Willkommen! Anmelden Registrierung bei TheOldworld

Scherben, Krüge und Schweiß

Kylia und Schwesternschaft
des Mondes
10. Mai 2021 12:13
Klirrend, begleitet von einem Regen splitternder Tonscherben, zerbarst das ehemalige Trinkgefäss an den steinernen Wand. Fast melodisch rieselten die Splitter zu Boden und Kylia wagte es hinter ihrer Deckung, dem steinernen Versammlungstisch der Schwestern, hervor zu schauen. "Sei froh, dass ich Dich nicht treffen WOLLTE!" rief die Werferin schnaubend in Richtung Kylias, ehe sie wütend fortfuhr: "Cove hier, Schütz irgendwelcher Bauern da und ich? Was bei Llud ist mit mir und den Schwestern und Frauen hier?". Beruhigend hob Kylia ihre Hände, eine Geste der Besänftigung und die Geste nach dem Wunsch die Krüge nun nicht mehr als Wurfgeschosse zu nutzen. "Ich verstehe Deine Worte, Tracy. Marcela hat mir bereits ebenso den Kopf gewaschen....auf ihre Art und ich verspreche Dir, wir werden die Wachen wieder einsetzen!", ehe sie weitersprach, versicherte sie sich, dass Tracy nicht erneut nach einem der Tonkrüge griff, "Yrtha ist bereits ausgezogen, um fähige Frauen anzuwerben. Sobald sie dies erfolgreich getan hat, werden die Frauen eingewiesen. Bis dahin werde ich Schichten übernehmen an der Feste und ebenso Dolara und Chanany!".
Der schnelle Atem der Stallfrau verlangste sich mit den Worten Kylias nach und nach. Doch plötzlich griff sie blitzartig nach einem weiteren Krug, zum Wurfe ausholend. Mit einem katzengleichen Sprung hechtete Kylia wieder hinter den Tisch, in der Überraschung weniger grazil als sie es in ihrer Vorstellung hatte. Begleitet von einem "TRACY NEIN!" landete sie unsanft auf dem Steinboden, das Klirren des Kruges an der Wand blieb jedoch aus......als plötzlich ein leises Kichern in ein lautes Lachen mündete. Ein vorsichtiger Blick über die Tischkante ließ Kylia die schallend lachende Schwester erblicken, die einen Schluck aus dem Krug nahm und sagte: "Schwester, wir streiten und wir vertragen uns. Ich hatte nach dem ganzen Geschrei nur eine trockene Kehle!".


Den Tag über war die strene Stimme Marcelas immer wieder über den Hof der Festung erklungen, begleitet vom metallischen Klirren von Waffen, dem dumpfen Trommeln von Schilden. Alle Schwestern waren von der Ritter in die Festung des Mondes berufen worden am frühen Morgen. Nach dem "Gespräch" mit Tracy hatte Kylia das Treiben vom Turm beobachtet, sie bildete sich ein einen verführerische Geruch von Rauch und altem Grog, selbst in der Höhe des Turm, in der Luft wahrzunehmen. Selbst Levana hatte Marcela von Buccs hergeschleift...eine Erklärung für die verruchte Duftnote in der Luft?
Das Gerede der letzten Tage, ob berechtigt oder nicht, hatte die pflichtbewusste Marcela auf die Palme getrieben. Beim Anblick der schwitzenden Schwestern und dem Klang der schneidenden Befehle Marcelas, erinnerte sich Kylia an das Gespräch mit ihr.
"Ich kann die Schwestern verstehen, Kylia! Dein Sinn in allen Ehren, doch ist der Schutz der Gemeinschaft das höchste Gut und steht allem voran! Glaube, Ehre, Bürgermeisterin......schön und gut, doch bedenke stets, dass dein Schwur und Deine Pflicht Dich an die Schwestern bindet.....", der durchdringende Blick der stahlharten Augen Marcelas begleitete die kurze Pause, "ich werde den Schwestern jetzt im Schweiße den Kopf waschen! Du und Yrtha kümmern sich um ihre Aufgaben!".
Kylia nickte, mehr war nicht nötig, verstanden sie sich auch ohne Worte - trotz der Strapazen und Spannungen der letzten Tage.

ThemaAutorAngesehenDatum/Zeit

Unter der Schwesternschaft geht Unmut einher

Geschehen20108. Mai 2021 23:09

Scherben, Krüge und Schweiß

Kylia und Schwesternschaft
des Mondes
12510. Mai 2021 12:13



Aktive Teilnehmer


11 : 1 10 Gäste

Daedalus