senkt, senkt sich auch der Lärm. Manche nennen ihn nur einen Schatten, den das Auge ordnen will; andere einen Rest alter Herrschaft, der in die Wildnis gefallen ist und dort weiter atmet. In einem Bündel Klosterschriften fand Ithulien eine Hand, die flackerte - ein Hinweis auf eine Kuhle tief im Dorn, „wo das Gras schwarz glitzert, wenn der Morgen sich verspätet“. In einem Kaufmannsbuch aus den freien Landen begegnete ihm ein Preis für „Stille an einer Passnacht“; niemand nahm den Handel an, doch der Eintrag blieb. Und in den flüsternden Hallen von Marlanthir, zwischen zwei Psalmen, stand ein einzelnes Wort, das nicht dorthin gehörte: Umbra.<br /><br />Seither geht Ithulien, nicht hastig, sondern mit der Geduld des Zählers, der weiß, dass jede Zahl einen Platz hat. Er misst die Schritte an den Wurzeln, zählt die Pausen der Vögel, prüft, ob der Wald die Luft anzieht, bevor er antwortet. Er sucht keinen Kampf und trägt keine Trophäe, nur Fragen. Wo die Hänge enger werden, legt er das Ohr an den Boden, ob ein tiefer Ton noch in den Adern der Erde wacht. Wo die Dornen tiefer greifen, hebt er die Zweige mit der flachen Hand, als streiche er eine unsichtbare Schrift glatt. Er spricht wenig und schreibt weniger; was er notiert, sind Ränder: „Hier schwieg der Bach.“ - „Hier wartete der Wind.“ - „Hier fiel der Schritt, als ob ein Takt ihn nahm.“<br /><br />Von Feenseide reden die Blätter auch - von Fäden, die das Scharren der Welt dämpfen, gesponnen an Stellen, wo Lachen zerbricht. Nicht einmal die Feen nennen jene Fäden beim Namen, wenn der Mond alt ist; doch wer sie sucht, findet gelegentlich eine Lichtspur im Regen, die nicht nass wird. Und zwischen zwei unsicheren Linien steht vermerkt, dass Hörner, die nie den Tag gekannt haben, eine Maske geben können, welche die Stimme schmal macht wie ein Messer: eine Fratze nicht für Furcht, sondern für Zucht. Das alles sind Worte in Büchern; die Welt selbst hat sie Ithulien noch nicht gezeigt.<br /><br />Er folgt den Spuren, die eigentlich keine sind: einem Platz im Farn, an dem die Halme nicht brechen, sondern geordnet liegen; einem Hauch von Eisen in der Luft, der kommt, wenn kein Metall da ist; einer Stille, die einen Atemzug lang auf allem liegt wie eine unsichtbare Hand. Wo sie sich verdichten, legt er eine Markierung in den Boden - nicht Kreide, nicht Zeichen, nur einen Stein, der ein wenig gerader sitzt als die anderen. Dann geht er weiter, hinein zwischen Stolzenforst und den freien Landen, dorthin, wo die Karten nur noch raten und die Pfade sich aneinander erinnern.<br /><br />Manchmal, wenn die Dämmerung in die Bäume steigt und die Wipfel die Farbe von altem Zinn annehmen, bleibt Ithulien stehen und lauscht, ob nicht doch ein Ton den Hang hinabrollt, dumpf und fern, wie von Hörnern, die die Nacht rammen. Dann hält er den Atem an und zählt bis eins - und noch einmal bis eins - und lächelt nicht. Denn dies ist kein Ende, sondern ein Anfang. Die Schriften sind gelesen, die Wege sind offen, und der Hain antwortet, wie alte Dinge antworten: erst mit Abwesenheit, dann mit Gewöhnung, dann - vielleicht - mit Erscheinung.<br /><br />Wer ihm folgen will, finde die Stelle „wo das Gras schwarz glitzert, wenn der Morgen sich verspätet“, und warte eine Stunde, in der kein Vogel singt. Vielleicht senkt die Luft sich dann, als hätte sie Hörner. Vielleicht liegt nur Stille. Beides ist Zeichen. Und irgendwo zwischen beiden geht ein Elb, der Ordnung sucht, wo Schatten wohnen - noch ohne Helm, noch ohne Fäden, nur mit der Hand, die schon weiß, wie man sie halten wird.<br /><br /><img src="https://i.ibb.co/xtQzCMCt/Chat-GPT-Image-5-Nov-2025-13-48-14sm.png" class="bbcode" border="0" />]]></description>
<dc:creator>Ithulien Lirindiel</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Wed, 05 Nov 2025 13:50:27 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82294,82294#msg-82294</guid>
<title>Der Schwur von Hythloth (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82294,82294#msg-82294</link><description><![CDATA[Der Wind wehte kalt über den schwarzen Felsen, als Ithulien Lirindiel den letzten Anstieg hinaufstieg. Der Mantel aus schlichtem Grau klebte schwer an seinen Schultern, und unter dem Stoff glimmten drei Ringe matt im schwachen Licht. Vor ihm ragte das Tor von Hythlos empor, uralt, von Rissen durchzogen, aus denen fahles, bläuliches Licht sickerte.<br /><br />Seit Wochen hatte ihn eine unsichtbare Logik hierhergeführt - kein Ruf der Götter, sondern eine Gleichung, die sich in seinem Innern vollenden wollte. Er wusste nur, dass in der Tiefe dieses Ortes etwas erwachte, das Maß und Unmaß in neuer Weise verbinden konnte. Etwas, das die Welt nicht zerstören, sondern neu ordnen würde - wenn man verstand, es zu lenken.<br /><br />Er legte die Hand auf das Gestein. Es war warm, vibrierend, wie ein Herz unter Stein. Nicht lebendig, dachte er, sondern gespannt - wie eine Saite, kurz vor dem Ton.<br /><br />Hinter ihm hallten Schritte, leise, aber absichtsvoll. Aus dem Schatten trat Valzzur, ein Drow mit Augen so still wie gefrorenes Wasser. Sein Blick maß, nicht musterte.<br /><br />&quot;Ich hätte nicht gedacht, dass einer aus Marlanthir den Ruf hören kann,&quot; sagte er. Die Hand lag am Griff seines Dolches, und das Metall flüsterte, als lausche es selbst. &quot;Dieser Ort gehört nicht dir, Ordner.&quot;<br /><br />Ithulien drehte sich nicht sofort um. &quot;Ich habe gelernt,&quot; erwiderte er ruhig, &quot;dass Besitz eine Frage der Dauer ist. Wer bleibt, dem gehört, was standhielt.&quot;<br /><br />Valzzur lachte tonlos. &quot;Ihr Elfen mit euren Gleichnissen. Ich bleibe, wo Macht ist.&quot;<br /><br />&quot;Dann,&quot; sagte Ithulien und trat einen Schritt zur Seite, &quot;sind wir beide am richtigen Ort.&quot;<br /><br />Noch ehe sich die Spannung löste, schob sich Licht zwischen sie. Ein silberner Funke, und aus ihm trat ein Mann mit grauem Gewand, schlicht, fast demütig, und doch atmete die Luft um ihn wie gespanntes Glas. Gladios, der Erzmagier, sah sie an - nicht streng, aber mit der ruhigen Sicherheit desjenigen, der weiß, dass alles nach seiner Zeit geschieht.<br /><br />&quot;Genug,&quot; sprach er. &quot;Hythlos lässt sich nicht mit Stahl oder Spruch öffnen. Es braucht vier Essenzen. Und ihr zwei... seid Teil davon.&quot;<br /><br />Valzzur zog die Brauen zusammen. &quot;Und du bist der vierte?&quot;<br /><br />Gladios lächelte nur. &quot;Nein. Der vierte kommt noch.&quot;<br /><br />Die Luft verdichtete sich. Ein dumpfer Ton, wie das ferne Atmen eines Berges. Dann trat aus dem Nebel eine Gestalt in schwerer Rüstung, deren Metall Symbol trug: eine Sonne, deren Strahlen nach innen krümmten. Merdun, der Priester des Verderbens, blieb stehen.<br /><br />&quot;Ihr habt mich gerufen,&quot; sagte er leise. &quot;Vier Wege, ein Tor. Hythlos wartet.&quot;<br /><br />Ithulien musterte ihn. Kein Widerwille, keine Furcht - nur Interesse. &quot;Dann sind wir vollständig,&quot; murmelte er. &quot;Ordnung braucht vier Säulen.&quot;<br /><br />&quot;Und wenn die Säulen brechen?&quot; fragte Gladios.<br /><br />&quot;Dann,&quot; erwiderte Ithulien, &quot;beginnt die nächste Struktur.&quot;<br /><br />In diesem Moment erzitterte der Fels. Die Risse am Tor leuchteten auf - silber, purpur, tiefschwarz und klares Blau. Jeder von ihnen fühlte das Ziehen eines Zeichens, ein inneres Summen, das wie ein Atem durch sie ging.<br /><br />Sie legten die Hände auf die Zeichen. Kein Zögern, kein Wort.<br />Ein gleißender Blitz schnitt den Himmel, und das Tor öffnete sich mit einem Laut, der wie ein Herzschlag klang - geordnet, wiederkehrend, unvermeidlich.<br /><br />Ein kalter Luftzug strömte hinaus, und das Flüstern, das ihn begleitete, war kein Wahnsinn. Es war Struktur. Alte, reine, furchtbare Ordnung.<br /><br />Ithulien schloss die Augen und sprach, kaum hörbar:<br />&quot;Der Einsatz ist gesetzt.&quot;<br /><br />Dann traten sie ein.]]></description>
<dc:creator>Valzzur</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Mon, 03 Nov 2025 14:48:27 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82292,82292#msg-82292</guid>
<title>Die Hand, die den Chor lenkt (1 Antwort)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82292,82292#msg-82292</link><description><![CDATA[Im dämmernden Grün der Elfenlande, wo die Wipfel der uralten Hallen wie stilles Meer im Wind atmeten, wuchs Ithulien Lirindiel heran – ein Sohn des Liedes und der Zahl, hell an Geist und straff an Wille. In Marlanthir, dem hohen Sitz der Lehrenden, lernte er die leisen Gesetze der Dinge kennen: wie Sternenlauf und Wurzelwerk einander grüßen, wie Worte binden und Schweigen heilt. Lange war sein Herz dem Gleichmaß ergeben; doch unter der glatten Oberfläche reifte eine andere Sehnsucht - nicht nach Bewahrung, sondern nach Herrschaft über das Wandelbare, nach einem Takt, der stärker ist als Zufall und Laune.<br /><br />„Wir halten die Mitte,“ sprachen die Ältesten, und ihre Stimmen waren mild.<br />„Die Mitte hält nicht sich selbst,“ entgegnete der Jüngere, und seine Augen waren kühl.<br /><br />So kam die Zeit, da Ithulien aus Marlanthirs Toren schritt. Nicht im Trotz, auch nicht im Groll, sondern in jener gesammelten Entschlossenheit, die wie Stahl unter Seide liegt. Er trug einen Mantel von schlichtem Grau, drei unscheinbare Ringe an der Hand, Karten aus seiner Lehrzeit am Konzil der Magier – jenen ernsthaften Männern und Frauen im Bund der freien Lande, die Wissen wie Korn in Speicher legen – und in seiner Brust ein Wort, das er nicht mehr vergaß: Einsatz. Denn er meinte, die Welt sei ein Chor, der zerfiele, wenn niemand den Schlag gäbe.<br /><br />Gen Westen sanken die Wälder und die Wege wurden härter. Das ehemalige Herzogtum Stolzenforst lag da wie ein halb vergessener Eid: Burgen ohne Banner, Straßen, die nur noch von Staub und Erinnerung heimgesucht wurden. Jenseits, in den wilden Markungen des Bundes der freien Lande, lag kein Gesetz als das, welches Männer für eine Nacht mit Messer, Münze oder Ehre setzten. Dort diente Ithulien zuerst als Ratgeber in geringen Dingen: Er glättete Streit um Furten und Zölle, teilte Redezeiten zu, legte Fristen wie Schienen; und siehe, die Geschäfte gingen leichter, die Stimmen wurden leiser, und die Leute, die ihn riefen, nannten ihn klug.<br /><br />Doch wo er verhandelte, horchte er. In Kellern, die nach Korn und Kühle rochen, in Schenken, wo das Wort rascher flog als der Löffel, sammelte er Spuren – nicht nach Geräten der Wunder, die die Hände gierig machen, sondern nach Lehrsätzen, die Willen in Formen zwingen, nach mehrstimmigen Siegeln, die Befehl, Lohn und Drohung in eins verschränken, nach Bindungsorten, an denen Geschichte schwer liegt wie Stein. Und je länger er suchte, desto weniger trug seine Stimme den weichen Klang der Heimat: Sie nahm den Ton eines Zählers an, der Menschen und Mächte nach Gewicht und Wirkung bemisst.<br /><br />Bald wandelte er jenseits der hellen Wege. In Speicherhäusern nahe den Märkten, deren Balken das Flüstern der Nacht halten, begegnete er Gesandten der Tiefen Sippe, die andere Drow nennen. Ihre Augen waren dunkel wie Brunnenlicht, ihre Sätze schmal und scharf. „Wir handeln in Zugängen,“ sagten sie, und die Schatten nickten mit. „Du begehrst Pfade, die wir kennen.“ Ithulien nannte seinen Preis: nicht Gold, sondern Einlass in vergessene Gewölbe, Einsicht in alte Ordnungen, Namen von Räumen, wo Eide wie Salz im Holz stehen. Ihr Preis war Schweigen und Rücksicht, Beharrlichkeit im Schatten, und ein stilles Einverständnis, dass Ordnung auch ohne Erbarmen bestehen kann.<br /><br />Mit den Orks fand er einfacher Recht, denn ihr Brauch ist laut und klar. Auf den Graten des Stolzenforst, wo der Wind die Zöpfe hart zeichnet, bot er Marschordnung gegen Wegerecht. „Keiner brüllt in der Nacht; keiner löscht das Feuer träge; Wasser fließt nach Maß, Schritte folgen Zeichen,“ sprach er, und der Kriegsherr, Narben wie Knoten über die Brust gespannt, erwog den Nutzen. So kam es zu befristeten Schwüren, nicht zu Freundschaft: Sie gaben ihm Schutz durch enge Pässe, er gab ihnen Zeitgewinn, und beider Hände blieben frei, wenn der Mond wechselte. Aus dieser Kälte spross kein Mitleid – aber Verlässlichkeit, die in wilden Landen seltener ist als Gold.<br /><br />Und dennoch, je öfter Ithulien Einsätze setzte, desto seltener lauschte er dem Lied. Er schrieb sein Denken in ein schmales Buch: *Der Eine Takt*. Darin hieß es, dass Freiheit ohne Ränder nur raschere Flut sei; dass Güte ohne Gesetz den Guten verzehrt; dass Würde dem Gewicht erliege, wenn ihr niemand zur Seite tritt mit Zucht. Solche Worte tragen zweischneidige Klingen. Man kann mit ihnen Städte führen – oder Seelen.<br /><br />Eines Abends kamen Boten aus Marlanthir in eine Herberge an der Waldkante. Sie trugen das leise Licht der Heimat in den Augen und den harzigen Geruch guter Arbeit in den Händen. „Du bist unser Kind,“ sprachen sie. „Kehre um. Lege ab, was du sammelst. Schwöre aufs Gleichmaß.“ Da stand Ithulien ans Fenster, das auf einen Hof ging, wo ein Knecht sein Pferd mit jener sanften Strenge striegelte, die mehr heilt als jedes Lied. „Ich schwöre auf den Einsatz,“ sagte er leise, „der die Stunde hält.“<br /><br />Für einen Atemzug schwieg alles im Raum, als lege eine unsichtbare Hand Lininen über Luft und Lärm. Dann regte sich das Haus, und die Boten sahen, was sie nicht sehen wollten: dass aus dem Schüler der Setzer geworden war; und dass das Maß, an das er glaubte, von ihm ausging.<br /><br />So nahm die Schattenwende ihren Anfang. Im Bund der freien Lande nannte man ihn den Grauen Ordner; Orks gaben ihm Beinamen, die in Kehlen sitzen und doch Respekt verraten; die Drow sprachen von ihm ohne Lächeln. Er baute keine Throne, schmiedete keine Kronen; und doch zog er unsichtbare Gitternetzte über Wege, Märkte, Heerzüge. Mit jeder geordneten Nacht wuchs die Gewohnheit, auf seinen Schlag zu warten; und wo Gewohnheit Wurzeln schlägt, da reift Gehorsam.<br /><br />Zuweilen kehrte er ans Konzil der Magier zurück, ein Gast am langen Tisch. Er stritt ruhig mit alten Lehrern; er gab nach, wenn ein Beweis traf; er bog zurück, wenn Vernunft es forderte. Aber aus den Zugeständnissen wuchs kein Umkehren. Denn er hatte in den leeren Burgen des Stolzenforst eine Wahrheit gefunden, die wie kalter Tau am Morgen beißt: Verlassene Herrschaft bindet mehr Erwartung als geübte, und Erwartung ist der leiseste Zügel.<br /><br />Und zuletzt – wer will sagen, wann ein Schatten beginnt? – mischte sich in seine Mäßigung ein Hauch von Härte, der nicht mehr nur Mittel war, sondern Anfang eines Endes. Wo er früher den Nutzen zählte, prüfte er nun das Recht des Stärkeren, nicht im Brüllen, sondern im Recht des Strukturierten: „Wenn der Takt bewahrt, darf er auch befehlen,“ sprach er. Und in Nächten, da der Wind an den Türen zog, flackerte in seinem Blick ein fernes Glimmen, wie von einem Feuer, das lange unter Asche lag und langsam Nahrung fand.<br /><br />Doch selbst da suchte er weiter und besaß wenig. Denn seine Gier war nicht die der Hände, sondern die der Ordnung. Er jagte Lehrsätze durch Archive, mehrstimmige Sigillen durch dunkle Schulen, Bindungsorte durch Kuppen und Klüfte; er reihte Namen zu Linien, Linien zu Plänen. Um ihn her schob sich die Welt unmerklich, als lärme sie leiser, wenn er stand, und eile, wenn er ging. Manche dankten ihm für Frieden, der freilich nach Eisen schmeckte; andere mieden seinen Schritt, als trage er Frost in Säumen.<br /><br />Wer den Atem Marlanthirs kennt, der fürchtet die Stunde, da Ithulien heimkommt, nicht mehr bittend, sondern mit Vertrag: Sicherheit gegen Souveränität – ein feines Schriftband, fester als Ketten. Vielleicht schlagen dann die Hallen die Augen nieder, und einer wird sprechen: „Dies ist Ordnung ohne Herz.“ Vielleicht aber seufzen die müden Lande und nehmen an. Denn so arbeiten die Schatten der Macht: nicht im Gewitter, sondern im Gewöhnen.<br /><br />Und wenn dereinst von Ithulien erzählt wird, wird man sagen, er sei edel begonnen und strenger geworden, bis die Strenge zur Kälte ausfror; dass er Maß suchte und in Macht geriet; dass er Einsätze gab, bis das Lied dem Takt gehörte und nicht mehr den Sängern. Dann mögen die Namen der Orte mitschwingen – Marlanthir und Stolzenforst, der Bund der freien Lande und das gelehrte Konzil –, und die Menschen werden wissen: Das Böse kommt selten mit Zähnen zuerst. Es kommt mit Ordnung, die niemandem wehtun will, und endet in Ordnung, die niemandem entkommt.]]></description>
<dc:creator>Ithulien Lirindiel</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Mon, 03 Nov 2025 13:13:54 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82280,82280#msg-82280</guid>
<title>*laut rufen die Boten* MARKTSTUNDE - Jetzt an jedem Tag der Sonne, 6. Stunde an der Rast (2 Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82280,82280#msg-82280</link><description><![CDATA[*laut rufen die Boten* MARKTSTUNDE - Jetzt an jedem Tag der Sonne, 6. Stunde an der Rast<br /><br />*Die Marktschreier rufen weiter*<br />Ganz frisch eingetroffen, die Neue Ware für den eleganten Magier von Welt<br />...<br />Die Nachfrage ist Hoch, also kommt vorbei ehe sie vergriffen sind.<br />...<br />Andere Waren und Bestellungen auch Möglich<br />...<br />Kommt zur MARKTSTUNDE an die Abenteurers Rast...]]></description>
<dc:creator>Hannef Hester - Staebe und mehr</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sat, 08 Nov 2025 02:34:31 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82279,82279#msg-82279</guid>
<title>Wer die Göttin der Nacht missachtet......... (2 Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82279,82279#msg-82279</link><description><![CDATA[In der Unterwelt von Che&#039;el del Thalackz&#039;hind, wo das Licht nie hingelangt, trat Shimyra in die Stille. Dort, wo Spinnweben wie Lieder hungern und der Boden von kaltem Staub erzählt, rief mich eine Stimme, die kein Ohr je hören würde. Lloth, Göttin der Schatten, sprach nicht mit Laut, sondern mit Blicken. Ein Netz aus Gedanken, das sich in mein Herz legte, sanft und scharf .<br />Ich kniete nicht vor ihr senkte nur den Kopf, denn Anbetung schmälerte die Würde des Netzers. Stattdessen ließ ich mich von ihrem kalten Glanz streifen, In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich nicht mehr nur eine Drow war, sondern ein Teil eines älteren, dunkleren Musters eine Fädenverbindung, die schon Ewig überdauerte.<br />Ihre Geisterstimmen flüsterten ohne Mundbewegung durch Che&#039;el del Thalackz&#039;hind Geschichten von Verrat, von Bündnissen, von Verrätern und niederen Fremd-Rassen.<br />Lloth sprach mit kalter Eleganz, über einen Erzmagier, der die Drow beleidigt hat. Ihre Stimme war der Wind, der Spinnweben zum Klingen bringt.Seine Worte waren ein schneidender Stich in die Würde unseres Volkes.<br />Er nannte uns minderwertig, verspottete unsere Kunst des Netzes, als wäre unsere Dunkelheit nur ein Spielzeug für andere Füße. Lloth sah die Warheit:<br />Lloth forderte Genugtuung die Worte des Erzmagiers zu prüfen und seine Taten zu überdenken, sie fordert Respekt ein.<br />Wer die Drow beleidigt, muss sich den Netzen stellen.<br />Er muss erkennen, dass Würde nicht durch Lärm und falsche Worte gewonnen wird, sondern durch die Kunst, in den Tiefen zu wandeln, ohne das Netz zu zerreißen.<br />Einen Namen nannte Lloth mir nicht so verließ ich den Tempel um die Vadaharr darüber in Kenntnis zu setzen was unsere Göttin von uns erwartet.<br />Jemand sollte dafür büßen müssen wenn nicht dieser Erzmagier gefunden werden kann.]]></description>
<dc:creator>Shimyra Vadaharr</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Wed, 22 Oct 2025 18:25:40 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82274,82274#msg-82274</guid>
<title>Tage und Nächte (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82274,82274#msg-82274</link><description><![CDATA[Tage und Nächte vergingen nun. Seit dem letzten Unterricht ist einiges an Zeit vergangen.<br />Konzilsvorstand Vlos hatte sie auf mehrere Dinge hingewiesen, wie die Prüfung ablaufen würde<br />und dann hatte er auch mehrere Fragen gestellt.<br />&quot;Oh nein&quot;, dachte sich Aria. Das es eine kleine Prüfung geben würde war ja angekündigt.<br />Vor lauter Vorbereitung der Applicatio nach den Vier Säulen hatte sie das ganz vergessen.<br />Doch dann schien sie doch viel besser sich an viele Dinge zu erinnern als sie im ersten Moment dachte.<br />Aber einige Fragen waren dann doch so knifflig, da musste sie zwischendrin passen.<br />Ihr spukten so Gedanken durch den Kopf &quot;Was? Davon habe ich ja noch nie was gehört, oder Worauf will er jetzt schon wieder hinaus?&quot;<br />Schließlich ertappte sie sich wieder dabei wie sich dachte &quot;Er hasst mich doch eh und kostet das Quälen eines jungen blonden hellhäutigen Mädchens sicher richtig aus&quot;.<br />Doch dann erschien es ihr doch nicht mehr so eine Tortur zu sein, und es gab sogar hoffnungsvolle Worte zum Schluss.<br />Aria notierte sich mehrere Dinge und hatte nun noch einen guten Weg zu beschreiten.<br />Nächste Station: Magierarbeit<br /><br />Schon seit einer Ewigkeit hatte sie viele Versuchsexperimente mit unterschiedlichen Wesen beschworen mittels KAL XEN gemacht.<br />Eigentlich war ihr innigster Gedanke dabei nur, dass bitte der Geist oder die Gestalt zufällig erscheinen soll, die sie seit frühester Kindheit immer wieder in Vesper gesehen hatte. Doch seit ihrem letzten Besuch, wo sie auf den Dachboden zu einer alten Robe und einem noch älteren Zauberbuch geführt wurde, hatte sie diesen Geist nicht mehr gesehen. Es schien fast so als wolle er nicht kommen, so sehr sie auch versuchte ihn zu beschwören.<br />Doch so versuchte sie es weiter und bald schon erkannte sie die verschiedenen Geisterwesen mehr und mehr wieder.<br />Sie fertigte Zeichnungen von ihrem Aussehen an. Setze sie verschiedenen Zaubern aus, und ließ sie sogar gegen Ettins kämpfen.<br />Eifrig notierte sie Informationen und mehr.<br /><br />Tutora El-Sovirax schien nun wohl auch so langsam hinter der Magierarbeit her zu sein.<br /><br />&quot;Ja gut, ich schreibe es bis zum Ende des Mondes zusammen. Es ist soweit alles da, nur tue ich mich etwas schwer es in die &#039;richtigen&#039; Worte zu fassen&quot;.<br />Bei diesem Satz kam ihr sogleich wieder die Worte von Vlos in Erinnerung. &quot;Worte der...&quot; und dann diese rot glühenden Augen dabei.<br />Und dann sah sie ihren Vater, wie er sich wahrscheinlich so darüber freuen würde, wenn sie es nicht zur Magierin schaffen würde.<br />Der Ansporn traf sie ins Mark.<br />...<br /><br />Tage und Nächte vergingen. Die Tinte musste mehrmals nachgefüllt werden.<br /><br />Dann war es soweit, ein erstes Exemplar übergab sie Tutora El-Sovirax. Wenn sie es soweit gut fand, kann es so bleiben.<br /><br />Sie schaute nochmal auf das entstandene Buch. Ganz schön dick war es geworden, doch das meiste davon waren lediglich die nüchternen Beschreibungen und die Zeichnungen zu den beschworenen Wesen.<br />Weniger ist da gar nicht möglich. Eher sogar noch mehr, dachte sie sich. Das wird nun Band 1.<br />Band 2 geht dann um Dämonen, Drachlinge und Aberrationen.<br />Und es gab soviel mehr noch zu Beschreiben, zu Katalogisieren und einzuordnen. Zum Beispiel Elfenwesen oder die Reittiere.<br />Band 2123: Die 10 stärksten Wesen jenseits alles vorstellbaren. Schattendrache, Schattenritter, Drakonischer General. Vielleicht dann doch lieber die 25 stärksten Wesen draus machen<br /><br />Und so schlummerte sie erstmal weg in ihrem Bett... Eine Last, eine Anstrengung war von ihr gegangen.]]></description>
<dc:creator>Adepta Aria von Loghan</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Tue, 30 Sep 2025 00:02:13 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82267,82267#msg-82267</guid>
<title>Das Wrack der Tausend Kisten (5 Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82267,82267#msg-82267</link><description><![CDATA[Der Ordensstreiter Filirin Asoma machte ihm vor einer Weile auf und zeigte Heinrich die besagte Kiste, die es zu öffnen galt.<br />Heinrich hatte irgendeine mysteriöse Kiste, Kunterbunt oder Geheimnisvoll, mit Runen Verziert wie er sie aus so manchen Bauch eines Drachen schon<br />holte im Kopf gehabt. Umso enttäuschter war er, als es sich nur um eine Postkastenkiste aus gar normalem Eisen handelte.<br />Nun das sollte schnell gemacht sein.<br />Und ja, es dauerte nicht lang. Obwohl das Schloss schwer zu knacken war.<br />Der Deckel öffnete sich groß und was war drin? Eine Karte. Eine Schatzkarte nahm er an.<br />Nun ja, interesse danach zu suchen hatte er schon, nur hat er vom Schatzsuchen keine Ahnung.<br /><br />Wie dem auch sei. Beide beschlossen die markierte Stelle zumindest mal aufzusuchen.<br />Sie fanden ein Schiffswrack. Heinrich kannte das Wrack, doch hatte er es nie betreten. Von Aussen hatte er immer wieder Kisten darin gesehen,<br />die Geheimnisvoll aussahen. Er kam früher nicht hinein, oder hatte er es nur nicht hartnäckig genug versucht?<br />Hinter einem Busch ging es hinein. Drinnen, alles voll mit Kisten. Ich glaube jede Kiste, die es je auf der Welt gab, und noch mehr.<br />Meistens waren sie leer. In einer sah er einen Edelstein funken. Er griff rasch zu und ließ ihn in seinen Beutel zu den anderen gleiten. Amethyste waren für Barden wichtig, hatte er sich notiert.<br />Filirin durchsuchte auch das Wrack. Hin und wieder stießen sie auf pralle Beutel mit Gold. Erst wollte Heinrich sie mitnehmen, doch eine Erzählung von Speer des Lichts ließ ihn umdenken. Er sprach über einen Traum und wie ihn eine Stimme rief, und zur Karte führte, und damit wohl hierher.<br />Weiter oben im Wrack gab es dann noch einen Raum, vielleicht das Kapitänsquartier. Doch es war verschlossen, sie fanden keinen Weg hinein. Es war auch niemand da, nur ein totes angekettes Skelett war im Rumpf des Wracks ausfindig zu machen.<br />Am Rand war aber ein Schriftzug am Schiff angebracht, wahrscheinlich der Name, ganz verblasst &quot;Seefalke&quot;.<br /><br />Nun ja, vielleicht muss der Speer des Lichts auch einfach mal wieder gut mit einer Frau Liebe machen. Dann schläft er besser. Dachte sich Heinrich.<br />Da fiel ihm ein, er wollte doch was in Cove. Ja, erst ne Runde Saufen und dann zur einer Bauersmagd. Der neue gefundende Amthyst vom Schiff sollte doch jemanden umstimmen können, wenn die Stimme und der Charme mal wieder versagt. Und an einen Fluch glaubt er nicht. In dieser Welt gibt es soviel sonderbares, da müsste ja bald alles sonst ein Fluch sein....<br />Auf gehts Cove. Heute Nacht wird gesoffen und mehr...]]></description>
<dc:creator>Heinrich der Sanfte</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Fri, 12 Sep 2025 17:09:20 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82256,82256#msg-82256</guid>
<title>Geschehen vor Buccaneer&#039;s Den (1 Antwort)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82256,82256#msg-82256</link><description><![CDATA[<b><i><center class="bbcode">Die Nacht war trüb und in ein düsteres Dämmerlicht getaucht. Doch es war nicht nur die bedrohliche Witterung, die ein mulmiges Gefühl vermittelte. Es war der Nebel, ein undurchdringlicher Schleier, der sich über die Wasseroberfläche gelegt hatte und alles in eine geheimnisvolle Stille hüllte.<br /><br />Obwohl die Matrosen und Soldaten auf den Kriegsschiffen von Barbons Armee wussten, dass das nächste Kriegsschiff direkt in Rufweite neben ihnen ankerte, so wurde es dennoch völlig vom Nebel verschluckt. Einer der wachhabenden Soldaten stand an der Reling und ließ seinen Blick über die glatte Wasseroberfläche wandern, die wie ein unberührter Spiegel wirkte.<br /><br />Plötzlich wurde die starre Nebelwand von einer Bewegung zerrissen. Ein schemenhafter Umriss glitt durch die Fluten. So schnell, wie es erschienen war, war es auch wieder im Nebel verschwunden. Sollte der Soldat Alarm geben? Hatte er gerade wirklich etwas gesehen?<br /><br />Er wollte auf Nummer Sicher gehen und starrte tief zu jener Stelle, an der er die Bewegung wahrgenommen hatte.<br />Da war es wieder! Und tatsächlich: Es war ein prächtiges, aber verfallenes Segelschiff, dessen Segel wie verwelkte Blätter hinunter hingen. Das Holz war von der Zeit gezeichnet, schwarze Flecken der Fäulnis und Moos überzogen es wie ein schleichender Tod. Die Masten ragten in den grauen Himmel wie die Knochen eines lang vergessenen Riesen. Es gab keinen Laut, kein Geräusch des Wassers, nichts, was die Präsenz dieses Schiffes begleitete – es schien, als wäre die Welt um ihn herum erstarrt.<br /><br />Der Soldat trat näher an die Reling, seine Hand krallte sich fest um das kalte Holz, während sein Atem flach und hastig wurde. Der Anblick war sowohl faszinierend als auch schrecklich. Inmitten des Nebels glitt das Geisterschiff lautlos vorbei, seine Form schimmerte und wackelte, als wäre es nicht ganz von dieser Welt. Erinnerungen an alte Seemannsgeschichten kamen ihm in den Sinn – Geschichten von verlorenen Seelen und vergessenen Schätzen, die von Geistern bewacht wurden.<br /><br />Wieder verschluckte der Nebel das Geisterschiff, welches sich lautlos entfernte, als wollte der Nebel das Geheimnis für immer bewahren.<br /><br />Die Gedanken des Soldaten rasten. Die Worte seines alten Kapitäns hallten in seinem Kopf wider: „Manchmal bringt der Nebel nicht nur die Gewässer der Erinnerungen zurück, sondern auch die Schatten der Vergangenheit.“<br /><br />Er konnte den Anblick des geisterhaften Schiffes nicht aus seinem Kopf bekommen, während das Meer erneut in eine bedrückende Stille fiel. Was hatte er gerade gesehen? War es nur eine Illusion, geboren aus der Einsamkeit und den Stürmen seiner Seele? Doch in den tiefsten Winkeln seines Herzens wusste er, dass der Nebel tiefere Geheimnisse barg – Geheimnisse, die vielleicht nie ans Licht kommen sollten.<br /><br />Der Soldat entschied sich dafür keinen Alarm zu geben und starrte noch lange Zeit auf die Stelle, bis sich die Sonne über den Horizont gekämpft und den Nebel weitestgehend vertrieben hatte.</center></i></b><br /><br /><br /><center class="bbcode"><img src="https://img.freepik.com/premium-photo/ghost-ship-flying-dutchman-sailing-through-fog_1314467-127161.jpg" class="bbcode" border="0" /></center>]]></description>
<dc:creator>Quest der Seefalke</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Thu, 28 Aug 2025 10:29:13 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82235,82235#msg-82235</guid>
<title>Schatten über dem Konzil (1 Antwort)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82235,82235#msg-82235</link><description><![CDATA[Die Hallen des Konzils waren seit jeher von ehrwürdiger Stille erfüllt – ein Ort, an dem Worte Gewicht trugen und Blicke oft mehr sagten als ganze Bücher. Doch in den Schatten ebenjener Gänge, zwischen uralten Folianten und staubverhüllten Erinnerungen, begann sich ein Unrecht zusammenzubrauen, das selbst die Säulen der magischen Ordnung erzittern ließ.<br /><br />Gladios Partecko – ein Name, der in Moonglow, in Britannia und weit darüber hinaus mit Ehrfurcht geflüstert wurde. Erzmagier, Lehrmeister des arkanen Pfades für dutzende Schüler und Schützlinge. Nicht wenige hatten unter seiner Anleitung die Prüfung zum Magier bestanden.<br />Gladios war nicht nur ein Lehrer, sondern ein Leuchtturm im Sturm der arkanen Wirren. Und mehr noch: Seine Macht im direkten Kampf war unerreicht. Nie, niemals, hatte es jemand gewagt – oder gewagt und überlebt –, sich gegen ihn im offenen Duell zu stellen. Jene, die es versuchten, fanden sich binnen Sekunden entweder versteinert, verbrannt oder in einer anderen Sphäre wieder.<br /><br />Doch so fest auch seine Stellung unter den Meistern der Magie war – umso unerklärlicher erschien es ihm, dass das Konzil, in Person des Dekans, sich ohne eine persönliche Anhörung auf bloße Anschuldigungen stützte. Ohne ein Wort an ihn, ohne die geringste Nachfrage, ob jene Worte, die man ihm in den Mund legte, je gesprochen wurden. Dass ein Dekan solche Vorwürfe ohne jede Rückversicherung weiterträgt – das war nicht nur enttäuschend. Es war ein Schlag ins Gesicht all dessen, was die Konzilslehre je bedeutete.<br />Doch Gladios schwieg zunächst. Denn er erkannte das Spiel.<br /><br />Er wusste, dass hinter diesem Brief nur einer stecken konnte – Vlos&#039;Drathir. Der gegenwärtige Konzilsvorstand, ein Drow und Adept, der einst selbst unter Gladios&#039; scharfer Aufsicht seine ersten Runen schrieb<br />Dass er einst Vlos’Drathir aus der Bedeutungslosigkeit holte – einem hochnäsigen, selbstverliebten Adepten, dessen Geltungsdrang größer war als sein magischer Funke – ist vielen bekannt. Dass dieser einstige Schüler von Gladios nun Konzilsvorstand sei, war allein der Großzügigkeit und der Geduld Gladios’ zu verdanken, als er sich damals Schüler des Arcomagus Partecko nennen durfte. Und genau dieser Mann – einst nicht würdig genug, Gladios’ Schatten zu deuten – ist nun Drahtzieher hinter einem Brief, der nicht nur die Ehre, sondern das Erbe eines Erzmagiers in Frage stellt. Doch kaum trug er selbst den Umhang des Vorstandes, offenbarte sich sein wahres Gesicht.<br /><br />Und der Dekan?<br /><br />Offenbar reicht die salzige Meeresluft Moonglows nicht mehr bis an seinen Schreibtisch. Anders lässt sich sein blinder Glaube an Worte aus dritter Hand kaum erklären. Einst ein Mann des Rates, nun kaum mehr als ein Briefeschreiber, der auf Zuruf handelt.<br /><br />Er wagte es, Worte niederzuschreiben, die den Meister ohne Anhörung verurteilen. Worte, die auf bloßen Aussagen beruhen. Worte, die sich in jenes trügerische Netz der Intrige einweben, das Vlos’Drathir schon lange heimlich knüpfte.<br />Vielleicht braucht man in seiner Position auch keine Beweise mehr – nur ein Flüstern aus der richtigen Richtung, und schon wird aus Loyalität Verdacht, aus Autorität Schuld. Moonglow mag weit entfernt sein, aber offenbar ist der Weg vom Ohr zum Verstand in seinem Fall noch länger.<br /><br />Gladios erinnerte sich gut an jenen Tag, an dem Vlos ihn aufsuchte. Die Worte schienen freundlich, das Angebot verlockend: &quot;Mehr Einfluss, mehr Macht, gemeinsam könnten wir das Konzil neu ordnen.&quot; Doch Gladios erkannte die Schatten in Vlos’ Augen. Der Vorschlag war nicht nur unethisch, er war gefährlich. Vlos hatte gar den Plan, Gladios durch einen rituellen Schnitt in Bewusstlosigkeit zu versetzen, um dann seinen Geist zu manipulieren – eine Methode, die alte Drow-Meister bei Rebellen nutzten, um deren Loyalität umzuprogrammieren. Gladios lehnte kühl jenes Angebot ab.<br /><br />Ab jenem Tag war alles anders. Vlos sprach nie wieder direkt mit ihm. Doch Gerüchte, Intrigen und Flüstereien durchzogen seitdem die Flure.<br />Was seine Worte gegenüber der Collega betraf – ja, sie fielen. Und ja, sie waren scharf. Doch niemals aus Bosheit, niemals mit dem Ziel, jemanden zu verletzen. Vielmehr waren sie Ausdruck jener Sorge, die ihn stets umtrieb: Sorge um das, was aus der nächsten Generation der Magieanwender werden würde. Sorge darum, ob Wissen noch Tiefe hat, ob Lehre noch Verantwortung trägt. Vielleicht war sein Ton hart, doch sein Herz war stets aufrichtig. Sollte es je als Kränkung verstanden worden sein, so bedauert er es zutiefst – denn niemals war es persönliche Herabwürdigung, sondern der Schrei eines Mannes, der das Fundament der magischen Lehre in Gefahr sah.]]></description>
<dc:creator>Arcomagus Partecko</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Tue, 02 Sep 2025 12:00:57 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82210,82210#msg-82210</guid>
<title>Geht es hier wirklich noch um das Siegel und die Magie? (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82210,82210#msg-82210</link><description><![CDATA[Diese Frage stellt sich Aria in letzter Zeit immer öfter.<br />Seit nun bald 2 Monden ist sie von daheim weg, nachdem man ihr offenbart hat, dass sie Magische Kräfte besitzen würde, und daher ausgebildet werden müsse. Zum Schutz des Siegels und zum Schutz ihrer Selbst und anderer vor den Kräften.<br />Seither hatte sie viel theoretisches in der Bibliothek dazu gelesen. Auch die anderen Bibliotheken in Vesper und sogar eine versteckte Bibliothek, die ein gewisser Jono Blatt wieder hergerichtet haben soll, hat sie aufgesucht.<br />Trockene Bücher. Sie beschreiben etwas, es klingt passabel und doch ist es nicht so richtig greifbar.<br />Auch wenn sie spürt, wenn sie sich konzentriert, wie diese arkane Kraft durch ihren Körper gelangt, sich bündelt, sich fokussiert durch ihre Gedanken, durch die Worte, die astrale Energie durch die Reagenzien aufnimmt.<br />Einem Buch konnte sie keine Fragen stellen... im Unterricht schon.<br /><br />Doch &quot;Geht es hier noch um das Siegel und um die Magie&quot; oder doch um etwas ganz anderes?<br />Nach dem ersten Unterricht durch den Konzilsvorstand rauchte ihr Kopf schon. Irgendwie blieb bei ihr eigentlich nur Hängen, &quot;die Menschen sind an allem Schuld gewesen&quot;, &quot;ohne den ausufernden Magiegebrauch durch die Menschen, hätte es weder Siegel noch Arthain noch sonstwas gegeben&quot;. So dass Aria sich auf weitere Nachforschungen begab, die in den grundsätzlichen Fakten zwar ähnliches berichtete, doch nicht diese Menschenanklage verinnerlichte. Jene Abschrift bekam sie von einer anderen Erzmagierin.<br /><br />Und jetzt im letzten Unterricht schon wieder. Ein Erzmagus mischte sich zum Ende des Unterrichts ein. Es war ein skuriles Schauspiel. Aria hatte noch Fragen, doch das rumdiskutiere von diesem Erzmagus schien Aria nicht gerade konstruktiv zu sein. Vorgestellt hatte er sich nicht. Doch als sie nach dem Unterricht die Gemälde durchging, erkannte sie ihn wieder. Erzmagus Parecko. Den Namen hatte sie doch schon einmal gelesen...<br />Noch während die Magier sich auf dem Flur auseinandersetzten, ging Aria zur Bibliothek und blätterte die Abhandlungen von Vloss durch...<br />Hm, &quot;auch wenn der Rivvin nur einen Bruchteil von der Wahrheit bekannt ist&quot; oder so ähnlich...<br /><br />Wer weiß hier eigentlich irgendwas wirklich definitiv? Raten sie alle nur? Definieren sie alle nur bis ein anderer es neuer oder anders definiert, weil es auch auf die Lage passt? Oder geht es hier um mehr? Konflikte zwischen Drow und Menschen oder gar zwischen Menschen und Menschen?<br /><br />Bei allem stellt sich aber die Frage: Wenn dem so ist, ist die Grußformel zum Schutz des Siegels richtig oder nur Heuchelei? Vorgeschoben für andere Konflike?<br /><br />Noch vor 3 Monaten war sie in Vesper. Ihr Weltbild war wohlgeordnet. Ihre Eltern, die Magier regelrecht verabscheuten, und sie von ihnen fernhalten wollten. Sie wuchs in ein Haus, wohlbehütet, ohne diese ganzen Sorgen auf. Sie half ihrer Mutter beim Kekse und Kuchen backen und schon gar nicht musste sie sich umdrehen, ob ein Drow ihr ggf auflauert.<br />Sie brauchte sich keine Sorgen um ein Siegel zu machen.<br />Und schon gar nicht ob es nun A oder B heißt. Wer schuld an dem allen hat. Welcher Erzmagier potenter oder eher gesagt, die besseren Spielsachen besitzt oder Dinge weiß die andere nicht oder anders definieren.<br /><br />Nun wie dem auch sei. Da grobe &quot;Handwerkszeug&quot; kennt Aria nun. Fehlt nun nur noch der Unterricht über die Vier Säulen der Magie.<br />Gelesen hatte sie das schon in der Bibliothek...<br />Angewendet hatte sie auch schon eine Vielzahl von Magie, auch wenn sie oft genug wegen der Worte und Reagenzien im Zauberbuch nachschlagen musste.<br /><br />So langsam wird es Zeit die eigenen Forschungen zu intensivieren... Sie hatte sich damals zu Necromantie gemeldet, weil es ihr am Sinnvollsten schien. Ihr Wunsch war es wieder den Vesperer Friedhof zu besuchen, und endlich richtigen Kontakt mit dem Geist aufzunehmen, der sie schon so oft aufgesucht hatte.<br />Und so las sie weiter alles was mit Geisterkunde und mehr zu tun hatte. Schulte sich darin immer und immer wieder Wesen herbeizurufen, in der Hoffnung, es würde sich nur einmal der Geist zeigen, der sie nachts aufsuchte.]]></description>
<dc:creator>Adepta Aria von Loghan</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Tue, 27 May 2025 08:17:17 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82203,82203#msg-82203</guid>
<title>&quot;Willkommen im Cafe &#039;Zum Magischen Genuss&#039; - gleich auf dem Markt in der Rast&quot; (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82203,82203#msg-82203</link><description><![CDATA[... hängt an verschiedenen Orten aus.<br /><br />Darunter dann eine kleine Skizze wo es sich genau befindet.<br /><br />Grog und Bier sind nicht fein, so soll es heut ein magisch Kaffee sein.<br />Und möcht der Magen etwas mehr, gibts Schokolade und Keks. Frisch als Dessert!<br /><br />Kommt vorbei, das erste Getränk geht aufs Haus.<br />Direkt auf dem Marktplatz in der Rast.<br /><br />Aria von Loghan<br /><br />Darunter eine kurze Liste der Getränke und Speisen: Kaffee, Tee, Milch, heiße Schokolade, Wasser, verschiedene Kekse und Gebäck je nach Tagesangebot.<br />Noch ganz frisch, heiße Maronen aus fernen Landen.<br /><br /><br /><br />*So wird das fein, dachte sich Aria. Die Zeit bei Zorda war für den Anfang nicht schlecht, und sie wird diese Arbeit wohl auch noch brauchen, bis das Cafe läuft. Doch die Gesellschaft war eher schäbig und Spiegeleier und Steak sind nunmal auch nicht das Feine. Da muss ein eigenes Cafe her, für den gehobenen Gast. Und gleichzeitig kann sie die Menschen hier auf dem Markt beobachten.*]]></description>
<dc:creator>Adepta Aria von Loghan</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sat, 26 Apr 2025 22:17:14 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82202,82202#msg-82202</guid>
<title>Ein zu kurzer Besuch bei den Eltern oder der Seltsame Dachbodenfund (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82202,82202#msg-82202</link><description><![CDATA[Endlich hat sie sich etwas Zeit nehmen können. Neben dem ganzen Wälzen von Büchern, ihrem eigenen Herumexperimentieren mit Allerlei sonderbaren Wesen und ihrer mehr oder weniger angenehmen Abendbeschäftigung bei Zorda, um wenigstens ein wenig Geld in der Tasche zu haben.<br />Jedenfalls war Aria kurz in Vesper, bei Ihren Eltern. Sie kam mit einem Pferd. Gut es war ein Pferd über magische Weise hergebracht, doch immerhin tauchte sie nicht einfach so aus einem Portal auf.<br />Sie gab dem Pferd sogar einen Namen und befestige es im Stall. Zumindest solange bis es von alleine wieder verschwand. Wohin genau und woher es kam, das wusste sie bislang noch nicht. Es wäre doch mal interessant dies in einem der Unterrichte zu erfahren.<br />Der erste wurde ja verschoben. Somit wäre der nun erste Unterricht bei diesem Drow.<br />Oh das darf sie auf keinen Fall daheim erwähnen. Ihre Eltern hassen Drows, und offenbar sind sie damit nicht allein in Vesper.<br />Nun ja, dieser Magierdrow den sie mit dem Titel Konzilsvorstand anreden muss, hat ihr zumindest versichert im Konzilsgebäude nichts zu tun.<br />Aber wir sind gerade in Vesper. Aria, nach 3 Wochen siehst du deine Eltern mal wieder. Jene, die auch stets so abwertend über Magier sprachen und ihr dringlich verboten jemals die Magierinsel zu besuchen.<br />Sie klopfte daheim an... Es brauchte eine Weile. Drinnen hörte sie Stimmen. Ihre Eltern, sie stritten miteinander.<br />Dann ging die Tür auf. Kühl und Distanziert standen ihre Eltern großen Empfangsraum. Sie schauten weder Aria, noch einander an.<br />Es vergang eine gefühlte Ewigkeit bis endlich jemand die ersten Worte sprach. Es war ihre Mutter. Bekümmert bot sie Aria etwas zu Essen und zu Trinken an. Ein paar Dinge holte sie aus der Küche und tischte auf. Ihr Vater sagte nichts. Die meiste Zeit schaute er nur stumm aus dem Fenster.<br />Das Essen verging mehr oder weniger schweigend. Nach dem Essen schien ihre Mutter Arias Haare anzuschauen. An einer Anrichte kümmerte sie sich um Aria. Es war fast wieder wie früher, wo sie sich gegenseitig die langen Haare gebürstet haben, nur irgendwie wirkte alles sehr traurig.<br /><br />&quot;Nun, jetzt bist du also eine von Denen geworden?&quot; sprach ihr Vater sie an und brach damit nun das Schweigen.<br />Aria nickte. Sie rang um Luft und bekräftigte, sie will diesen Weg gehen und die Ausbildung beenden.<br />&quot;Doch nicht hier. Solange ich hier Familienorberhaupt bin, wird kein Magier dieses Haus als Heimstätte haben&quot;... &quot;und selbst wenn ich sie meine Tochter nenne...&quot; ...<br />Damit war scheinbar alles endgültig gesagt... Den sogenannten Geldhahn hatte er ihr schon vorher zugedreht... Doch auch anderweitig ließ sich ihr Vater nicht mehr erweichen...<br />Trotzzig lief Aria hinauf in ihr Zimmer. Was war hier los? Wo sind meine Sachen?<br />Ihre Mutter stand im Türrahmen. Sie sprach: &quot;Vater hat alles bereits auf den Dachboden geschafft. Aria, du musst wissen... &quot; Ihre Mutter schluchzte, und brach den Satz ab.<br />Aria wurde wütend. &quot;Ich hole mir jetzt meine wichtigsten Sachen. Danach, braucht ihr mich nie mehr wieder sehen... Wenn ich scheinbar jetzt plötzlich so abstoßend für euch bin...&quot;<br />Es dauerte nicht lang, da fand Aria auf dem Dachboden ihre Sachen. Sie packte ein paar Dinge zusammen. Ein Bild von ihren Eltern, ein paar Kleidungsstücke, ihr Kochbuch...<br />Beim Durchsuchen ihrer Sachen fiel ihr schließlich eine Truhe ganz in der Nähe auf.<br />All die Jahre hatte sie sie gesehen, doch niemals hineingeschaut. Jetzt aber fielen ihr die Zauberzeichen daran auf. Sogenannte Runen... Und als sie die Kiste berührte, fingen die Runen an leicht zu schimmern.<br />Aria schaute hinein... Hm, irgendwas aus leicht schimmernden Stoff. Es war altes Kleid.<br />&quot;K.&quot; war eingestickt. Dann noch eine Magierkappe oder auch Magierhut.<br />und ein zwei alte ledrige Bücher. Eines davon hatte keinen Titel, bzw, es stand dort nur &quot;Band II&quot;.<br />Das andere Buch war ein altes Zauberbuch. Sie erkannte es sofort. Aber dieses hier war alt, und es war vor allem &quot;Vollständig&quot;.<br />Die Acht Zauber der Acht Zirkel... Sie blätterte ein wenig... Ah, &quot;Kal Por Ylem&quot; ... Die Magische Reise geht weiter.<br />Doch nicht hier. Hier in ihrem Elternhaus war es auf dem Dachboden zu Dunkel, die Luft konnte man Schneiden und wirklich ihre Ruhe hatte sie eigentlich nur in der Bibliothek oder wenn sie im Nekromantieraum ihre Wesen erforschte...<br />Sie packte alles zusammen... Schnallte sich alles in ein Bündel zusammen, und nahm dann noch eine Pfanne aus der Küche mit...<br /><br />Drohend die Pfanne hochreckend sprach sie dann noch zu ihren Eltern &quot;Wenn ich Maga bin, werde ich zurückkehren. Und dann werdet ihr sehen, dass nichts, absolut nichts verwerfliches an mir ist...&quot;<br />Dann stapfte sie hinfort. Zurück zur Rast, zurück zum Konzil...]]></description>
<dc:creator>Adepta Aria von Loghan</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Thu, 24 Apr 2025 22:45:28 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82191,82191#msg-82191</guid>
<title>&quot;Kal Ort Por - für den eifrigen reisenden Adepten&quot; (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82191,82191#msg-82191</link><description><![CDATA[Es sind nun schon ein, oder sogar zwei Wochen vergangen seit Aria im bzw nahe des Konzils verweilt.<br />Die meiste Zeit befasst sie sich mit Lesen. Doch immer wieder driften ihre Gedanken ab, sie blickt dann teils eine gefühlte Ewigkeit<br />starr an die Wand. &quot;Da ist doch irgendwas?&quot; Alles wird so verschwommen.<br />Nach einer Weile kommt sie wieder zu sich, weiß nicht so recht, ob sie über den Büchern eingenickt sei, oder in was für eine Welt sie hineinblickt.<br />Und dann dachte sie wieder an ihre Eltern. Die von Loghans wohnten mitten in Vesper in einem nicht pompösen, aber auch nicht armen Haus.<br />Sie wohnten direkt zur Nachbarinsel welches diese Magierläden beinhaltete. Die von Loghans gehören zu einer Reihe alter, aber defacto machtloser Adelsfamilien an. Das Haus scheint wohl das letzte der Dinge zu sein, die sie vor Jahrhunderten bekamen.<br />Jedenfalls zögerte Aria zurück zu gehen. Zu Häufig hatte sie ihre Eltern abspenstig über die &quot;Magier&quot; sprechen hören. Manchmal schien es so als würden sie sich vor ihnen fürchten, dann wieder als würden sie sie hassen. Doch in aller Regelmäßig bläuten sie ihr ein, dass sie die Magierinsel in Vesper auf jeden Fall meiden soll.<br />&quot;Nun, es wird Zeit, dass ich mich der Sache stelle&quot; sprach Aria zu sich selbst.<br />&quot;Gab es da nicht einen Zauber?&quot; Sie hatte in der Bibliothek ein Buch gefunden, dass irgendwie sich von der Aufmachung der anderen teils uralten Schinken abhob und fast schon so etwas wie ein &quot;Jugendliches Hilfsbuch für den einfachen Adepten&quot; hätte durchgehen können, wenn es so etwas wie einen Titel überhaupt hatte.<br />Jedenfalls stand da der Zauber &quot;Kal Ort Por&quot; beschrieben. Sie laß weiter: &quot;Sie wollen Reisen wie es die richtigen Magier tun und scheuen auch keine Risiken? Dann ist Kal Ort Por ihr nützlicher kleiner Helfer. Große Entfernungen binnen ein paar Sekunden. Alles was Sie dazu brauchen ist ein Fokus. Dieser wird über eine markierte Zielrunenschnitzerei abgedeckt. Anschließend die Spruchformel: &#039;Kal Ort Por&#039; - Beschwöre Magische Bewegung, oder im besten Deutsch &quot;Beschwörung einer Magischen Reise&quot;... Ein Zauber der Kategorie 4. Man nehme etwas Alraune und etwas Blutmoos und rundet dies mit einer Schwarzen Perle ab. Nur leicht zerbröseln in den Wind hinein... Etwas Konzentration dabei und der Wind trägt dich hoffentlich an den von dir gewollten Ort. Vorsicht: Aus unbekannten Gründen wird man hin und wieder bei einem magischen Steinkreis abgeworfen, was aber auch der Auftakt für spannende neue Entdeckungen und Abenteuer sein kann.&quot;<br /><br />Doch woher so eine Rune nehmen? Am Rand war noch eine nachträgliche Kritzelei eingetragen. Runenerstellung und Markierung, siehe Beschreibung von Zauber &quot;Markieren&quot; in nächsten Band...<br /><br />Tja, dies war das einzige Buch dieser Aufmachung, dass Aria finden konnte. War es vielleicht verliehen oder wo liegt es?<br />Sie beschloss noch einmal die Bibliothek zu durchforsten, doch unmöglich konnte sie nun alle tausend Bücher genau anschauen. Aber ein noch so ein sonderbar aufgemachtes Buch hatte sie nicht entdeckt und auch nach weiterer Suche nicht entdecken können.<br />Aber wie auch immer. Ohne eine vor Ort markierte Rune kann sie eh nicht reisen, ausser natürlich per Pferd, ganz auf althergebrachte Weise.<br />Vielleicht wäre das sogar besser... Wenn sie ihren Eltern auf einem normalen Pferd entgegenreiten würde, statt einfach magisch zu erscheinen aus einem Portal...<br /><br />Zum Nächsten Unterricht müsste sie aber wieder zurück im Konzil sein... dann sollte sie vielleicht doch gleich losreiten... Noch eine kleine Hausaufgabe mitnehmen, ihre Forschungsnotizen zu den Geisterbeschörungen... vielleicht kann sie ja doch nochmal dem Vesperer Friedhof einen Besuch abstatten und ihre manifestieren Geister und Zombies mit jenen auf dem Friedhof vergleichen...]]></description>
<dc:creator>Adepta Aria von Loghan</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Tue, 15 Apr 2025 22:03:31 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82182,82182#msg-82182</guid>
<title>ein versiegeltes Schreiben erreicht den Vorstand der MP (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82182,82182#msg-82182</link><description><![CDATA[Ein Schatten fiel über das Land vor der Rast. Dort, wo die Nebel der Nacht die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits verwischen, erhob sich vor langer Zeit die uneinnehmbare Festung von Harto Olidano und Tristan. Der Name des Assassinen wurde mit Furcht geflüstert, sein Schicksal eng verknüpft mit Mordul, dem dunklen Gott des Hasses und der Zerstörung. Doch in seinem Blickfeld, unweit seiner Bastion, ragte ein Dorn im Fleisch seiner Macht auf: die Magica Phaenomina.<br /><br />Harto stand auf der obersten Plattform seiner Festung und blickte auf das verhasste Gebäude der Magiergilde hinab. Ein Bollwerk der Zauberei, eine Enklave jener, die sich gegen das Gesetz der Dunkelheit stellten. Ihre Anwesenheit war eine Entweihung des Bodens, den Mordul ihm versprochen hatte. Ein Akt der Provokation. Dies würde nicht geduldet werden. Schon viel zu lange stand diese Gebäude dort an jener Stelle.<br /><br />Seine schwarze Robe wehte im Wind, das Schwert an seiner Seite glühte in einem unheiligen Rot. Die Zeichen Morduls auf seinen Armen pulsierten im Takt seines Zorns, als er das Pergament zur Hand nahm und mit kalter Entschlossenheit seine Botschaft niederschrieb.<br /><br />An die elenden Zauberer der Magica Phaenomina,<br /><br />Euer grelles Licht besudelt das Land, das durch Morduls Wille mir gehört. Eure arkanen Märchen, eure wertlosen Formeln und Runen sind eine Schande vor der wahren Macht, die diese Welt lenkt: Hass, Zerstörung und Tod. Ihr habt euch einst in diesen Landen eingenistet wie ein Wurm im Fleisch eines gefallenen Kriegers, doch ihr seid fehl am Platz. Dies ist nun unser Reich... Unser Boden... Unsere Herrschaft.<br /><br />Ich gebe euch eine einzige Wahl: Verlasst euer Gebäude, reißt es nieder, verschwindet aus meinem Sichtfeld und bekennt euch zu Mordul, oder ihr werdet Zeugen eines Krieges, wie ihn diese Welt noch nicht erlebt hat. Ihr haltet euch für Weise, doch ihr seid nichts als Narren, die gegen die Wogen des unausweichlichen Untergangs anrudern. Meine Armeen sind zahlreich, meine Dolche scharf, mein Wille ungebrochen. Seid gewiss: Wenn ihr bleibt, werden eure Mauern brennen, eure Zauberer aufgespießt an den Zinnen meiner Burg, eure Seelen Mordul geopfert werden.<br /><br />Die Frist ist kurz. Eure Zeit läuft ab.<br /><br />Harto Olidano, Diener des dunklen Gottes, Fürst der Klinge, Herr des Hasses.<br /><br />Harto war nicht nur ein einfacher Diener Morduls – er war sein Schwert, seine Rache, sein Wille in fleischlicher Gestalt. Er hatte seinen Namen in die Geschichte des Landes gebrannt, indem er die Mächtigsten besiegt hatte. Kein Krieger, kein Magier, kein Adeliger hatte je eine Chance gegen ihn gehabt. Er war unberechenbar, eine wandelnde Klinge aus Hass und Zerstörung. Seine Feinde hatten versucht, ihn mit List und Magie zu bezwingen, doch sie alle waren gefallen – einer nach dem anderen. Blut hatte seine Wege gesäumt, und mit jedem Sieg hatte sich sein Ruhm vermehrt.<br /><br />Seine Wut war nicht die eines tobenden Narren, sondern die eines Gottesdieners, der in jedem getöteten Feind einen weiteren Tribut an Mordul darbrachte. Sie nannten ihn einen Mörder, einen Wahnsinnigen – doch sie verstanden nicht. Er war die Vollstreckung eines alten Versprechens, eines ewigen Gesetzes: Hass gebiert Hass, und Mordul lachte auf seinem dunklen Thron.<br /><br />Mit einem kalten Lächeln versiegelte Harto das Pergament mit dem blutroten Siegel Morduls. In der Dunkelheit, die sich langsam um das Land legte, überbrachte ein Schattenläufer die Botschaft. Nun war es an den Magiern zu entscheiden. Weiser Rückzug oder blutiger Untergang?<br /><br />Doch Harto hoffte, dass sie sich für den Krieg entschieden.]]></description>
<dc:creator>Harto Olidano</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Thu, 13 Mar 2025 00:16:44 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82167,82167#msg-82167</guid>
<title>Die von Baum´s (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82167,82167#msg-82167</link><description><![CDATA[Lange ist sie einfach nur fast schon stupide dem Tagewerk nachgegangen.<br />-Aufstehen<br />-Tiere füttern<br />-die Öfen heizen<br />-frühstück für alle bereiten<br />-eine deftige Suppe zu Mittag kochen<br />-kranke versorgen<br />-Abendessen bereiten<br />-Tiere versorgen<br />-das Kloster sauber halten<br />-zu Bett gehen<br />Ab und an hielt sie auch so etwas wie eine Messe. Sie war noch keine Priesterin, doch eine Andacht abhalten und den Segen Caihumes erbitten, konnte auch sie.<br /><br />Dann lief ihr ein seltsamer Aushang über den Weg.<br />“Helden mit Spürsinn gesucht!<br /><br />Für meinen Herrn suche ich in seinem Auftrag pfiffige Helden, die für ihn einer unangenehmen Angelegenheit auf den Grund kommen sollen. Vertraulichkeit und Verschwiegenheit werden vorausgesetzt. Scharfsinn wird nötig sein, das Problem zu lösen. Näheres werde ich denen kundtun, die sich am 14. Tag des 6. Mondes eine halbe nach der achten Abendstunde in Aidas Taverne in Minoc einfinden werden. Bei Erfolg winkt eine reiche Belohnung. Diese Sache muss höchst diskret behandelt werden.<br /><br />Eine wohl absichtlich unleserliche Unterschrift ziert den Aushang.”<br /><br />Sie war keine Heldin. Eigentlich hatte sie auch mit Abenteuern nicht viel am Hut. Doch Vertraulichkeit und Verschwiegenheit konnte sie. Welche Art von Scharfsinn nötig war würde sich noch zeigen. So packte sie also ihres sieben Zwetschken und begab sich nach Minoc. Einmal etwas aus dem Alltagstrott auszubrechen, konnte nicht schaden.<br /><br />Bei der Taverne wurden sie abgeholt und zum Herrenhaus der von Baums gebracht. Es sind wohl Erbstücke gestohlen worden. Irgendwas war allerdings von Anfang an seltsam. Der Hausherr musste vehement dazu gebracht werden, den Aushang zu schreiben, wie es schien. Die Stücke, die fehlten, waren für jeden im Haushalt frei zugänglich. Das Haus war blitzblank geputzt und somit konnte man auch keine Spuren mehr nachvollziehen. Die Bediensteten waren dem Hausherren, wie es aussah, treu ergeben. Sie wussten zu berichten, dass er dem Personal sehr zugewandt war und sie sehr gut behandelte.<br />Auch kannte keiner den Herren von früher.<br /><br />Als festgestellt wurde, dass die Magd Madalena von ihren Besorgungen nicht zurückkam, nahmen Dolara und Crom die Verfolgung auf. Thrynad, Heldor und Miranda bleiben unterdessen im Haus, denn gerade Thrynad und Mirande ergänzen sich scheinbar gut in ihren Gedankengängen. Er brachte sie darauf, dass es sein könnte, dass der Herr von Baum nicht der war, für den er sich ausgab. Er untermauerte das damit, dass das ganze Haus frei zugänglich war, nur im Schlafzimmer war eine Stahltür, zu der nur der Majordominus zugang hatte. Er gab es als Ankleidezimmer aus. Doch wozu sollte ein ankleidezimmer verschlossen sein? Miranda brachte ein, dass Schriftverkehr jeder führen konnte, der Egbert von Baum näher gestanden hat. Auch, dass dieser Herr ja wohl auch dazu gebracht werden musste, dass sich Außenstehende um die Angelegenheiten kümmern sollten. Nach all den Bedenken erlangten sie Zugang zum &quot;Ankleidezimmer&quot;. Die Bilder, die dort Adelheid und Egbert in ihrer Jugend darstellten, zeigten so gar nicht den Herren, der sich als Egbert ausgab. Das Tagebuch sprach eher davon, dass er der Verwalter des Domizils in Britain war.<br /><br />Nicht allzu viel später kamen auch Dolara und Crom mit Madalena und Adelheid zurück. Der wirklichen Adelheid, die auch starke Ähnlichkeit mit dem Bild in der “Ankleidekammer” zeigte. Sie hat ihre Tochter Madalena in das Anwesen eingeschleust, um herauszufinden, warum sich Wilbert als Egbert ausgab.<br />Nun im Endeffekt hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst, eine alte Liebe hat sich wieder gefunden, es gibt einiges auszutauschen.<br />Miranda konnte nicht anders, als hier noch Caihume um ihren Segen zu bitten. Diese Familienzusammenführung war einfach zu rührend.<br /><br />&quot;Caihume schenke dieser Liebe deinen Segen und lass das zarte Pflänzchen wieder wachsen.&quot;<br /><br />Ende gut, alles gut.]]></description>
<dc:creator>Miranda Morgenstern</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sat, 15 Jun 2024 22:12:05 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82165,82165#msg-82165</guid>
<title>Wun l&#039;el&#039;inssring (2 Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82165,82165#msg-82165</link><description><![CDATA[Yuu&#039;varyl saß allein am großen Tisch in der Mitte der Taverne, wo sich kurz zuvor noch eine handvoll Drow versammelt hatten. In dieser Zusammenkunft konnte sie bereits viel über Che&#039;el del Thalackz&#039;hind herauslesen, und sie war sich sicher, dass die Schatten noch einiges mehr verbargen.<br /><br />Die Abwesenheit der Ilharess, der Dämon und die Drogen – alles deutete auf ein größeres Spiel hin. Dass dieser Vlos&#039;Drathir Informationen zurückhielt, war offensichtlich. Bei einer solch zusammengewürfelten Gesellschaft aber natürlich kein Wunder. Niemand kannte sie und sie waren mitten in der Taverne, da wirft man, wenn man nur halbwegs bei Verstand ist, nicht mit wichtigen Informationen um sich. Und als Qu&#039;el&#039;Faeruk schien er für einen Mann schon sehr weit gekommen zu sein... auch die Interaktion mit Nathrae zeigte ihr, dass er ganz genau wusste, welche Worte zu wählen und welche zu verschweigen waren.<br /><br />Der sokoya jindurn hingegen blieb ausgesprochen still. Allein seinem Erscheinungsbild nach zu urteilen hielt sie ihn für ein Xi&#039;hum oder Zil einer Yathrin. Über seine Funktion wurde sie zwar noch eines besseren belehrt, doch das eine schliesst das andere ja nicht aus. Seine puppengleiche Mimik unterstrich nur ihren Verdacht.<br /><br />Was sie an diesem Abend am meisten überraschte, war die Reaktion der Orn&#039;tlu Yathrin zur Situation. Sie musste bereits einen weit fortgeschrittenen Plan und eine treue Gefolgschaft hinter sich haben, um so einen Auftritt wagen zu können. Ob ihres Alters wollte Yuu&#039;varyl ihr dies aber nicht so recht zugestehen. Aus sicherer Entfernung würde sie dies weiter beobachten; Shimyra hatte mit ihren Worten genug Erstaunen und Empörung in den anderen anwesenden und scheinbar haustreuen Drow hervorgerufen.<br /><br />Obwohl sie das alles im Moment noch nichts angehen musste, kitzelte es Yuu&#039;varyl in den Fingern. Diese Che&#039;el d&#039;Mithuth, der Dämon und diese Drogen klangen, mmh, verlockend wäre vielleicht das falsche Wort. Oder war es das? Die Freiheit, die sie gewonnen hatte, als sie ihrem Haus den Rücken kehren musste, schien ihr langsam zu Kopf zu steigen. Doch ein wenig auskundschaften konnte ja kaum schaden, solange sie in den Schatten blieb...<br /><br /><br /><hr class="bbcode" />
<span style="font-size:small"><i>Wun l&#039;el&#039;inssring - in the tavern<br /><br />Ilharess – Hohepriesterin der Lloth, Matronin des Hauses<br />Qu&#039;el&#039;Faeruk - Oberster Magier<br />sokoya jindurn - pretty face<br />xi&#039;hum - pet / plaything<br />Zil - consort<br />Orn&#039;tlu Yathrin - angehende Priesterin<br />Che&#039;el d&#039;Mithuth - Stadt der Sünden</i></span>]]></description>
<dc:creator>Yuu&amp;#039;varyl</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Wed, 15 Oct 2025 08:27:35 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82164,82164#msg-82164</guid>
<title>*Aushänge in Minoc, Cove und Vesper verkünden* (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82164,82164#msg-82164</link><description><![CDATA[<b>Helden mit Spürsinn gesucht!</b><br /><br /><i>Für meinen Herrn suche ich in seinem Auftrag pfiffige Helden, die für ihn einer unangenehmen Angelegenheit auf den Grund kommen sollen. Vertraulichkeit und Verschwiegenheit werden vorausgesetzt. Scharfsinn wird nötig sein, das Problem zu lösen. Näheres werde ich denen kundtun, die sich am 14. Tag des 6. Mondes eine halbe nach der achten Abendstunde in Aidas Taverne in Minoc einfinden werden. Bei Erfolg winkt eine reiche Belohnung. Diese Sache muss höchst diskret behandelt werden.</i><br /><br />Eine wohl absichtlich unleserliche Unterschrift ziert den Aushang.]]></description>
<dc:creator>Geschehen</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Fri, 31 May 2024 21:05:16 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82160,82160#msg-82160</guid>
<title>Minoc - Eine Stadt im Sinne Rhodariads? (1 Antwort)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82160,82160#msg-82160</link><description><![CDATA[Es war schon eine Weile her, dass Yussof Ibra nach Minoc gekommen war.<br />Doch so richtig angekommen war er noch nie.<br />Zumeist hatte man ihn in den Räumlichkeiten der Bank gesehen, die er nutzte für seine<br />Rhodariadgefälligen Geschäfte. Denn er kam auf Nujelm, wo der Handel groß war und viel Ehre einbrachte.<br />Doch seine Wege führten schließlich nach Nujelm. Unsicher wie sie hier auf einen Fremden reagieren würden,<br />verbrachte er Jahre damit einfach irgendwo mitzuleben.<br />Als Kartenzeichner hatte er sich bei ein paar exklusiven Kunden einen Namen gemacht.<br />Nun, wo er stolzer Mieter eines der Gebäude am Südrand war, wollte er mehr in die Welt vordringen.<br />Rhodariad war sein goldener Hirte, und so beginn die Geschichte eines Wanderers Rhodariads.]]></description>
<dc:creator>Yussof Ibra</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Fri, 24 May 2024 23:50:15 +0200</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82144,82144#msg-82144</guid>
<title>Frühlingsbegegnung (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82144,82144#msg-82144</link><description><![CDATA[Mit dem Erwachen des Frühlings breitete sich ein sanfter Hauch von Veränderung über den weiten Wäldern aus, durch die Moreana wanderte. Die eisige Kälte des Winters wich einem milden Lufthauch, der die schlafende Natur mit lebendiger Wärme erweckte. Zwischen den kahlen Ästen der Bäume begannen die ersten zarten Blätter und teilweise schon Knospen zu sprießen, und ein Teppich aus ersten Frühblühern streckte seine farbenfrohen Finger aus dem erwachenden Boden.<br /><br />Moreana fühlte das belebende Pulsieren der Natur tief in ihrem Inneren. Imbolc lag schon wieder eine Weile hinter ihr; wie jedes Jahr hatte sie das kleine Fest der Einigkeit mit einem kleinen Ritual am Zirkel verbracht. Der Frühling brachte nicht nur physische Veränderungen mit sich, sondern auch eine subtile Verschiebung in den Mächten, die über die Welt wachten. Die Göttin des Übergangs lächelte in den ersten Sonnenstrahlen, und Moreana erwiderte dieses Lächeln mit einer innigen Verbindung.<br /><br />Ihre Schritte führten sie durch duftende Blumenfelder und entlang malerischer Bäche, deren Wasseroberfläche von den Reflexionen des grünen Laubs über ihr schimmerte. Überall um sie herum erwachte das Leben, und Moreana genoss die Wärme, die der Frühling mit sich brachte. Durch die angenehmen Gefühle des Frühlings verleitet, schlenderte sie zeitlos durch die Natur.<br /><br /><center class="bbcode">~</center><br /><br />Ein kleiner Teich versperrte ihr den Weg. Sie blieb stehen, erwachte unvermittelt wie aus einer Trance. Sie realisierte nicht nur, dass sie inzwischen auf vier Pfoten unterwegs war, sondern auch, dass sie hier vor der Quelle der Finsternis stand, dem kleinen Teich an Jelandias Hütte. Sie schmunzelte gedanklich. Da hatte ihre Göttin sie ja an einen interessanten Ort gelenkt. Doch warum?<br /><br />Ihre Ohren zuckten, und sie wandte den Blick sofort in die Richtung, aus der sie das Geräuch vernommen hatte. Nun roch sie es auch: Leder und der eigene Geruch eines Menschen. Auf der anderen Seite des Teiches saß eine Frau. Moreana schätzte sie durch ihre Haltung und Rüstung sofort als Kriegerin ein. Lässig, selbstbewusst, aufmerksam. Aufrechte Haltung, eine gewisse Ruhe und Gelassenheit. Auffallend blaue Haare. Was hatte sie hier verloren? Sie wirkte nicht wie eine Dienerin des dunklen Fürsten. In dem Moment entdeckte die Frau auch den schwarzen Wolf auf der anderen Teichseite. Moreana rührte sich nicht. Die Frau hob den Kopf leicht an, legte die Stirn leicht in Falten, doch sagte auch sie nichts. Sie schien keine Angst zu haben, was anderes hätte Moreana ohnehin gewundert.<br />Beide verharrten so, während der Wind sanft die Wasseroberfläche bewegte und ein paar Vögel ihre Frühlingsgesänge zum Besten gaben.<br /><br />Schließlich drehte Moreana um. &quot;Warte!&quot; rief die Frau und rappelte sich auf. Doch Moreana wollte nicht. Sie verschwand im Dickicht so schnell, wie sie erschienen war. Der Mordûl-Teich war letzten Endes nicht ihre Verantwortung, sollte sich dort doch rumtreiben wer will.<br />Doch als sie genug Abstand hinter sich gebracht hatte, verwandelte sie sich vom Wolf in einen Vogel. Sie ärgerte sich innerlich über ihre eigene Neugier, hatte diese sie doch schon das ein oder andere Mal in brenzlige Situationen gebracht. Andererseits hatte sie bisher auch stets wieder aus diesen Situationen hinaus gefunden. Also, was sollte schon passieren...<br /><br /><center class="bbcode">~</center><br /><br />Es war ein leichtes für sie, die Kriegerin wieder aufzuspüren. Diese war tatsächlich um den Teich herum gelaufen und verfolgte gerade die Spuren des Wolfes. Moreana schaute vom Ast eines Baumes zu. Verwirrung, Neugier und Schrecken wechselten sich in ihr ab. Was zum Mordûl wollte diese Frau... von ihr!?<br /><br />Offensichtlich wusste die Frau auch einigermaßen wie man Fährten liest, so schaffte sie es am Ende doch bis zu dem Ort, an dem sich Moreana verwandelt hatte. Dort blieb sie scheinbar ratlos stehen. Zu Moreanas großer Überraschung legte die Frau plötzlich den Kopf in den Nacken und schaute nach oben. Wieder ein Schreck! Das konnte doch nicht sein. Das muss Zufall gewesen sein! Oder wusste sie über Moreanas Fähigkeiten Bescheid? Instinktiv machte sich Moreana auf ihrem Ast kleiner.<br />Doch ihre Sorge war unbegründet, die Kriegerin schüttelte den Kopf und seufzte.<br /><br /><center class="bbcode">~</center><br /><br />Moreana war der Kriegerin unauffällig zurück bis zur Rast gefolgt. Dort war sie in die Greifentaverne eingekehrt, sie schien also zum Söldnerbanner zu gehören.<br />Als auch Moreana wieder zu Hause war, dachte sie noch länger über diese Begegnung nach. Sie konnte es nicht als Zufall abtun, doch wenn jemand vom Söldnerbanner sie suchte, warum meldete sich die Oronar-Kriegerin nicht einfach? Oft genug hatte Moreana deren Dienste in tiefen Höhlen in Anspruch genommen, um die Aufmerksamkeit der Gegner von sich zu lenken. Warum nun also dieser komplizierte Weg über diese andere Kriegerin und Jelandias Teich?<br /><br />Sie konnte auch nicht ausschliessen, dass ihre Göttin sie dorthin gelenkt hatte, doch warum? In Momenten wie diesen ärgerte sie sich doch sehr, dass die Wege der Götter so unergründlich waren. Es stand außer Frage, dass Moreana ihrer Göttin vertraute und es einen Grund geben musste, doch bei dem Kriegervolk ließ sie nunmal erfahrungsgemäß Vorsicht walten. Oft genug hatte sie eine Hand oder Klinge am Hals gehabt. So mussten sich die Beteiligten eben in Geduld üben, bis Moreana bereit war.]]></description>
<dc:creator>Moreana</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Fri, 22 Mar 2024 13:12:15 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82143,82143#msg-82143</guid>
<title>Ein kurzes Dankesschreiben wird bei den Verteidigern des Lichts abgegeben (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82143,82143#msg-82143</link><description><![CDATA[Hochgeschätzte Arcomaga Rhya jha&#039;avijl!<br /><br />Herzlichen Dank für die Abschrift der Abhandlung zur Artefaktologie.<br />Es erleichtert die Einteilung der Artefakte erheblich.<br />In der Tat sind viele Artefakte im Konzilsbesitz sehr alt.<br />Es ist kaum möglich auch über Sagen oder Geschichten auf eine Spur eines der Artefakte zu kommen.<br /><br />Ich hoffe darauf in nächster Zeit mich mit einem weiteren Artefakt beschäftigen zu können<br />und Wissen dazu zu generieren.<br /><br />Hochachtungsvoll<br />Maga<br />Raphaela El-Sovirax]]></description>
<dc:creator>Raphaela El-Sovirax</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Tue, 13 Feb 2024 12:09:57 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82142,82142#msg-82142</guid>
<title>Winter in Cove (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82142,82142#msg-82142</link><description><![CDATA[<a href="https://drive.google.com/file/d/1uDMoFpVFEBdO8lx0wNi-JwQg0O1GRnbA/view?usp=drive_link" target="_blank" rel="nofollow">Winterlandschaft</a><br /><br />Der Schnee lag wie eine weiße Decke über Cove. Die Natur ruhte.<br />In den Häusern brannten Kaminfeuer. Im Kloster befand sich ein Kessel mit heißem Wasser fast immer über dem Feuer am Kloster, um Tee zuzubereiten. Für das Feuer wurden aus der Scheune jeden Tag mehrfach Holzscheite geholt und gespalten. Bertrame war eifrig am Holz schlagen, um die Vorräte für den nächsten Winter wieder aufzufüllen. Auch im Dorf waren die Waldarbeiten für den nächsten Winter in vollem Gange. Sonst konnten die Männer wenig tun im Winter.<br />Frühmorgens und spätabends, vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang wurde das Vieh versorgt. Stroh ausgemistet und neu eingelegt, Futterheu in die Tröge gekehrt. Für die Schweine gab es mit ein wenig Getreidebrei auch die Gemüseabfälle des Vortages. Die Pferde wurden sanft mit Heu abgerieben und teilweise mit einer Decke zugedeckt. Es fiel also genügend Arbeit am Kloster an.<br />Nach den Stallarbeiten waren langsam alle wach und fanden sich in der Klosterkapelle ein.<br />Jeden Tag zu dieser Zeit hielt Miranda eine kleine Andacht. Jeden Tag gab es etwas zu berichten, was am Tag davor gut gelaufen ist. Fast jeden Tag gab es aber auch etwas, was nicht so gut gelaufen ist. Miranda versuchte beides in die Andacht einzubauen. Auf der einen Seite, damit sie weiterhin gut zusammenarbeiten konnten, auf der anderen aber auch, dass man sich darauf nicht ausruhen durfte, denn es waren viele verschiedene Gemüter im Kloster und jeder hatte seine Eigenheiten. Es gab viele verschiedene Meinungen. Eines jedoch war ihnen allen gleich. Sie vertrauten auf Caihume. Darauf baute Miranda auf und meistens gelang es ihr recht gut, dass weiterhin alle an einem Strang zogen. Auch wenn es Streitigkeiten gab, konnten diese geschlichtet werden und man vertrug sich danach wieder.<br />In den Cover Häusern wurden im Winter kaputte Kleider geflickt und wenn nötig neue Kleider genäht. Auch die Armenspeisung teilte das eine oder andere warme Kleidungsstück aus. Die Not-Herberge am Kloster war recht gut besucht, wie so oft im Winter. Ab und an sogar so, dass noch zusätzliche Matten aufgelegt wurden.<br />In dem Großen Kessel brodelte im Kloster ab dem Mittag immer eine gehaltvolle Suppe am Herd. Damit es nicht immer das gleiche gab, versuchte Miranda zumindest für sieben Tage verschiedene Gerichte zuzubereiten. Kartoffelsuppe, Gulaschsuppe, fette Hühnersuppe, Bohneneintopf, Fischsuppe, Pilzeintopf; ein wenig Auswahl gab es dann doch. Zum Frühstück bereitete sie immer einen großen Topf Haferbrei zu. Der war warm und sättigte gut.<br />Wie so oft halfen viele, die im Kloster Unterschlupf fanden, bei den Arbeiten in und um das Kloster mit. Das Badewasser wurde regelmäßig erneuert, abgebrannte Kerzen ausgetauscht, Türen abgedichtet<br /><br />Zumindest einmal am Tag besuchte Miranda die Caihumekirche bei Cove und hielt auch dort eine kleine Andacht für die Anwesenden. Mit der Regelmäßigkeit kamen auch die Leute. Einen Tag mehr, einen Tag weniger. Doch Caihume hat das Dorf geprägt und war tief verankert.]]></description>
<dc:creator>Miranda Morgenstern</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sun, 11 Feb 2024 13:28:41 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82141,82141#msg-82141</guid>
<title>*Ein kleines Luftelementar überbringt einen versiegeten Folianten an Raphaela El-Sovirax* (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82141,82141#msg-82141</link><description><![CDATA[*wenn sie das Siegel bricht, wird sie ein kurzes, in feiner, silbriger Tinte verfasstes Begleichschreiben vorfinden*<br /><br /><b><i>Werte Collega,<br /><br />in meinem Privatarchiv fand sich eines der Werke des von euch gesuchten Collegus Sostra. Eine Abschrift lasse ich euch hiermit zukommen.<br /><br />Mit kollegielem Gruße,<br />Rhya jha&#039;avijl<br />Arcomaga</i></b><br /><br />Anbei findet sie eine Abschrift des Werkes, welches auf feinstem Pergament niedergeschrieben ist.<br /><br /><br /><br /><u><b>Artefaktologie</b></u><br /><br /><br /><br /><b>Einleitung</b><br /><br />Ein Artefakt ist ein magischer Gegenstand der meist von beträchtlichem Alter ist, im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung kann man aber heute noch Artefakte herstellen, doch Stimmen die Meinungen wieder überein, wenn wir Anfügen das die mächtigsten magiebindenden Artefakte aus kaum geschichtlich dokumentierter Zeit stammen. Die Artefakte, die für heutige Verhältnisse unvorstellbar grosse Energie in sich konzentrierten, sind verschollen oder gut versteckt worden. Leider sind keine genauen Aufzeichnungen vorhanden und die einzigen Anhaltspunkte und Einsichten die Bekannt sind wurden Sagen und alten unbekannten Quellen entnommen.<br /><br />Aber werden die magischen Kräfte eines Artefaktes auch gar nicht erkannt, da die gewöhnliche Person häufig einen normalen Schmuckgegenstand darin sieht. Da magische Artefakte am häufigsten in Schmuckform vorkommen wie Ring, Armband/Reif, Kette oder Diadem. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig, da die Form nicht massgebend ist, vielmehr liegt dies der praktischen Überlegung zu Grunde das man den magischen Gegenstand leicht bei sich tragen kann und ihn nicht so schnell verliert.<br />Was alle Artefakte gemein haben ist das sie aus speziellen magischen Materialien gearbeitet sind. Wobei die Art des Materials eine entscheidende Rolle spielt, aber mehr dazu später.<br /><br /><br /><b><u>Die bekanntesten und häufigsten Formen der Artefakte arcanae</u></b><br /><br /><br /><b>Die einfache Ringform</b><br /><br />Die wohl häufigste heute noch vorhandene Form ist die Ringform, wobei diese auch die schwächste in der Artefaktstufe darstellt. Die meist unscheinbar wirkenden Schmuckstücke binden nur einen kleinen Teil magischer Kraft in sich selbst. Sie eigenen sich hervorragend um sich in der konkreten Anwendung der Artefaktologie zu üben und zu verbessern. (Siehe Anwendung des Artefakts). Ihre Macht ist aber meistens sehr eingeschränkt, der Vorteil liegt darin das diese Artefaktart mit abstand am häufigsten zu finden ist, und man also bevorzugt nach einem Ringartefakt Ausschau halten sollte.<br /><br />Einem geübten Magier gelingt ihre Herstellung meist mühelos, vorausgesetzt das gesuchte Material und ein geschickter Schmied ist vorhanden. Dies ist die einzige Artefakt-Art die mir bisher auch in der Herstellung gelang. Was auf fehlende Metalle und auch auf fehlendes Wissen der genauen Herstellungsart zurückzuführen ist.<br /><br /><br /><b>Die Armbandform</b><br /><br />Die ein wenig stärkere Variation ist das Armband, sie ist zwar schon seltener kann aber wesentlich mehr Energie binden als der Ring, ist daher mächtiger und schwerer in der Anwendung. Es ist für fortgeschrittenere Übungen zu empfehlen, erfordert allerdings eine intensive Suche, da die Herstellung nur sehr selten und fehlerhaft gelingt. Da wesentlich mehr Metall verbraucht wird und die Fläche grösser ist, ist dies die zweite Artefaktstufe. Der Wille um das magische Artefakt zu kontrollieren muss hier schon wesentlich stärker und bestimmter vorhanden sein, da es wesentlich mehr Energie zu kontrollieren gilt.<br /><br /><br /><b>Die Ketten/Medaillon Form</b><br /><br />Man könnte sagen die Königsklasse der Artefakte, sie zu beherrschen bedeutet lange Jahre der Übung und somit das vollständige verstehen des Artefaktes. In diese beiden Formen können mit abstand am meisten Energien eingeschlossen werden. Und sie sind sehr selten, ich sah seit meinen Studien noch nie ein solches Relikt. Sie fallen unter die Artefaktstufe drei und sind somit die oberste aller Stufen. Ihre Herstellung ist heutzutage wohl beinahe unmöglich geworden, daher sind sie auch sehr Geheimnis umwittert und ich konnte über ihre unglaublichen Kräfte nur in sehr alten Schriften und mythischen Geschichten etwas in Erfahrung bringen.<br /><br /><br /><br /><b>Zusammenfassung der Artefaktstufen</b><br /><br /><br />Diese kurze Darstellung diente vor allem der Formenbeschreibung, Aufzeigung der verschiedenen Potentiale und die Einteilung in 3 Stufen, ich möchte hier aber anmerken das die Artefaktstufen nicht die eigentliche Magiestärke eines Artefakts wiedergeben, sondern das magisches Potential, also die Aufnahme Menge an Energien, welche schließlich auch zur Entfesselung stärkerer Zauber benötigt wird. Ich verweise hier auf einen Punkt weiter unten in meiner These, in gewissen Kombinationen kann ein oben als „einfacher“ Ring dargestelltes Artefakt wesentlich grösseres Potential aufweisen als hier beschrieben. (Siehe dazu Artefaktbaum) Die Ordnungszahlen sind also nur für die „einfache“ Form von Artefakten dieser Art relevant. (Das heisst ohne Edelsteine, Elementar- und Astralsteine.) Die Materialstufen werden später erklärt sind in der einfachen Artefaktstufen Darlegung noch nicht erwähnt.<br /><br /><br /><b>Steine im einzelnen und als Teil eines Artefakts</b><br /><br /><br />Die wohl allen Bekannten Edelsteine sind auch der Artefaktologie nicht ganz fremd, sie sind ein wichtiger Bestandteil und tragen wesentlich dazu bei stärkere Magie durch ein Artefakt entfesseln zu können. Wir unterscheiden auch hier in drei Stufen, ähnlich wie bei den Artefaktstufen, mit dem Unterschied das die Steine das Fokussieren erleichtern und mehr Energie in ihnen konzentriert werden kann. Ich werde auch hier wieder kurz eine Beschreibung von den Steinen jeder Stufe geben und erklären warum sie in sie einzuordnen sind.<br /><br /><br /><br /><b>Der normale Edelstein (Stufe 1)</b><br /><br /><br />Ein normaler Schmuckstein, wie ein Rubin oder Smaragd. Die Steine wirken wie ein Energiefocus und vereinfacht so das Auslösen eines Zaubers durch das Artefakt. Um so reiner der Edelstein, um so besser ist die energiekonzentrierende Wirkung. Ist also ein Edelstein in die Artefaktform eines Ringes eingefasst, lassen sich mit diesem nicht mehr Zauber sprechen, sondern das fokussieren des Planums wird einfacher. Die Edelsteine erhöhen also die Menge an Energie sowie auch deren Konzentration auf einem Punkt . Er ermöglicht auch das Ausführen mächtigerer Zauber. Ist er von sehr reiner Art, senkt man auch das Risiko eines unkontrollierten oder misslungenen Zaubers.<br /><br />Zusammenfassend zum Edelstein<br /><br />• Er vereinfacht das Magiewirken durch ein Artefakt (Konzentrierte Energie im Stein)<br />• Das Planum lässt sich einfacher fokussieren da mehr Energie konzentriert ist (Energiefokus)<br />• Er macht Mächtigere Zauber möglich da mehr Energien vorhanden sind.<br /><br /><br /><b>Der Elementarstein (Stufe 2)</b><br /><br /><br />Eine sehr seltene Form der Edelsteine, die nur unter bestimmten Verhältnissen entstanden sind, sie haben die Macht ihres Elements gespeichert und sind daher Steine von grosser Seltenheit ein Artefakt mit einem Elementarstein bringt sowohl grosse Macht mit sich wie auch gewisse Risiken. Deshalb werden Elementarsteine meistens nur von Erfahrenen Magiern verwendet. Mit ihrer Hilfe kann die ganze Energie des jeweiligen Elementes genutzt werden die im Elementarstein ruht. Sie machen den Träger auch in gewisser weise immun gegen Schaden aus dem selben Element. Die Kontrolle die der Magier hier über das Artefakt ausüben muss verlangt grosse Konzentration. Die Risiken sind für unerfahrene die Elementarsteine anwenden meist beträchtlich, so kann sich das Element des Steins gegen sie wenden und sie selbst können dabei den Tod finden.<br /><br /><br /><b>Zusammenfassend zum Elementarstein</b><br /><br />• Er gibt dem Magier die Energien des jeweiligen Elements zu Nutzen<br />• Er immunisiert den Träger gegen nicht magischen Schaden aus dem Element<br />• Er bringt das Risiko selbst ein Opfer seiner Macht zu werden<br />• Es wird sehr viel Erfahrung benötigt um seine volle Kraft auszuschöpfen<br />• Alle Punkte vom einfachen Edelstein treffen hier auch zu lediglich verstärkt<br /><br /><br /><b>Der Astralstein (Stufe 3)</b><br /><br /><br />Manche nennen ihn die Ausgeburt der Hölle, andere den Stein der Götter. Sehr wenig ist über ihn Bekannt doch muss seine Kraft unermeßlich sein. Nicht viele haben den Schritt gewagt sich einem Artefakt mit Astralstein anzuvertrauen, seine Macht verleiht dem Träger beinahe Göttliche Züge und ihm stehen alle Zauber offen. Die Entstehung dieser Steine ist ungewiss, doch soll es nicht viele geben. Der Astralstein gibt dem Träger die Herrschaft über alle Elemente und mit seiner Hilfe lässt sich unvorstellbar viel Energie focusieren. Die Gefahren sind bei diesem beinahe heimtückisch zu nennenden Stein gross, den seine enorme Macht liess schon manchen Erfahrenen und Mächtigen Erzmagier für immer vergehen. Er hat die Fähigkeit seinen Besitzer sollte dieser die Kontrolle verlieren für immer in sich zu Bannen, ihn also selbst aufzunehmen und für fast ewige Zeiten einzusperren. Oft schützen sich die Steine in dem sie mächtige dämonische Wesen in sich festhalten und diese bei Berührung eines unerfahrenen freikommen und schreckliche Taten anrichten. Mehr wurde bis jetzt nicht bekannt, und man sollte hoffen das nie ein solcher Stein auftauchen wird.<br /><br /><br /><br /><br /><br /><b>Zusammenfassend über den Astralstein</b><br /><br />• Verleiht beinahe uneingeschränkte Macht über die Elemente die im Stein schlummern<br />• Lässt einem die stärksten und mächtigsten Zauber Wirken<br />• Kann Lebende Objekte in sich bannen<br />• Macht immun gegen jeden Elementaren nicht magischen Angriff<br />• Kann Besitz vom Benutzer ergreifen<br /><br /><br /><b>Die artefaktischen Metalle und ihre Besonderheiten</b><br /><br /><br />Wie jedem Magiewirkenden bekannt sein sollte, wirken Metalle normal Magie hemmend oder verunmöglichen sie sogar. Dies ist sicher richtig und darum sind Artefakte wohl auch äusserst selten, denn sie können nicht aus Eisen oder Silber gemacht werden, sondern sind aus Metallen deren geringes Erzvorkommen wohl bereits erschöpft sein mag. Dieser Metalle sind mir drei bekannt, ihre Wirkung ist ungewöhnlich und sie ist nicht in allen gleich stark. Darum werden auch sie in Stufen eingeteilt.<br /><br /><b><b>Die Namen der Erze lauten wie folgt:</b></b><br /><br />• Mirthalium<br /><br />• Pleatinum<br /><br />• Stronatium<br /><br />Diese drei Metalle weisen im Gegensatz zu allen Bekannten die seltsame Eigenschaft auf Energien teilweise zu speichern und diese zu binden, um ein Entweichen der Energien zu verhindern. Auch können sie teilweise die Energien erneuern. (Siehe dazu Artefaktbaum)<br /><br /><br /><b>Die Wirkung von Magie durch das Artefakt</b><br /><br /><br />Der wichtigste Unterschied zur gewöhnlichen Schulmagie dürfte wohl sein das für das Magiewirken keinerlei Reagenzien nötig sind, sondern man fokussiert mit Hilfe des Artefakts das Planum, es ersetzt also quasi die Worte der Macht und die Reagenzien. Die Energien des Artefakts wirken auf das Planum ein und Zeichnen das astrale Muster in das selbe. Die wirkung kommt also wie in der Schulmagie selbst vom Planum. Die Energien im Artefakt dienen nur dazu das Planum zu verändern. Man könnte also Artefakte mit einem besondern starken Reagenzium oder einem Universalreagenzium vergleichen. Das fokussieren des Artefakts verbraucht dabei auch geistiges Potential des Magiers da er die Energien im Artefakt bewegen muss. (Mana- verbrauch) .<br /><br /><b>Zusammenfassung der Magiewirkung</b><br /><br />• Konzentration auf das Artefakt (somit einen Energiezusammenfluss in demselben bewirken)<br />• Fokussierung des Planums durch das Artefakt<br />• Veränderung des Planums durch die Artefaktmagie<br />• Geistige Energien werden für die Kontrolle des Artefakts verbraucht (Manaverbauch)<br />• Auslösung des Zaubers vom Planum aus<br /><br /><br /><b>Herstellung eines Artefakts</b><br /><br /><br />Hier ist noch nicht allzuviel zu sagen da bis jetzt nur die Herstellung eines einfachen Rings gelang. Doch möchte ich die Herstellungsart hier dennoch kurz beschreiben.<br /><br />Benötigt werden:<br /><br />• Ein fähiger Schmied<br />• Mirthalium, Pleatinum oder Stronatium (wobei dieses sehr schwer zu beschaffen ist)<br />• Runenkenntnisse<br /><br />Das vorgehen ist nun wie folgt. Der Schmied formt das Metall zu einem Ring welchen er noch möglichst heiss auf den Amboss legt. Der Magier konzentriert sich nun möglichst lange und mit all seiner zur Verfügung stehenden Kraft auf den Ring, und erschafft so in ihm die benötigte Energie, also findet am Anfang eine Übertragung von Energie statt. Diese wird durch das noch heisse magische Metall zusätzlich verstärkt und durch dieses gebunden. Sobald der Ring erkaltet ist versieht man ihn mit Runenzeichen. Wobei diese davon abhängen wie man den Ring gebrauchen will.<br /><br />So entsteht ein einfaches Artefakt, das Ladungen aufweist (Siehe Artefaktbaum) und je nach Materialstufe endlich oder erneuerbar ist. Seine macht ist allerdings sehr beschränkt. Doch wird genauere Forschung sicher bessere Ergebnisse ermöglichen.<br /><br /><br /><b>Abschließend</b><br /><br /><br />Ich hoffe den werten Lesern die Artefaktologie ein wenig näher gebracht zu haben. Möge jeder etwas daraus erlernen und für seine eigenen Zwecke nutzen.<br /><br /><br />Ich verbleibe mit hochachtungsvollen Grüssen<br />Vevis Sostra, Artefaktforscher]]></description>
<dc:creator>Rhya jha&amp;#039;avijl</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Fri, 09 Feb 2024 19:32:01 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82137,82137#msg-82137</guid>
<title>Kapitel I: winterlicher Alltag (3 Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82137,82137#msg-82137</link><description><![CDATA[Der frostige Atem des Wintermorgens hing in der Luft, als Skyleria sich früh aus ihrem einfachen Lager erhob. Der frostige Wind pfiff durch die Ritzen des alten Bauernhauses, als sie sich in mehrere Schichten warmer Kleidung hüllte. Ein Blick aus dem Fenster verriet eine schneebedeckte Landschaft, die sich bis zum Horizont erstreckte. Schon vor Sonnenaufgang begab sie sich in die kleine Kapelle nahe des Bauernhofes, um ein Morgengebet zur Göttin Ayanyeh zu sprechen. Die Kerzen flackerten im Schein des Altars, als Skyleria ihre Worte leise sprach und um Führung für den kommenden Tag bat. Die Göttin sollte ihr beistehen, während sie ihre täglichen Pflichten erfüllte.<br /><br />Nach dem Gebet machte sich die junge Frau auf den Weg zum Holzschuppen. Mit einer robusten Axt bewaffnet, begann sie, das Holz für den Tag zu hacken. Der frostige Boden knirschte unter ihren Stiefeln, während sie sich auf die rhythmischen Bewegungen des Holzhackens konzentrierte. Die frische Winterluft füllte ihre Lungen, während die ersten Sonnenstrahlen über den Horizont krochen und den Himmel in zarte Rosa- und Orangetöne tauchten.<br />Mit jedem geschlagenen Holzscheit fühlte sich Skyleria wacher und energiegeladener. Die aufgehende Sonne spendete Wärme, und die Holzarbeit war eine körperliche Herausforderung, die sie schätzte. Bald stapelte sich das Holz in ordentlichen Reihen, bereit, das Bauernhaus zu beheizen und die Gemütlichkeit inmitten der winterlichen Kälte zu bewahren.<br /><br />Mit einem Korb voller zu flickender Kleidung begab sich Skyleria ins warme Bauernhaus. Am Küchentisch breitete sie Nadel und Faden aus und konzentrierte sich auf die feinen Näharbeiten. Die klaren Fenster erlaubten ihr einen Blick auf den schneebedeckten Hof, während sie die Flickarbeit mit Geschick und Sorgfalt ausführte. Ein gemütliches Gefühl der Geborgenheit umhüllte sie, als sie die Kleidung der Verteidiger des Lichtes liebevoll reparierte.<br />Nach den häuslichen Arbeiten machte sich Skyleria mit dem Korb auf den Weg zum Anwesen der Verteidiger des Lichts, der ehrenvollen Gemeinschaft, der sie schon so viele Jahre als Verwalterin der Güter diente. Dort erwartete sie eine Vielzahl von Aufgaben. Sie half beim Instandhalten der Zäune und Stallungen und den typischen Arbeiten, die während der Wintermonate anfielen. Die Arbeit mit Elijaka, Moresca, Artair, Mia und Kyasares gingen Hand in Hand. Die Herbststürme hatten einige der alten Holzschindeln der Dächer gelockert, deren Reparatur mehr als nur ein Tagwerk benötigen würden und der viele Schnee machte die Arbeiten auch nicht einfacher.<br /><br />Die Arbeit am Gildengelände war anspruchsvoll, aber auch erfüllend. Skyleria fühlte sich stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, die sich schon so lange Schutz der umliegenden Dörfer und der Treue zum Herzogtum Stolzenforst verschrieben hatte, auch wenn durch die schweren Zeiten der letzten Jahre die Zukunft mehr als Ungewiss war. Würden sie jemals eines der vertrauten Gesichter des Hochadels wiedersehen oder hatte die große Seuche sie für immer vom Antlitz Seandomhans getilgt? Sie wusste es nicht, aber der harte und arbeitsreiche Alltag gaben ohnehin nur selten Gelegenheit, sich mit solchen Gedanken zu beschäftigen. Sie wusste ohnehin nicht viel von den Vorgängen, die jenseits der ihr vertrauten Lande lagen. Zwischen dem Klang von Hämmern, dem Zischen von Schmiedefeuern und dem Lachen ihrer Mitstreiter vergingen die Stunden wie im Flug.<br />Nach einem intensiven Vormittag war die Mittagszeit gekommenn. Die Kälte hatte sich verstärkt, und der Himmel war von dicken Wolken verhangen. Im warmen Heime Elijakas bereiteten sie ein einfaches, aber herzhaftes Mittagessen zu. Eine dampfende Suppe und frisches Brot wärmten nicht nur ihren Magen, sondern auch ihre müden Glieder.<br /><br />Der Nachmittag wurde für kleinere Arbeiten genutzt. Skyleria sorgte dafür, dass die Tiere versorgt waren, und überprüfte die Vorräte für den kommenden Tag. Der Abend brach herein, als der Winterhimmel sich in ein tiefes Blau verfärbte.<br /><br />Bevor sie sich zur Ruhe begab, begab sich Skyleria erneut in die Kapelle. Unter dem funkelnden Sternenhimmel sprach sie ein nächtliches Gebet zur Göttin Ayanyeh. Sie dankte für die Kraft, die ihr an diesem ereignisreichen Tag zuteilgeworden war, und bat um Schutz für sich und ihre Gemeinschaft. Der Kerzenschein umhüllte die Kapelle mit einem sanften Licht, als sie ihre Worte an die Göttin richtete.<br /><br />Erschöpft, aber erfüllt von einem Gefühl der Gemeinschaft und der inneren Ruhe, legte sich Skyleria in ihr Bett. Der Winterwind strich sanft über das Bauernhaus, während sie in einen friedlichen Schlaf sank, bereit, am nächsten Tag erneut ihre Pflichten als Verwalterin der Verteidiger des Lichts zu erfüllen.]]></description>
<dc:creator>Skyleria, Verwalterin der Verteidiger des Lichts</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Tue, 06 Feb 2024 20:25:23 +0100</pubDate></item>
<item>
<guid>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82129,82129#msg-82129</guid>
<title>Gedanken auf Wanderschaft (keine Antworten)</title><link>https://www.theow.de/boards/read.php?3,82129,82129#msg-82129</link><description><![CDATA[Die kühle Luft des frühen Morgens umhüllte Moreana, als sie durch den dichten Wald streifte. Obwohl es noch Sommer war, spürte sie bereits die Vorboten des nahenden Herbstes. Vereinzelte Blätter begannen langsam ihre Farbe zu ändern, die Tage wurden wieder kürzer, Obst, Gemüse und Korn waren reif und sollten bald geernted werden. Während sie durch das dichte Unterholz wanderte, führten ihre Schritte sie ganz von selbst zu der alten Weide, bei der sie gerne ihre Gedanken wandern ließ und sich sammelte.<br /><br />Ihre Gedanken waren noch immer bei Lugnasad, bei der Geschichte, wie Murranagh ihre dunkle Mutter mit dem Tode bestrafen wollte und sie aus dem Götterreich fliehen musste. Nie würde sie die Geschichte vergessen, die Ashanea bereits so oft erzählt, und deren Beweis sie sicher verwahrt hatte und schützte.<br /><br />Bei der Weide angekommen setzte sie sich an den Stamm ins weiche Moos, lehnte sich sanft an den alten Baum und ließ ihre Gedanken wandern. Sie mochte die ruhige Atmosphäre, die alten und ausladenden Äste boten Schutz und Geborgenheit. Dennoch fühlte sie die Wut in sich, über die Ungerechtigkeit, die dieser <i>Waldschrat von einem Gott</i> in seiner Blindheit verursacht hatte. Selbst Götter sind parteiisch!<br />Sie seufzte leicht. Und Caihume hatte auch nicht mehr für sie tun können. Schon ein wenig traurig für eine so große Göttin... hätte man da nicht mehr erwarten können?<br />Aber wer war sie schon, über die Fähigkeiten der Götter zu urteilen. Waren doch die Wege der Götter so unergründlich.<br /><br />Moreana zog ihre Knie an die Brust und betrachtete die Umgebung. Sie spürte die Energie des Waldes um sie herum, das leise Wispern der Blätter und das Rascheln der Tiere. Sie wusste, dass sie eine besondere Verbindung zur Natur hatte, tiefer als manch andere Schwester und doch nutzte sie sie bloß aus. Schmarotzend, chaotisch, und sicher nicht in Murranaghs Sinne. Das Geschenk der dunklen Mutter war eine Macht, die sie faszinierte. Das ausgerechnet ihre Töchter Dinge vermochten, die so manchen Druiden würden vor Eifersucht erblassen lassen. Pah, <i>Druiden</i>. Sie schnaubte verächtlich. Der alte Agastaen war inzwischen sicher selbst zum Baum geworden. Und Eldario war inzwischen hoffentlich von einem seiner Bären gefressen worden.<br />Was wohl aus diesem schrecklichen Druiden im Westen geworden war? Moreana hatte ihn seit dem Vorfall nicht mehr aufspüren können, er schien wie vom Erdboden verschluckt. Auch ihre Schwestern vom Zirkel des schwarzen Wolfes, die sie seitdem unregelmäßig besuchte, hatten nichts mehr von ihm gehört... was zumindest auch kein schlechtes Zeichen war. Sie ärgerte sich heute noch, dass er damals entkommen war. Doch hatte sie keine Wahl gehabt, war ihre Schwester doch so schwer verletzt gewesen. Und der schwarze Wolf... unwillkürlich rann ihre eine Träne über die Wange. Das Schicksal des ersten schwarzen Wolfes berührte sie tief. Und alles, was ihre Augen an dem Tag gesehen, und ihre Ohren gehört haben, bewahrte sie noch heute in ihrem Herzen. Das Geheimnis war bei ihr nach wie vor sicher. Nichtmal ihren Schwestern hatte sie davon erzählt... ganz so, wie sie es Rowinja versprochen hatte.]]></description>
<dc:creator>Moreana</dc:creator>
<category>Rollenspielforum - allgemein</category><pubDate>Sun, 06 Aug 2023 00:12:36 +0200</pubDate></item>
</channel>
</rss>