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Die große Seuche

Der Beginn

Es begann wie so oft recht harmlos. In manchen Tempeln und bei Heilern kam es vor, dass Menschen mit einer seltsamen Erkrankung Hilfe suchten. Keinem konnte man helfen, und die Heiler und Priester waren ratlos. Da es jedoch anfangs nur wenige waren, beruhigte man sich damit, dass man eben nicht alles wissen konnte.

Die Krankheit hatte keine eindeutigen Symptome, jedoch waren immer Übelkeit und Fieber am Anfang im Spiel. Sehr rasch wurde das Fieber dann heftiger, die Menschen konnten keine Nahrung mehr behalten und wurden rasch schwächer. Der Tod trat meist schon nach 2 Tagen ein.

Als sich dann zeigte, dass die Krankheit offenbar ansteckend war und Heiler und Priester nach einigen Tagen selbst erkrankten, wurde man aufmerksam. Gleichzeitig kamen immer mehr Menschen mit Krankheiten, die ähnlich aussahen. Keinem konnte man wirklich helfen, und fast alle starben.

Als klar war, dass man es mit einer Seuche zu tun hatte, die bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt war, reagierten Heiler und die Tempel und begannen sich auszutauschen und zu beraten. Aber es gab keine Ansatzpunkte, weder Kräuter-Extrakte noch Magie konnten helfen.

Zeit der Verzweiflung

In der Not wandte man sich auch an das Konzil der Magier, aber selbst die mächtigsten Erzmagier waren hilflos, und auch selbst betroffen. In kurzer Zeit brach die Seuche auch unter den Gelehrten der Magie aus und konnte nicht mehr gestoppt werden.

Die Tempel selbst, besonders jene, die auch Heiler hatten waren ebenso betroffen, und weder Magier noch Priester blieben verschont. Eine Abhilfe, Medizin oder Behandlung zu finden erwies sich als unmöglich, als Panik um sich griff.

Der Adel blieb ebenso nicht verschont. In ihrer Verzweiflung versuchten Adelige sich in ihren Schlössern und Burgen zu isolieren, aber in vielen Fällen nahmen sie die Krankheit mit in ihre Isolation und die Bewohner von Schlössern und Burgen starben gemeinsam und hilflos in ihrer Isolation. Die Königin wurde überredet, sich an einen unbekannten Ort zu begeben, von ihrem Schicksal und dem des Hofes ist nichts bekannt. Einige der Herrscher und Herzöge starben, andere verschwanden und es ist nicht bekannt, ob sie überlebten und wo sie verblieben.

Die Armee von Barbon, dem Verbündeten des Simulacrum löste sich ebenso rasch auf, wie alle anderen Armeen der Welt. Barbon selbst wurde zuletzt gesehen, als er mit einigen Offizieren ein Schiff bestieg und die Insel Dilece verließ. Niemand weiß etwas über seinen Verbleib. Das Simulacrum verlor ebenso wie alle Reiche und Strukturen der Welt seine Armee und seine Bürger. Zwar überlebten wie im Herzogtum und anderen Reichen einige seiner Streiter, aber da Chaos war zu groß um etwas auszurichten. Probleme mit Nachschub und simple Fragen des Überlebens waren wichtiger für jeden Einzelnen geworden.

Die Bevölkerung erlitt schwere Verluste, in kurzer Zeit gab es kein Haus, kein Dorf und keine Stadt, die nicht betroffen war. Allerdings gab es auch Menschen, die offenbar immun waren. Junge und Alte, Frauen und Männer blieben seltsamerweise von der Seuche gänzlich verschont und niemand konnte eine Ursache erkennen. Es schien, als hätten die Götter gewürfelt, wer überleben sollte und wer sterben musste. Manche der Immunen wurden zwar auch krank, waren aber meist nach einem Tag wieder gesund, und viele von diesen Glücklichen wurden überhaupt nicht krank.

Obwohl die Verzweiflung groß war, gab es aber kaum Unruhen. Zu viele Menschen waren krank oder bereits tot und die Probleme für die Überlebenden wurden immer größer. Die Bestattung der Toten und das Beschaffen von lebenswichtigen Dingen nahm alle Überlebenden in Anspruch und da man nicht sagen konnte wer immun war und wer vielleicht noch erkranken würde, war auch die Angst der noch Lebenden groß.

Das Ende und die Folgen

Das Ende der Katastrophe zeichnete sich ab, als keiner der noch lebenden Menschen mehr erkrankte. Wie es schien, hatte die Seuche genau so rasch geendet, wie sie begonnen hatte. Sie hatte jedoch die Welt geändert und es würde eine sehr lange Zeit dauern, bis die Dinge wieder so waren wie vor der Seuche.

Die Macht der Adeligen und Herrscher war mit ihnen verschwunden, die wenigen Adeligen, die unter den Immunen waren, konnte keine Macht mehr ausüben, da sie nichts mehr besaßen, womit sie diese Macht ausüben konnten. Die Tempel waren alle ohne Ausnahme betroffen gewesen, aber es lebten doch noch Priester und Hohe Priester. Zwar war die weltliche Macht der Tempel gebrochen, die Tempel jedoch existierten weiter. Ebenso erging es dem Konzil, viele der Magier waren der Seuche zum Opfer gefallen, da die Immunität jedoch nicht vom Alter abhing, waren auch einige alte und weise Magier verschont geblieben, auch das Konzil war stark geschwächt aber existierte weiter.

Im Volk waren in allen Gesellschaftsschichten Menschen gestorben, weit mehr als überlebt hatten. Höfe, Dörfer und Teile von Städten wurden aufgegeben, die Menschen begannen sich in Teilen dieser Strukturen zusammen zu ziehen um überlebensfähig zu bleiben. Gilden und Vereinigungen bekamen hohe Bedeutung, da sie das Überleben sicherten. Recht und Justiz waren mit Herrschern und Gerichten zwar verschwunden, aber rasch wurde klar, dass der Schutz nur durch die Vereinigungen selbst gesichert war.

Die Nachrichten aus anderen Teilen der Welt waren überall chaotisch und unzuverlässig, Gerüchte widersprachen sich oft und direkte Nachrichten gab es kaum. Große Schiffe waren verschollen oder lagen leer in Häfen, weil keine Mannschaften mehr da waren, die sie hätten fahren können. Armeen waren zerfallen und in alle Winde verstreut, die meisten Soldaten waren entweder tot oder zu ihren Familien geflohen.

So endete die Große Seuche, wie man sie später nannte. Forschungen der Tempel und der Magier zu Ursachen und Hintergründen der Katastrophe blieben bisher erfolglos, selbst dunkle Tempel sollen keine Antworten gefunden haben.

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