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Filirin Asoma träumt

Quest der Seefalke
28. August 2025 11:54
Unruhig wälzte sich Filirin hin und her. Er hatte schon eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, bis er überhaupt eingeschlafen war. Doch der Schlaf war keinesfalls erholsam. Gedanken schossen durch seinen Kopf und ließen ihn keine Ruhe finden. Hin und wieder schreckte er auf und wischte sich den kalten Schweiß aus dem Gesicht.

Irgendwann hatte er das Gefühl, dass er vom salzigen Duft des Meeres umhüllt war. Er atmete tief durch und fiel endlich in einen tiefen Schlaf. Eine Stimme, mehr eine zarte Melodie, schlich sich in seine Träume:

„Filirin…“, hauchte sie. Die Stimme klang weich, wie das Rascheln von Seetang im seichten Wasser.

„Filirin, komm zu mir, lass mich deine Gedanken durchdringen. Ich bin hier, lass dir von meiner Stimme den Weg leiten. Nur du kannst mich befreien. Dein Herz schlägt für das Gute, und doch wird es von der Welt der Menschen nicht genug gewürdigt. Hier, bei mir, wirst du geschätzt. Lass uns zusammen die Geheimnisse des Meeres entdecken."

Jede Silbe war wie eine zarte Berührung auf Filirins Seele. Die Traumbilder malten Szenen von Freiheit und Abenteuer, von atemberaubenden Tiefen und entblößten Geheimnissen. Er sah sich selbst in kristallklaren Gewässern an der Seite einer unermesslichen Schönheit schwimmen.

Ihre Locken flossen wie Wasserfälle aus Licht über ihre Schultern, ihre Haut schimmerte in den Farben des Ozeans. Ihre Augen strahlten, wie zwei leuchtende Sterne. Ihre Lippen formten ein verführerisches Lächeln, und ihre Bewegungen waren ein eindrucksvolles Spiel von Anmut und Verlangen. Ihre Hände, filigran und stark zugleich, zogen ihn in die Tiefe, wo die Sorgen und der Druck der Welt nicht existierten. Hier gab es nur sie und das endlose Blau.

„Ich brauche dich, Filirin. Befreie mich von meinen Fesseln, und ich werde dir zeigen, was wahre Freude ist. Lass deine Klinge zum Werkzeug meiner Freiheit werden und erlebe die Kraft unserer verbundenen Seelen. Gemeinsam sind wir unaufhaltsam.“

Er spürte ihre Anwesenheit, als würde sie seinen Körper durchströmen, als wäre er Teil des Ozeans selbst. Der Klang ihrer Stimme war betörend, wie das Rauschen der Wellen, die an den Strand schlugen.

Doch in diesem Augenblick trübte sich das kristallklare Wasser. Gedanken und Erinnerungen prasselten auf ihn ein: Sein Eid gegenüber dem himmlischen Feldherren, seine Pflichten gegenüber seinen Ordensbrüdern und -schwestern, aber auch die Qualen der einstigen Gefangenschaft…

Mit einem Mal verschwand der Duft des Salzwassers. Die Unruhe in seinem Kopf war zurückgekehrt.
War dies alles nur ein wirrer Traum gewesen?
Sollte er sich auf die Suche machen?
An was davon würde er sich am nächsten Morgen überhaupt noch erinnern?
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