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Dekanus Rabenbart wird konsultiert

Vlos'Drathir,
Qu'el'Faeruk
06. August 2025 11:04
Statt Pergament wurde die Nachricht auf gegerbter Rothehaut verfasst. In feinst säuberlich mit runenverzierten Lettern sind die Worte niedergeschrieben. Die Tinte wurde mit einer blutähnlichen Substanz versetzt.

Dem Siegel zum Gruße Dekanus Rabenbart,

zunächst einmal übersende ich Euch die Stellungnahme des Erzmagus Gladios Partecko als Reaktion auf mein zweites Schreiben.

Es ist ihm zugute zu halten, dass er nun wenigstens darauf reagiert hat, nachdem ihn offenbar Euer Schreiben wachgerüttelt hat. Nichtsdestotrotz bleibt die Respektlosigkeit im Raume, dass er mein erstes Schreiben gänzlich ignoriert hat.

Da er ein persönliches Gespräch mit mir wünschte, lud ich ihn am gestrigen Abend ins Konzilsgebäude ein.
Um die ganze Thematik zeitnah abschließen zu können, rief ich auf die Konzilsrätin Raphaela El-Sovirax direkt mit hinzu.

Wie hinlänglich bekannt, hat jeder, ob Adept, Magier oder Erzmagier den Vorstand in seiner Position zu akzeptieren und zu respektieren. Daher war meine erste Frage an den Erzmagus Gladios Partecko, ob er mich respektiere. Nach reiflicher Überlegung, welche Worte er als Antwort darauf wählen sollte, betete er eine Litanei herunter, die er wohl in seinen Adeptentagen auswendig gelernt hat.

Dies war allerdings auch der einzige Vortrag seinerseits, der einigermaßen sortiert erschien. Auf die Frage, welches Anliegen er denn habe, stammelte er bedeutungsschwanger, dass er sich entschuldigen wolle. Nach kurzer Erklärung, dass man sich nicht selbst entschuldigen, sondern lediglich um Entschuldigung bitten kann, forderte ich ihn auf seine Worte in die Tat umzusetzen. Doch er blieb reglos sitzen und tat nichts dergleichen.

Ich erklärte ihm, dass es -zumindest in meinem Volke – so üblich ist, dass man Respekt zeigt, indem man sein Knie beugt. Wenn man um Entschuldigung bittet, ist es auch angebracht den Blick demütig zu senken.

Ich, Vlos’Drathir, Qu'el'Faeruk del Qu'ellar Vadaharr, Vorstand des hiesigen Konzils und Meister von Sorcere bin einer der mächtigsten Männer in Che'el del Thalackz'hind. Selbst ich knie nahezu täglich vor meiner Herrin, ohne mir dabei einen Zacken aus meinem Diadem zu brechen.

Der Erzmagus Gladios Partecko rührte sich kein Stück und ließ seine Willensbekundung in einem Dunst von Gleichgültigkeit verklingen. Weder die Konzilsrätin noch ich haben eine angemessene und glaubhaft Entschuldigung wahrgenommen.

Einerseits ist ihm zugute zu halten, dass er es offenbar versuchen wollte, um Entschuldigung zu bitten, andererseits hat er es nicht getan, sondern nach dem ersten Schritt den Fuß wieder zurückgezogen. Ich weiß nicht, warum er diesen ersten Schritt tat, wenn er ihn nicht bis zu Ende geht. Vielleicht fürchtet er die Konsequenzen seines eigenen Handels zu sehr – und das in meinen Augen nach wie vor zurecht.

Das Ausbildungskonzept sowie die fachliche Eignung der Magister und Tutoren des hiesigen Konzils, welche er scheinbar bemängelt, wurde seinerseits nicht angesprochen. Offenbar hat dieser Punkt eine nachrangige Priorität, wenn es um sein eigenes Wohlergehen geht. Dies zeigt, dass er sich weiterhin über das Konzil stellt und sich nicht unterordnen will.

An die Beleidung des Volkes der Ilythiiri wollte er sich gänzlich nicht erinnern. Er stammelte lediglich etwas von einem Überfall auf ihn, der am Tage vor dem Unterricht in den Höhlen des Covetousgebirges stattgefunden habe. Eine gesonderte Aufzeichnung der Geschehnisse, wie er sie mir in seinem Schreiben zusagte, blieb bis heute aus. Den kausalen Zusammenhang zu seiner Beleidigung und seinem ungebührenden Verhalten haben weder Raphaela El-Sovirax noch ich erkennen können. Dementsprechend blieb auch hier jeglicher Versuch einer Bitte um Entschuldigung im Ganzen aus. Die Verletzung ausnahmsloser Neutralität jeglicher Rassen, politischer Ausrichtung und Gesinnung des Erzmagus Gladios Partecko besteht weiterhin.

An dieser Stelle brach ich das Gespräch ab und wies den Erzmagus Gladios Partecko an das Konzilsgebäude zu verlassen. Im Weggang bediente er sich weiterer arkaner Kräfte, indem er Stab und Robe mittels Magie anlegte. An dieser Stelle möchte ich auf die Warnung der Artha'in hinweisen, welche besagt, dass jene derer, welche sich der arkanen Kraft bedienen, ohne Sinn und ohne Bedacht, verbannt sein sollen aus den Lehren der Magie. Ihnen soll entzogen werden jegliches Wissen, welches jene nutzen dürfen. Stab und Robe kann man mühelos mit eigener Hand anlegen, ohne das magische Gewebe zu strapazieren. Ich weiß bislang nicht, wie oft er das tut, aber wenn er jedes Mal so er einen Raum betritt oder verlässt auf diese Art Magie wirkt, so ist dies durchaus ohne Sinn und Bedacht. Und so muss ich den Regeln des Konzils zu Moonglow nachkommen und diesen Verstoß zum Schutze des Siegels der Dämmerung melden.

Ich bitte Euch, Dekanus Rabenbart, daher weiterhin dem Erzmagus Gladios Partecko den Zugang entsprechenden Paraphernalien zu entziehen und mir die Befugnis zu geben ihm im Konzil der Lande Stolzenforst und dem Bund der freien Lande Hausverbot zu erteilen.

Vlos'Drathir

Vorstand

Qu'el'Faeruk del Qu'ellar Vadaharr






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.09.25 13:58.
ThemaAutorAngesehenDatum/Zeit

Dekanus Rabenbart wird konsultiert

Vlos'Drathir,
Qu'el'Faeruk
14606. August 2025 11:04

Eine Antwort erreicht Vlos

Dekanus Jasper Rabenbart5613. August 2025 14:43

Das Schreiben wird an Raphaela El-Sovirax weitergleitet. (kT)

Vlos'Drathir,
Qu'el'Faeruk
3825. August 2025 11:31



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